Wilmersdorf auf Schweizerdeutsch
Im„Chuchichäschtli“ im Güntzelkiez kaufen normalerweise Menschen aus ganz Berlin Schweizer Lebensmittel ein. Seit Corona jedoch bricht der Umsatz ein. Wir zeigen, wie Sie helfen können. Von Stefanie Golla
Kiezhelfer – „Wir haben pro Stunde ungefähr noch einen Kunden im Laden.“ Im Chuchichäschtli in Wilmersdorf kaufen normalerweise Menschen aus ganz Berlin Schweizer Lebensmittel ein.
„Praktisch über Nacht haben wir unseren Online-Shop, der bis dahin nur eine limitierte Auswahl bereithielt, mit fast dem kompletten Laden-Sortiment bestückt und über Social Media, Newsletter und Info an der Tür beworben.“, erklärt Inhaber Chris Fankhauser den Versuch, die ausbleibenden Einnahmen durch Laufkundschaft aufzufangen. „Wir lassen in unseren kleinen Laden maximal nur zwei Personen und dennoch ist man auf Distanz, Beratung findet statt im Sinne von ‚Das ist da vorne im Regal links oben‘, was ja eigentlich nicht unserer Maxime entspricht.“ Mut macht, dass die Stammkunden mitziehen und das Online-Angebot nutzen, in den letzten Tagen gingen vor allem die Osterwaren gut weg. Darauf sitzen zu bleiben, war anfangs die größte Sorge, denn das hätte, wie man in der Schweiz sagt „einen richtigen Batzen“ Geld gekostet. „Es ist schön, wie wir grade jetzt von sehr vielen Kunden Solidarität erfahren, das stimmt einen positiv“. Wünsche für die Zukunft? „Dass die Menschen weiterhin mehr füreinander sorgen und das ganze Leben weiterhin etwas entschleunigt bleibt.“ Für alle, die unterstützen möchten: Gutscheine fürs Chuchichäschtli – und andere Kiezläden – finden Sie auf unserer Tagesspiegel-Kiezhelfer-Seite. Damit es sie noch gibt, wenn die Krise vorbei ist.