der Frühling ist da und Sie bekommen Lust auf Sport? Dann ab zum Berliner Hauptbahnhof, wo immer noch 35 Rolltreppen außer Betrieb sind – und Kofferträger ihr Comeback aus der Chronik der verschwundenen Jobs schaffen. Hat die Deutsche Bahn inzwischen verraten, wann es wieder mechanisch auf- und abwärts gehen soll? Nö. Gestern interviewte die RBB-Abendschau mal wieder keuchende Fahrgäste und beobachtete, dass nur an einer Anlage Arbeiten stattfanden – die versprochene Taskforce zur Koordinierung der Reparaturen sortiert sich wohl noch. Kann man mit Rolltreppen Wahlkampf machen? Das weiß nicht nur ein gewisser US-Präsident.
„Es ist mir fast peinlich, das zu fordern“, behauptet Berlins SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach. „Aber kann der Regierende Bürgermeister der deutschen Hauptstadt bitte einmal die Deutsche Bahn anrufen und zum Klartext einladen, oder ist neben Rolltreppen am Hauptbahnhof auch die Verantwortung fürs große Ganze außer Betrieb?“ Fortsetzung rollt.
Das Entsetzen war groß, als der Leiter der deutsch-arabischen Schule in Neukölln, Hudhaifa Al-Mashhadani, eines Vormittags von einem Mann in der U-Bahn angegriffen und mit dem Tode bedroht worden ist. Jetzt stellt sich heraus: Das Ganze ist offenbar erfunden. Bilder einer Überwachungskamera, die dem Tagesspiegel vorliegen (hier zu sehen), scheinen das zu belegen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt jetzt gegen den 44-Jährigen, der als anerkannter Kämpfer gegen Antisemitismus und Islamismus gilt, wegen des Verdachts der falschen Verdächtigung.
Es gibt noch weitere Ungereimtheiten, die Al-Mashhadanis Lebenslauf betreffen. Er will in den USA promoviert haben, nur vergibt das fragliche Uni-Institut in Texas keine akademischen Grade. Er will Parlamentsabgeordneter im Irak gewesen sein – offenbar war er lediglich Mitarbeiter eines Abgeordneten. Und dann sind da noch teils islamistische, verschwörungstheoretische und antisemitische Beiträge im Netz, die der Heidelberger Nahostwissenschaftler Tom Khaled Würdemann mit Al-Mashhadani (der kürzlich fürs Bundesverdienstkreuz vorgeschlagen worden ist) in Zusammenhang bringt.
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Gut zwei Monate vor dem Start der Freibadsaison dürfte diese Meldung unter Vielschwimmern Wellen schlagen: Die Berliner Bäderbetriebe haben die Sommer-Mehrfachkarte abgeschafft. Für 70 Euro gab es damit 20 Eintritte. 2025 wurden laut BBB 20.500 Mehrfachkarten verkauft. Stattdessen gilt nun ein komplexes Abo-System, das Bäder je nach Ausstattung in drei Kategorien einteilt. Das günstigste Abo kostet 30 Euro im Monat, erlaubt aber nur zwei Besuche pro Woche in Bädern der Kategorie 2 und 3. Mindestlaufzeit: Drei Monate.
Checkpoint-Leserin Nina Witte hilft das nichts, sie lebt in der Nähe von Freibädern der Kategorie eins (z.B. Neukölln und Kreuzberg). „Wer denkt sich so einen Schwachsinn aus – heimlich, still und leise – und nennt das Ganze dann ‚transparent und fair‘?“. Statt 3,50 Euro pro Besuch mit dem Mehrfachticket muss sie nun sieben Euro für eine Einzelkarte zahlen. „Niemand ist glücklich, wenn sich die Eintrittspreise ändern“, schreibt eine BBB-Sprecherin dem Checkpoint. Doch die letzte Tarifreform liege zehn Jahre zurück; gestiegene Energie- und Personalkosten hätten eine Anpassung nötig gemacht.
Die merkwürdigen Zettel mit provokanten Sprüchen flattern am Alex, kleben am Berghain und sogar vor dem Tagesspiegel. „Ficken statt Facebook“, heißt es darauf, oder „Lieben statt Liken“. Unterzeichnet von der „Radikalen Anti Smartphone Front“ (RASF), die eine eigene Website hat.
