zum Start in den Tag eine Line Koks? Klingt drastisch, ist aber gar nicht so abwegig: Berlin bleibt Rausch-Metropole. Das ahnt jeder, der sich kürzlich im Club, in der U-Bahn oder in verdächtig langen Toilettenschlangen in Bars und Restaurants wiederfand.
Nach Jahren ohne Datengrundlage (Kenner und Genießer erinnern sich an die legendäre Partie Behörden-Ping-Pong) gibt‘s wieder Zahlen der EU-Drogenagentur EUDA mit Berliner Beteiligung. Abwasser aus 130 Städten in 28 Ländern wurde auf Rückstände von Kokain, Ketamin, Cannabis, Speed und Crystal Meth untersucht. Es ist eine der präzisesten Momentaufnahmen des Drogenkonsums.
Die Hauptstadt schafft es gleich zweimal in die Top Ten: Platz 4 bei Cannabisrückständen, Platz 3 bei Ketamin – nur Amsterdam und Bristol liegen höher. Das als Narkosemittel entwickelte Ketamin wird immer populärer.
Und auch beim Kokain wird nachgelegt. Zwar ist der Konsum hier niedriger als etwa in Amsterdam oder Zürich, aber der Trend zeigt klar nach oben. Besonders übel: Während die meisten Substanzen am Wochenende Peaks haben, bleibt Kokain über die Woche konstant. Es ist kein Rausch, das ist Routine. Die interaktive (und nebenwirkungsfrei berauschende) Datenanalyse des Tagesspiegel Innovation Lab finden Sie hier.

Falls Sie heute privat oder beruflich mit unbequemen Themen und Vorwürfen konfrontiert werden, empfehlen wir folgende drei Sätze:
+ „Die Interpretation entbehrt jeder Grundlage.“
+ „Ich prüfe rechtliche Schritte.“
+ „Dazu ist alles gesagt.“
Immer und immer wieder wiederholte der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) diese Aussagen gestern auf der Senatspressekonferenz, als er auf die neuen Tagesspiegel-Recherchen zum Stromausfall angesprochen wurde (Checkpoint vom 17. März). Was an der Berichterstattung unzulässig sein soll, erläuterte er auch auf mehrfache Nachfrage nicht, sondern wich aus. Finale der etwa zehn äußerst unangenehmen Minuten: „Ich müsste mir den Tagesspiegel jetzt nochmal genauer anschauen.“ Immer eine gute Idee.
Am späten Nachmittag verschickte Wegners Anwalt Christian Schertz dann eine „Pressemitteilung“ (keine Unterlassung), in der er feststellte, er sei „beauftragt worden zu prüfen, inwiefern gegen diese kampagnenartige Formulierung presserechtliche Schritte einzuleiten sind“. Wir sind gespannt und freuen uns auf ein weiteres Kapitel Schertz vs. Checkpoint.
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Flying Sound – Virtuose Klassiknacht.
Der armenische Geiger Tigran Maytesian und der renommierte Pianist Prof. Daniel Blumenthal präsentieren ein leidenschaftliches Konzertprogramm in der großen Tradition der legendären Geiger Jascha Heifetz und Isaac Stern.
09.04.2026 | Ernst-Reuter-Saal Berlin
Nach jahrelangem Hin und Her haben sich CDU und SPD geeinigt: Die Ausbildungsplatzumlage kommt – aber anders als zuletzt geplant. Das Gesetz zur Schaffung von mehr Azubi-Plätzen soll ab 2027 für etwa 25 Prozent der Betriebe gelten, ab 2028 sollen sie eine Abgabe in einen Fonds zahlen. Mit dem Geld werden Unternehmen unterstützt, die zusätzliche Ausbildungsplätze schaffen. Ausgenommen von der Abgabe bleiben Betriebe mit weniger als zehn Beschäftigten – rund 75 Prozent in der Hauptstadt. Was neu ist: Nur wer neue Plätze schafft und über dem Schnitt von 3,1 Prozent liegt, bekommt die Kosten eines zusätzlichen Azubi-Platzes erstattet. Was gleich bleibt: Wirtschaftsverbände lehnen das Modell ab. Man befürchte, dass die Abgaben eines kleinen Betriebes, der keine Azubis findet, „zur vollständigen Finanzierung zusätzlicher Ausbildungsplätze in einem Konzern verwendet werden können“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung.
