Was sind das für Zeiten? – Brecht, Grosz und Piscator
Noch hingehen – Die Ausstellung „Was sind das für Zeiten? – Brecht, Grosz und Piscator“ widmet sich der Zusammenarbeit von Bertolt Brecht, George Grosz und Erwin Piscator, u. a. bei der Inszenierung der Abenteuer des braven Soldaten Schwejk an der Piscator-Bühne 1928. Die Dramatisierung des Romans von Jaroslav Hašek zählt zu den Höhepunkten der Theaterhistorie der Weimarer Republik. Für die Bühne am Nollendorfplatz (heute Metropol), war sie ein ungeheurer Erfolg. Es ging gegen den Krieg, gegen den grassierenden Militarismus, dafür stand Piscator mit seiner Nähe zur KPD. Grosz lieferte hunderte Skizzen, die meisten zur Verwendung in einem Animationsfilm, den der Theaterrevolutionär Piscator im Bühnenhintergrund ablaufen ließ. Eine kleine, aber enorm weit gespannten Ausstellung mit großzügigen Leihgaben und einem kongenialen Katalog. Erneut darf man staunen, was private Initiative, noch dazu zu einem scheinbar gut erforschten Thema, vermag. Die Ausstellung und die Existenz des Museums endet am 25.11. Do bis Mo 11-18 Uhr, Bülowstraße 18, U-Bhf. Bülowstraße