Hakenkreuz-Glocke in der Zitadelle
Noch Hingehen – Wer sich die „Hakenkreuz-Glocke“ aus Hakenfelde noch anschauen möchte, muss das rasch tun. Sie ist Teil einer Ausstellung in der Zitadelle Spandau, die sich mit der Rolle der Kirche unter dem Nazi-Regime beschäftigt, und nur noch bis Sonntag zu sehen sein wird. 2017 hatte die Wichernkirche beschlossen, die Glocke mit dem großen eingefrästen Hakenkreuz aus dem Kirchturm zu nehmen, verschwinden lassen wollte man sie aber nicht – sie ist ein Stück Zeitgeschichte. Spandau war ein Zentrum des Konflikts zwischen oppositioneller „Bekennender Kirche“ und den nationalsozialistischen „Deutschen Christen“. Ein Konflikt, der in manchen Gemeinden lange Auswirkungen hatte. Am Juliusturm 64, U-Bhf Zitadelle, Mi 10-17 Uhr, Do 13-20 Uhr, Fr-So 10-17 Uhr. Eintritt 4,50/2,50 Euro.
Neu im DHM – Während die Ausstellung in Spandau bald vorbei ist, hängt erst seit gestern das 1944 von George Grosz im Exil gemalte Werk „Cain or Hitler in Hell“ im Deutschen Historischen Museum. Es konnte im vergangenen Jah aus dem Besitz der Familie des Künstlers erworben werden und zeigt „die Perspektive eines Künstlers im Exil auf das katastrophale Ausmaß des Mordens und der Zerstörung in Deutschland“, sagte Museumschef Raphael Gross. Das Museum ist täglich von 10-18 Uhr geöffnet, Eintritt 8/4 Euro. Unter den Linden 2, S/U-Bhf Friedrichstraße.