HKW am Tiergarten
Noch Hingehen – Hunderttausende Menschen aus Bruderstaaten wie Algerien, Angola, Kuba, Mosambik, Syrien und Vietnam migrierten in die DDR. Ihre wahren Geschichten und Lebensverhältnisse blieben hinter Phrasen wie „vereinter Klassenkampf“ und „sozialistischer Internationalismus“ meist nicht erzählt. Dabei ist ihr Werdegang in der DDR ein zweischneidiges Schwert, sahen sie sich, trotz propagierter sozialistischer Gleichstellung, doch Lohnkürzungen, niederen Wohnverhältnissen, Rassismus und eingeschränkten Rechten ausgesetzt. Andererseits unterstützte die DDR die Herkunftsländer bei sogenannten „antikolonialen und antiimperialistischen Befreiungskämpfen“. Das Haus der Kulturen der Welt will mit dem Ausstellungs- und Rechercheprojekt „Echos der Bruderländer“ Erinnerungen, Widersprüche und Nachwirkungen jener „Solidarität“ offenlegen und einen Diskussionsraum schaffen. Karten kosten 8/ 6 Euro, montags frei. Bis 20. Mai. Mi-Mo 12-19 Uhr, John-Foster-Dulles-Allee 10, S/U-Bhf Brandenburger Tor