Dem Sommer einen Törn geben
Brandenburg lockt Segelfans mit prächtigen Seen und glasklarem Wasser. Davon erzählt auch die Literatur. Der Checkpoint-Reisetipp von Stefanie Golla
Foto: Kitty Kleist-Heinrich
Lesereise – Checkpoint-Leser Gerrit Fichtner empfiehlt allen „Wasserwanderer oder solchen, die es werden wollen“ „Mein grenzenloses Seestück“ von Wilfried Erdmann (1991, Neuauflage bei Delius Klasing) – ein Buch über eine Jollenfahrt von der Schlei über die Ostsee und weiter durch Mecklenburg-Vorpommern, kurz nach der Wende. Am besten zusammenlesen mit Cecil Scott Foresters „Eine Bootsfahrt in Deutschland“ (1938, nur noch antiquarisch). Fasziniert hat Fichtner, selbst begeisterter Segler, „dass zwei Schriftsteller, deren Thema hauptsächlich das offenen Meer war (Forester berichtete von den Seeschlachten eines fiktiven Kapitän Hornblower aus der Zeit von Napoleon und Erdmann von seinen Weltumseglungen im 20. Jahrhundert) einen Reisebericht über eine Bootsfahrt auf den norddeutschen Binnengewässern schreiben. So unterschiedlich die Zeiten und Reisebedingungen waren, haben sie beide das Land und die Leute, gleichermaßen plastisch und liebevoll beschrieben, wobei auch die Widrigkeiten der Reise nicht ausgelassen wurden.”
Urlaub ganz nah – Es gibt viele Möglichkeiten – auch ohne Segelschein – von Berlin aus die Weltmeere, oder sagen wir, die brandenburgischen Binnengewässer, zu erkunden. Kollege Stefan Jacobs hat es mit einem Hausboot probiert. Sein Fazi: Obacht bei den Schleusen!
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