So schnell kann’s gehen: Matthias Hundt wird neuer Chief Digital Officer und damit Nachfolger von Martina Klement (CSU), die heute als Brandenburger Wirtschaftsministerin vereidigt wird. Hundt wechselt von der Elbe an die Spree: 2019 gründete er in Dresden das IT-Unternehmen „Sachsen digital“, das Behörden in Digitalisierungsfragen berät. Lieblingsthemen laut LinkedIn-Vita sind Breitbandausbau, digitale Infrastruktur und eGovernment. Seine regelmäßig erscheinenden Newsletter tragen Titel wie „Ich mach mir die Glasfaserwelt, wie sie mir gefällt“. Ein gutes Netz hat Hundt jedenfalls: Sein Instagram-Profil ist gespickt mit Selfies von CDU-Granden (Merz, Spahn, Voigt, Kretschmer, Amthor) und Ex-Stars der Liberalen (Lindner, Wissing). Analoge Zerstreuung findet Hundt wohl im Rudolf-Harbig-Stadion: Er ist Fan von Dynamo Dresden. Wir sind gespannt auf seine Aufstellung und Taktik für die Hauptstadt.
Erst im vergangenen Sommer war Franziska Giffey in Indien, in dieser Woche ist die SPD-Wirtschaftssenatorin wieder dort unterwegs: In der 13-Millionen-Einwohner-Stadt Bengaluru, die als Silicon Valley Indiens gilt, eröffnete sie ein neues Auslandsbüro. Es ist der dritte Standort nach Peking und New York. Damit will der Senat Firmen den Einstieg in den indischen Markt erleichtern und umgekehrt Investoren in die Hauptstadt locken.
Reichlich spät: Hamburg ist seit 2011 auf dem Subkontinent vertreten, das Ländle sogar mit zwei Büros. Bayern betreibt weltweit ganze 36 „Auslandsrepräsentanzen“, selbst Bremen liegt inzwischen vor Berlin. Jedes Bundesland verfolge seine eigene Strategie, betont die Wirtschaftsverwaltung auf Checkpoint-Anfrage. Ziel sei nicht, die bestehenden Auslandsvertretungen der Wirtschaft zu doppeln, sondern ein ergänzendes Angebot zu schaffen. Wir nehmen also, was übrig bleibt? Immerhin: „Planungen für die Einrichtung weiterer Auslandsbüros müssen Gegenstand kommender Haushaltsplanungen sein.“
Apropos Geldmangel: Dem Karneval der Kulturen, der eigentlich Ende Mai bunt durch die Stadt ziehen will, fehlen rund 250.000 Euro. „Wir wollen unbedingt stattfinden, aber es ist echt eng“, sagte Co-Leiterin Anna-Maria Seifert dem Checkpoint. Zögerliche Sponsoren, steigende Infrastrukturkosten, ein verschärftes Sicherheitskonzept und zusätzliche Toiletten – die Ausrichtung würde jährlich rund fünf Prozent teurer. Nun hat der Karneval eine Spendenseite eingerichtet. „Jeder kann helfen, den ein oder anderen Euro in den Karnevalshut zu werfen“, sagt Seifert. Was auch helfen würde: Wenn die Innenverwaltung Sperrmaterialien (sogenannte Oktagone, Pytagone und Poller) bereitstellen und die Wirtschaftsverwaltung Teile der Reinigungskosten (rund 200.000 Euro für die BSR) tragen könnte. Doch bislang gab es wohl keine Rückmeldung. „Zehn Wochen vor dem Fest brauchen wir dringend belastbare Aussagen.“
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Felix Mendelssohn Bartholdys packend-dramatischer Elias in der Philharmonie!