Dahinter steckt Benno Flügel. Und die Zettel sind keineswegs neu, sagt er dem Checkpoint. „Die stammen noch aus meiner Studentenzeit vor zehn Jahren, ich habe sie kürzlich im Schrank wiedergefunden.“ Die künstlerischen Plakate sollen zum Austausch anregen. Schon damals sei es ihm auf die Nerven gegangen, dass Freunde auf ihre Handys starrten, statt sich zu unterhalten. Doch während er vor zehn Jahren beim Plakatieren noch angeblafft worden sei, wollten sich ihm heute immer wieder Leute anschließen. „Seit dem Aufstieg kalifornischer Tech-Oligarchen nehmen mehr Menschen die Bedrohung digitaler Abhängigkeit wahr“.
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CLASSIC OPEN AIR GENDARMENMARKT
Lieblingsmomente:
9.7. Konzerthausorchester Berlin,
Leitung Joana Mallwitz
Solist Hayato Sumino
10.7. Giovanni Zarrella
Eine italienische Sommernacht
11.7. Joja Wendt & Friends
12.7. David Garrett,
Millennium Symphony
13.7. HAEVN with Band &
String Ensemble
14.7. Alphaville Symphonic. Mehr
Von Klasse 1 bis 13 an derselben Schule bleiben: Ist das die Lösung für Berlins Bildungs- und Schulplatzmisere? Gemeinschaftsschulen werden immer beliebter, gerade bei Familien, die keine Lust haben auf den irren Stress um Gymnasialempfehlungen und Aufnahmetests, die stadtweit nur 15 Kinder bestehen. Die Plätze sind jedoch rar und gerade nach der Grundschule schwieriger zu bekommen, als vielen bewusst ist. Das hat auch die Politik verstanden: Sowohl Linke als auch Grüne fahren das Thema groß im Wahljahr 2026. Die Grünen-Fraktion im Abgeordnetenhaus etwa verspricht eine Verdopplung der 26 Berliner Gemeinschaftsschulen bis 2030 und tourt damit derzeit sogar durch die Bezirke – heute Abend gastiert der Werbetrupp in Spandau.
Was denken Sie zum heißesten Schul-Wahlkampfthema?

Noch bis zum 8. Mai bitten Berlins Volksbegehren um Unterschriften: Nach Checkpoint-Informationen hat die Initiative „Berlin werbefrei“ bislang 5675 beim Landeswahlamt eingereicht, „Berlin autofrei“ kommt auf 20.800. Geprüft wird jede einzelne von den Bezirkswahlämtern – eine langwierige Aufgabe.
„Die Prüfung einer Unterschrift dauert etwa eine bis 1,5 Minuten. Im Durchschnitt können so etwa 40 Unterschriften je Stunde geprüft werden“, erklärt Landeswahlleiter Stephan Bröchler. Für die erforderlichen 174.000 gültigen Unterschriften fallen so „mindestens 4350 Arbeitsstunden“ an. Die ungültigen Unterschriften (etwa 15 Prozent) sind da noch nicht eingerechnet.Mathe mit dem Checkpoint: Eine einzelne Vollzeitkraft würde etwa drei Jahre brauchen – und vermutlich vor Langeweile wahnsinnig werden.
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Zum Weiterlesen: Diese Tagesspiegel-Artikel lohnen sich heute besonders!
+ Personalbedarf bis 2035: In Berlin müssen 560.000 Stellen neu besetzt werden
+ Cafés, Clubs, Arztpraxen, Shops: Neue App gibt queeren Menschen Orientierung in Berlin
+ „Wir haben jede Menge Fehler gemacht“: Die Mitgründerin der Brauerei BRLO im großen Interview
Berliner Schnuppen
Telegramm
Unruhegehalt. Der Streit zwischen dem RBB und seiner früheren juristischen Direktorin Susann Lange wird heute vor dem Bundesarbeitsgericht in Erfurt verhandelt. Lange war im Zuge der Affäre um Intendantin Patricia Schlesinger fristlos gekündigt worden. Vor Gericht geht es unter anderem um ein 1,8-Millionen-Euro-Ruhegeld bis zu Langes Renteneintritt.
Hat da jemand „Affäre“ gesagt? Die Kulturverwaltung sucht derzeit via Vergabeplattform einen externen Dienstleister für die „Durchführung einer vertieften Verwendungsnachweisprüfung für 60 Verwendungsnachweise“. Dabei solle sichergestellt werden, dass Fördermittel „zweckgebunden, ordnungsgemäß, sparsam und wirtschaftlich verwendet wurden“.
