Homeschooling für Erwachsene
Allgemeinwissen ausweiten – Wer sagt, dass Homeschooling nur etwas für Schüler*innen ist? Ausgelernt hat man schließlich nie, wie wir alle wissen – und an dieser Stelle endet das Allwissen auch schon. Wenn Sie öfters Sätze sagen wie „Ich müsste mal mein Schulfranzösisch auffrischen“ oder „Über die Kolonialzeit weiß ich viel zu wenig, das ist eigentlich schon peinlich“ (trifft beides auch auf mich zu), gibt’s einfache Abhilfe:
Einerseits die Bundeszentrale für politische Bildung. Die hat auf ihrer Website z.B. ein klasse Dossier zu „(Post)kolonialismus und Globalgeschichte“, in dem Schlüsselbegriffe erläutert, die Rolle der Kolonien in der Produktion von Wissenschaft ergründet und Konzepte wie kulturelle Selbstbehauptung erklärt werden. Neben leicht verständlichen Artikeln sind dort auch Doku-Serien, PowerPoint-Präsentationen und Bildergalerien zu finden. Genug Material, um sich mindestens zwei Tage intensiv mit dem Thema auseinanderzusetzen. Am Ende jedes Artikels steht ein Inhaltsverzeichnis, in dem man bei Interesse weiterführende Literatur findet.
Zum Sprachenlernen: Am bekanntesten sind die Apps Duolingo (gratis) und Babbel (kostenpflichtig). Mit letzterer lerne ich gerade Russisch und bin mit dem Aufbau der Lektionen ganz zufrieden. Was noch fehlt: Bestimmte Inhalte, die über mehrere Lektionen verteilt sind, wie etwa das Erlernen des Alphabets, themenspezifisch überspringen zu können. Weiterer Tipp: Das Online-Angebot des Verbands der Öffentlichen Bibliotheken Berlins. Neben Büchern, Zeitungen und Magazinen im E-Paper hat man über das Portal auch Zugriff auf Sprachkurse von LinguaTV und die Vokabeltrainer von Phase 6 (den haben wir in der Schule auch schon genutzt!). Kostenpunkt: 10 Euro – im Jahr.