So 22. März 2026. 20 Uhr
Julia Sophie Wagner, Sopran
Henriette Gödde, Alt
Lukas Siebert, Tenor
Krešimir Stražanac, Bass
Brandenburgisches Staatsorchester Frankfurt
Philharmonischer Chor Berlin
Dirigent: Gregor Meyer (als Gast)
www.philharmonischer-chor.de
Und noch einmal zurück zu Rauschmitteln und „Sommer in Beirut“ und „Nightkiller“: So heißen die aromatisierten Zahnstocher von Rapper Massiv. Die fruchtigen Hölzer mit Geschmacksrichtungen wie Melone und Beere sind ein neuer Hype bei Teenagern, haben aber seit einigen Wochen auch einen zwielichtigen Zwillingsbruder: nikotingetränkte Zahnstocher, online oder unter der Hand in Spätis zu bekommen. „Ein schmackhafter Einstieg in die Abhängigkeit“, sagt Anna Freiesleben von der Fachstelle für Suchtprävention. Jeder Zahnstocher enthalte zwei bis sechs Milligramm Nikotin – bis zu zehnmal so viel wie eine Zigarette. Optisch sind die Sticks mit und ohne Nikotin nicht zu unterscheiden. Nicht nur für Eltern und Lehrer; auch die Jugendlichen wissen oft nicht, was genau sie da im Mundwinkel haben.
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Und noch drei Lesetipps aus der Tagesspiegel-Redaktion:
+ Egos von Alpha-Typen bedrohen Olympia und Expo: Exklusive Grafiken zeigen die geheimen Netzwerke, die jeweils für ihre Version der Großveranstaltungen werben.
+ „Ich weiß, das schaffst du“: Die preisgekrönte Berliner Lehrerin Fatma Kan gibt keinen Schüler auf.
+ „Ich war stinkend faul“: Früher war er Problemschüler, jetzt will Gordon Hoffmann (CDU) Brandenburgs Schulen als Bildungsminister besser machen.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Neues in Sachen Partizipationsgesetz: Wie berichtet hält Justizsenatorin Felor Badenberg (CDU) die Bevorzugung von Bewerbern mit Migrationshintergrund bei Behörden-Jobs für verfassungswidrig. Jetzt zeigt sich: Sie stoppte im Herbst ein Auswahlverfahren der Staatsanwaltschaft. Zwei Kandidatinnen mit Migrationshintergrund wurden trotz vorläufiger Zusage nicht eingestellt. Der Gesamtstaatsanwaltsrat protestiert, einer der beiden Fälle kommt vor Gericht.
Friendly Reminder: Heute bleibt die Hauptstadt am Boden. Wegen des Warnstreiks der Gewerkschaft Verdi wurden am BER alle Passagierflüge gestrichen. Kollegin Heike Jahberg hat Last-Minute-Tipps für Betroffene hier zusammengestellt.
Apropos Brandenburg: Unverzüglich hat Ex-CDO und Wirtschaftsministerin in spe Martina Klement (CSU) ihre Wettschulden beglichen und am Dienstag einen Kasten bayerisches Bier ins Checkpoint-Büro liefern lassen (hier der Fotobeweis). Stark! Wir diskutieren noch über die passende Biermarke und revanchieren uns so schnell wie möglich.
Mit dem Zug geht’s Richtung Guben: Nach dem eher mäßigen Zuspruch im vergangenen Jahr zieht‘s diesmal deutlich mehr Berliner zum Probewohnen an die Neiße. In der neuen Runde kommen 22 der 79 Bewerbungen aus der Hauptstadt, teilte eine Sprecherin dem Checkpoint mit – mehr als aus jedem anderen Bundesland.
