Urlaub ganz nah: Schmökern in Goethes „Italienischer Reise“
Lesereise – Janika Gelinek, Leiterin des Literaturhauses Berlin, nimmt uns mit in die gleißende Sonne Roms – auf Goethes „Italienische Reise“: „Mit 22 Jahren nahm ich mir vor, dieses vermutlich völlig überschätzte Buch von diesem vermutlich völlig überschätzten Autor zu dekonstruieren. Und fand einen Schatz, von dem ich bis heute zehre: Indem man nicht nur tief in Rom und Italien eintaucht, sondern die eigene Wahrnehmung durch die Lektüre so geschärft wird, dass es für viele weitere Reisen reicht – wohin auch immer. Unbedingt die wunderbar kommentierte Münchner Ausgabe anschaffen: Man spart den Rom-Reiseführer!“ Ein Exemplar des berühmten Berichts erhalten Sie für 47 Euro hier (Hanser, 1992).
Urlaub ganz nah – Die Gluthitze Roms bleibt Berlin noch erspart. Wer Stadtlärm und Schwüle dennoch entfliehen möchte, lässt sich im Schatten des Tiergartens nieder: Am Fuße des marmornen Goethe-Denkmals laden Bänke und Wiesen zum Blättern in poetischen Reisegeschichten – und zum Sehnen in toskanische Villengärten. Um nicht auf leeren Magen zu schmökern, geht es zuvor fix nach Prenzlauer Berg: Im frisch eröffneten Viani (Schönhauser Allee 46) stellen sich Hungrige den eigenen Antipasti-Korb zusammen. Wir empfehlen Oliven plus Zitrone – und zum Nachtisch süße Torrone! Mo-Sa 10-20 Uhr, U-Bhf Eberswalder Straße. Das Goethe-Denkmal finden Sie in der Eberstraße 18, U-Bhf Brandenburger Tor.
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