Berlins Sommer der Baustellen
Da kann man nur hoffen, dass so ein Hyperloopnetz ohne Baustellen auskommt. Denn im Sommer gleicht Berlin einer oberägyptischen Grabungsstelle. Stadtautobahn, S-Bahn, U-Bahn, Straßenbahn – überall herrscht rege Wühltätigkeit. In Prenzlauer Berg ist beispielsweise derzeit die passagierstärkste Tramlinie der Stadt unterbrochen, weil die Verkehrsbetriebe Gleise erneuern. Für die genervten Fahrgäste, die sich zwei Wochen lang in Busse quetschen müssen, ist das aber nur das Präludium fürs nächste Jahr. Fast zur selben Zeit an derselben Stelle, aber dafür zehn Wochen länger, wollen die Berliner Wasserbetriebe wichtige Leitungen austauschen. Nun könnte man natürlich meinen, das wäre doch alles in einem Rutsch zu erledigen gewesen. Aber nein, sagt die BVG, die Gleise seien jetzt schon zu kaputt. Und geplant gewesen sei das natürlich alles auch.