Auch tierischen Zuwachs gibt’s hier regelmäßig: Die Jahresinventur ergab im Zoo 21.930 Bewohner aus 1021 Tierarten, im Tierpark 6444 Tiere aus 632 Arten. Neu im Zoo sind unter anderem Flachland-Viscachas, Madagaskar-Gelenkschildkröten und Inland-Taipane. Und eine der jüngsten Bewohnerinnen im Tierpark hat seit gestern einen Namen: Das Tigerbaby heißt „Lilly“.
Lust auf heiße Storys? Die Feuerwehr sucht eine neue Redaktion für ihr Mitarbeitermagazin „333“. Es ist benannt nach dem gleichnamigen Alarmton in den Feuerwachen (Gong-Gong-Gong), haben wir recherchiert. Reicht das schon als Bewerbung?
In Kladow spielt man nicht nur Tennis, sondern auch Schach. Und die zwölfjährige Klara ist so gut, dass sie bei der Jugend-Schach-WM in Italien antreten möchte. Was noch fehlt: Geld für die Reisekosten. Fans und Unterstützer können hier spenden.
Erstmal keine Geldsorgen hat Albas Co-Trainer Vladimir Bogojevič: Er hat in dieser Woche 64.000 Euro bei „Wer wird Millionär?“ gewonnen, mit richtigen Antworten zu Kultfilmen, Vögeln, Autos und Raumfahrt. Eine Sportfrage gab‘s für den Basketball-Coach auch – zum Thema Cricket.
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Tagesspiegel „Vital-Welt“ meets Waldorf Astoria Berlin: Erleben Sie einen Tag der Entspannung in dieser Wohlfühloase im Herzen Berlins mit fünf Therapieräumen, wolkenförmigem Pool, finnischer Sauna, Dampfbad, Fitnessstudio und Sonnenterrasse auf der 6. Etage. Jetzt buchen!
Kröten suchen sie auch in Reinickendorf: Damit die Amphibien sicher zu ihren Laichgebieten kommen, bittet der Bezirk Freiwillige, die Tiere über die Straße zu tragen. Weil das nicht so laicht ist, wie es klingt, gibt’s vorher eine Schulung.
Der Deutsche Fahrradpreis geht nach Berlin. Ausgezeichnet wurde das „Realexperiment Komfortables Kopfsteinpflaster“, erstmals getestet vor einem Jahr am Schöneberger Priesterweg. Fernab von flachgefrästen Pisten bleibt Radfahren streckenweise ein Sport für Experimentierfreudige.
„Amt, aber glücklich“ ist Checkpoint-Leserin Michaela Prinz: Bei ihrer Ummeldung im Bürgeramt Hohenzollerndamm konnte sie zusätzlich einen Anwohnerparkausweis und ihren bald ablaufenden Personalausweis neu beantragen. Wir dürfen weitergeben: „Vielen Dank an die supernette Dame von Tisch 6 und ihre freundliche Kollegin von Tisch 3!“
Zitat
„Das liegt auch daran, dass wir in Bruchbuden arbeiten, mit Dreckskarren durch die Gegend fahren und es nicht die Rückendeckung aus der Politik gibt, die wir brauchen.“
GdP-Vize Thorsten Schleheider zu den Gründen, warum rund ein Drittel der Studienplätze bei der Polizei unbesetzt bleibt.
