Rosenblütensekt und Frühstücks-Etageren
Essen mit Blick auf die Kollwitzstraße – „O du, Geliebte meiner siebenundzwanzig Sinne, ich liebe dir!” – so beginnt Kurt Schwitters sein Gedicht „An Anna Blume”, das namensgebend war für ein Café in Prenzlauer Berg. Vor 15 Jahren haben Britta Biebach, Sybille Hirsch und Axel Rautenberg es in der Kollwitzstraße 83 eröffnet. Damals war das Café gleichzeitig Blumenladen. Den gibt es mittlerweile nicht mehr, der florale Schwerpunkt aber besteht bis heute: Spezialität des Hauses ist der Rosenblütensekt. In ihm schwimmt eine in Rosenblütensirup eingelegte Hibiskusblüte, die sich im Sektglas öffnet. Besonders beliebt ist das Café für sein Frühstück: „Unsere Frühstücks-Etagere ist das, wofür wir bekannt sind”, sagt Sibylle Hirsch. Bestückt zum Beispiel mit Rührei, verschiedenen, direkt vom Block geschnittene Käsesorten, eingelegtem Lachs, Wurst vom Friedrichshainer Kiezfleischer, Antipasti und frischem Obst. Wer zum Frühstück nicht gleich Sekt trinken will, wählt die Rosenblüten Limonade. Mittag und Abendbrot gibt´s auch. Zum Beispiel Spätzle oder karamellisierten Chicorée. Die zwei Gasträume und die große Terasse bieten genügend Raum, um auch in Corona-Zeiten dem Ansturm der FrühstücksliebhaberInnen unter Einhaltung der Regeln stand zu halten. Mo-So 9-22 Uhr, U-Bhf Eberswalder Straße/Senefelder Platz
Das ganze Stadtleben – mit täglich neuen Ideen für den spontanen Urlaub vor der Haustür – gibt's mit Tagesspiegel-Plus-Abo.