Eine Eselin um die Welt schmuggeln
Lesereise – Grit Burkhardt, aus der Krimibuchandlung totsicher empfiehlt „Pawlowa: oder Wie man eine Eselin um die halbe Welt schmuggelt“ von Brian Sewell (Suhrkamp/Insel 2017): „Während einer Reise sieht Mr B, ein britischer Gentleman, eine kleine Eselin: Ihr Rücken ist vollbepackt, ihre dünnen Beine zittern unter der schweren Last. Kurzerhand springt er aus dem Wagen, fest entschlossen, sich um das Tier zu kümmern und es mit nach Hause zu nehmen – nach London. Also begeben sich Mr B und Pawlowa, wie er die Eselin von nun an nennt, auf eine lange Reise durch den Nahen Osten bis nach Europa – zu Fuß. Sie werden über Grenzen geschmuggelt, von Drogendealern aufgegabelt, sie entspannen im Hamam, kreuzen die Seidenstraße und speisen mit Diplomaten. Eine liebenswerte Geschichte, die von der Kraft der Freundschaft erzählt und uns zeigt, wie farbenprächtig unsere Welt ist, wie fremd und nah zugleich.“
Urlaub ganz nah – Esel über Grenzen zu schmuggeln scheint aus verschiedenen Gründen nicht geboten. Mit ihnen Zeit verbringen kann man auch hier: auf dem Esel-Freunde-Hof im Havelland. Vielleicht lebt Pawlowa mittlerweile ja auch dort und erholt sich von den Strapazen ihrer Reise? Der Hof beherbergt EselInnen, die vorher nicht so viel Glück in ihrem Leben hatten. Zum über den Zaun schauen kann man gerne unangemeldet auftauchen. Wer ausgiebiger Zeit mit den flauschigen Langohren verbringen will, bucht eine Eselwanderung. Zu zweit, als Gruppe oder allein. Davor muss man allerdings einen Eselführerschein machen.
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