Stadtleben
Verlosung – Lange keinen Buster-Keaton-Film mehr gesehen? Dann winkt hier das Schicksal: Das Theater im Delphi feiert den großen Komiker mit einem Filmkonzert mit dem Metropolis Orchester Berlin, gezeigt wird die Stummfilmkomödie „Steamboat Bill, Jr.“ (1928). Es gibt zwei Vorstellungen (21./22.3.), wir verlosen 2x2 Karten für das Konzert am Sonnabend (19.30 Uhr)! Bewerbung hier, regulär ab 29/27 Euro, Gustav-Adolf-Str. 2, S Prenzlauer Allee
Essen & Trinken – Hat die gleiche Adresse wie das Finanzamt Neukölln, ist aber viel bunter: das „Desi Diner“. Mit seinen bonbonfarbenen Details wirkt es wie ein Mix aus American Diner der 50er und Arbeiterkantine der 60er Jahre. Shabnam Syed setzt dort auf südasiatisch inspiriertes Comfort Food wie Pakora-Waffeln mit Masala-Huhn, Mango-Linsensalat oder ein Daal der Woche. Alles farbenfroh und würzig, ohne zu erschlagen. Mi-Fr 10-15 Uhr, Thiemannstr. 1, S Sonnenallee
Für umme – Gelegenheit, Zivilcourage zu zeigen, hat man an der Spree ja immer wieder mal. Aber, wie macht man es am besten? Deeskalierend und möglichst klug? Anlässlich der „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ im März bieten Bibliotheken in allen Bezirken kompakte Zivilcourage-Trainings an. Zum Beispiel am Donnerstag in der Humboldt-Bibliothek (11 & 16 Uhr). Anmeldung hier, keine Kosten, Karolinenstr. 19, U Alt-Tegel
Noch hingehen – Orchideen schmücken viele Fensterbretter, gelten aber auch als anspruchsvolle Diven. Die Biosphäre Potsdam zeigt derzeit eine Orchideenschau (bis 29.3.): in allen Nuancen, von zart bis leuchtend, Klassiker und Exoten. Eine Fotostrecke zu wilden Orchideen gibt’s auch, plus Tipps zur Pflege (nächstes „Orchideen-Café“: 25.3.). Georg-Hermann-Allee 99, Potsdam, Mo-Fr 9-17, Sa/So 10-17.30 Uhr, 18/14 Euro
Kiekste
Der Frühling ist zurück in Berlin: In Fennpfuhl werden die Sonnenschirme aufgespannt und die Fenster bekommen ihren Frühjahrsputz. Ist Ihr Balkonien auch schon bereit? Dieser Schnappschuss stammt von Checkpoint-Leser Matthias Kanisch. Vielen Dank! Schicken auch Sie uns Ihre schönsten, kuriosesten und überraschendsten Berlin-Momente an checkpoint@tagesspiegel.de und an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – A115: In den beiden folgenden Nächten ist die Autobahn von 21 bis 5 Uhr in Richtung Dreieck Funkturm zwischen Kreuz Zehlendorf und der Anschlussstelle Spanische Allee gesperrt.
A111 (Reinickendorf-Zubringer): Von 21 bis 5 Uhr ist die Autobahn in Richtung Dreieck Charlottenburg zwischen den Anschlussstellen Schulzendorfer Straße und Am Festplatz gesperrt.
Fürstenwalder Allee (Rahnsdorf): Bis Ende April steht an verschiedenen Abschnitten zwischen Fichtenauer Straße und Rialtoring nur ein gemeinsamer Fahrstreifen für beide Fahrtrichtungen zur Verfügung.
Tiergarten: Der Tiergartentunnel ist in den folgenden Nächten bis 19./20.03. gesperrt, in Fahrtrichtung Kreuzberg jeweils von 20.30 bis 5 Uhr & in Fahrtrichtung Moabit von 21 bis 5 Uhr.
Regionalverkehr – FEX: In den folgenden Nächten (bis 20./21.3.) fallen die zwischen Charlottenburg und Flughafen BER fahrenden Züge aus.
