Nachtrag zum Rohrbruch
Nachtrag (III) zur Meldung „Wie kaputt ist Berlin?“ (CP v. 16.12.): In einem „Zeit“-Gespräch mit Michael Müller hatte die Unternehmerin Dagmar König über einen Rohrbruch „auf einer Straße, die zu einem unserer Autohäuser in Köpenick führte“ berichtet – die Wasserbetriebe hätten ihr „180.000 Euro vom Konto abgebucht“, bisher sei nur die Hälfte erstattet worden. „Und seit mehr als zwei Jahren versuche ich, den Zuständigen zu finden — bislang ohne Erfolg.“
Jetzt meldete sich BWB-Sprecher Stephan Natz beim Checkpoint mit einer anderen Version der Geschichte. Demnach lag das Leck (2 cm) auf dem Privatgelände des Autohauses, ein Notdienst der Wasserbetriebe sei zehn Minuten nach dem Anruf dort gewesen, habe die Leistung gesperrt – und die Zuständigkeiten erklärt: Privatgelände gleich Privatsache. Dennoch hätten die BWB aus Kulanz die Hälfte der Kosten erstattet, weil beim Versickern keine Abwasserreinigung anfiel. Monatelang sei hier Wasser versickert – mit einem regelmäßigen Blick auf den Wasserzähler, so Natz, hätte der ganz große Schaden vermieden werden können. Und mit einem selbstkritischen Blick wären die Zuständigen hier ausnahmsweise mal innerhalb von zwei Minuten gefunden gewesen – im eigenen Haus.