Ausstellung zu Drogendealern
Friedrichshain-Kreuzberg ist für viele ja ein echtes Berliner High-light, nicht zuletzt seit der Diskussion um die Coffeeshops im Bezirk. Derzeit bastelt er an einer Ausstellung, die um Verständnis für afrikanischstämmige Drogendealer wirbt. Im Bezirksmuseum soll ab 21. November der „Blick auf die Hassfigur Dealer“ versachlicht werden, wie es in der Ankündigung heißt. Ausstellungsmacher Scott Holmquist unternimmt damit einen zweiten Anlauf, die Händler angemessen zu würdigen, die Opfer von Rassismus seien: Im vorigen Jahr war er noch mit der Idee gescheitert, ihnen im Görlitzer Park oder in der Hasenheide ein Denkmal zu setzen. Begründung damals: „Drogendealer leisten einen gesellschaftlich wertvollen und von vielen Menschen geschätzten Dienst – und zwar dort, wo sie gut zu erreichen sind: mitten im Bezirk, vor allem in den Parks.“ Wenn das der große Kabarettist Wolfgang Neuss noch erleben könnte! Wie scherzte er doch eins? „Ich hab noch einen Kiffer in Berlin.“