Demonstration – Für heute sind sieben Demos angemeldet (Stand 17.3., 15 Uhr), u.a. „Gedenken an die Revolution 1848/49“: 100 Menschen, „Paul-Singer-Verein“, Ernst-Zinna-Weg 1 (9-18 Uhr)
„Stoppt Hinrichtungen im Iran/Solidarität mit den Bürgerprotesten im Iran“: 30 Demonstrierende, Podbielskiallee 67 (11-18 Uhr)
„Werbung für den Gedenktag 18. März – Würdigung der Deutschen Revolution von 1848/49 – Für demokratische Tradition und revolutionären Geist“: 100 Teilnehmende, „Aktion 18. März“, Platz des 18. März (15-16 Uhr)
Gericht – Weil sie eine Schönheits-OP nicht nach den Regeln der ärztlichen Kunst vorgenommen haben sollen, müssen sich eine 56-Jährige und ein Arzt (50) verantworten. Die Frau soll bei einer Patientin eine Augenlidstraffung durchgeführt haben, obwohl sie nicht über die notwendige Qualifikation verfügte. Sie habe nicht fachgerecht gearbeitet und eine Naht falsch gesetzt. Der mitangeklagte Inhaber der Praxis sei zunächst nicht eingeschritten (9.30 Uhr, Amtsgericht Tiergarten, Kirchstraße 6, Saal K2115).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Kristina Fodjo (21), Handballspielerin bei den Füchsen Berlin / Karin Hausen (88), Historikerin, Pionierinnen der Frauen- und Geschlechtergeschichte, gründete das Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung an der TU / „Timo Manthey (63): Hallo kleiner großer Bruder, alles Liebe zum Geburtstag von Ellen und Lony“ / Wilson Gonzalez Ochsenknecht (36), Schauspieler und Sänger („Die Wilden Kerle“, „Späti“) / „Lieber Hr. Dr. Scheierbutzler, alles Gute und weiterhin viel Epsotarie im Leben zu ihrem 80. Geburtstag. Ihre Brüder Lothar und Lothar – Ohrensausen ahoi!“ / „Peter Senftleben: Unserem Papa und Opa alles Liebe zum 80. Geburtstag! Bleib gesund und wir freuen uns auf die Familiensause in Dänemark!“ / Anne Will (60), Journalistin und Fernsehmoderatorin, seit 2024 Podcast „Politik mit Anne Will“
Nachträglich: „Meiner Lieblingsmama Bärbel Schön ganz liebe Glückwünsche zum Geburtstag ❤️“
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn oder der Lieblingskollegin zum Geburtstag, den Großeltern zum Hochzeitstag oder einem Sportverein zum Jubiläum im Checkpoint gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de. +++
Gestorben – Antonius August Behnke, * 18. Mai 1950, verstorben am 27. Februar 2026 / Wilfried Boysen, * 22. September 1944, verstorben am 8. März 2026 / Evelyne Hamm-Rieder, * 17. November 1961, verstorben am 20. Februar 2026 / Christine Raiser-Süchting, * 21. Januar 1941, verstorben am 6. Februar 2026 / Prof. Dr. Wolfgang Spiegel, * 15. Januar 1944, verstorben am 1. März 2026 / Hartmut Ziegler, * 31. August 1942, verstorben am 16. Februar 2026
Stolperstein – Max Hanff (*1888) war Kaufmann und verheiratet mit Alma Emma Abbe. Sie führte das Uhren- und Goldwarengeschäft ihres Vaters nach dessen Tod gemeinsam mit ihrer Schwester weiter. Max und Alma hatten einen Sohn, der 1939 nach Palästina emigrierte. Max Hanff starb, von den Nazis gedemütigt und entrechtet, am 18. März 1940 in seiner Wohnung. An ihn erinnert ein Stolperstein in der Alten Jakobstraße 140 in Kreuzberg.
Encore
Abschließend ein (ent)spannendes Urteil des Verwaltungsgerichts: Angestellte Masseure dürfen auch sonntags und an Feiertagen arbeiten. Allerdings nur, wenn sie Massagen in Freizeit-, Erholungs- und Vergnügungseinrichtungen anbieten. Begründung: „Freizeit und Vergnügen“ liegen nach Ansicht der Richter auch dann vor, wenn sich Kunden „passiv einer Dienstleistung“ überlassen. Ob die Logik wohl für alle Branchen gilt?
Aktiv und vergnügt waren Anke Myrrhe, Anne Roggensack und Björn Seeling (Recherche und Texte), Antje Scherer (Stadtleben) und Jennifer Katona (Produktion). Morgen kümmert sich Daniel Böldt um Arbeit, Freizeit und alles dazwischen. Ihnen einen schönen Tag und bis bald!