Videoüberwachung mithilfe von KI soll künftig an Kotti, Görli und weiteren „kriminalitätsbelasteten Orten“ (kbO) zum Einsatz kommen – und am Roten Rathaus, dem Berliner Abgeordnetenhaus und dem Sitz der Innenverwaltung. Wir verkneifen uns mal die billigsten Witze und berichten lieber:
Neue Details zum Superbowl-Ausflug der Innensenatorin (Checkpoint vom 5. März): Wie eine Anfrage der Grünen-Abgeordneten Klara Schedlich ergab, flogen Iris Spranger (SPD) und Entourage in der Business Class in die USA. Die Innenverwaltung begründet, die Reiseklasse sei „erforderlich“ gewesen, „um die Arbeits- und Aufnahmefähigkeit der Delegation zu gewährleisten“. Nicht, dass da noch jemand einen Touchdown verschnarcht.
Erfreuliche Nachrichten aus dem Dönerladen: „In Berlin sind derzeit punktuelle Preisrückgänge zu beobachten“, sagte Erdogan Koc vom Verband der Dönerproduzenten Deutschland der dpa. In einigen Imbissen sei der Preis zwischen 50 Cent und einem Euro gesunken.
Falls Ihr Rad den Winter nicht verkraftet hat: Der Zoll versteigert heute Abend (18 Uhr) zehn Damen- und zwei Herrenfahrräder. Zum Zustand heißt es: „Verborgene Schäden, Funktionsmängel oder notwendige Reparaturen sind nicht auszuschließen.“ Berlin eben.
Smalltalk-Wissen zur BaWü-Wahl. Hartnäckig hält sich ja das Gerücht, die Schwaben überrennen Berlin. 2024 zogen nach der letzten amtlichen Statistik 5740 Menschen von Deutsch-Südwest nach Deutsch-Nordost – weitaus weniger als aus Bayern (7160), NRW (8917) und vor allem Brandenburg (17.006). Umgekehrt gingen fast ebenso viele Menschen von Berlin nach Baden-Württemberg. Am Ende blieb ein Schwaben-Plus von 361.
Apropos Baden-Württemberg: Am 10. März 1985, also vor genau 41 Jahren, fährt die Berliner SPD „ihr schlechtestes Wahlergebnis seit Kriegsende“ ein (Q: Wikipedia). Raten Sie kurz mal? Es waren, jawohl, genau: 32,4 Prozent. Es kommentiert ein Berliner Schwabe: „Früher war mehr Lametta“ – sogar bei Wahlniederlagen.
Eine neue Führung im Schloss Charlottenburg richtet sich gezielt an Menschen mit Demenz. Eine Darstellerin führt als Königin Sophie Charlotte durch die Räume. Lebendige Erzählungen ersetzen dichte historische Fakten. Lavendeldüfte, das Fühlen von Damaststoffen und höfische Musik „eröffnen Zugänge über Erinnerungen und Emotionen“. Hört hört!
In den Osterferien entdecken wir die Hauptstadt noch einmal neu: Wo ist es in Ihrem Bezirk besonders schön? Welche Ecken sollte jeder Berlinkenner (und alle, die es werden wollen) gesehen haben? Schicken Sie uns an checkpoint@tagesspiegel.de Highlights aus Ihrem Bezirk: Ob gemütliche Cafés, Kuriositäten, Relikte aus der Geschichte, großartige Spielplätze oder geheime Parks – wir stellen daraus für alle zwölf Bezirke zwölf unvergessliche Osterspaziergänge zusammen. Wir sind gespannt!
Richtigstellung: Die Stellvertretende Linken-Vorsitzende Martha Kleedörfer war nach Angabe einer Sprecherin am Wochenende nicht auf einer Pro-Palästina-Demo (CP von gestern) sondern auf einer Demonstration des Woman Life Freedom Collective und dem Verein iranischer Flüchtlinge, unter dem Motto „Nein zum Krieg! Nein zur Islamischen Republik!“. Der Slogan „To our killers, war is a bless“ (Übersetzung: „Für unsere Möder ist der Krieg ein Segen“) sei durch Anführungsstriche als Zitat gekennzeichnet gewesen. Er habe sich auf eine Rednerin der Kundgebung bezogen, die mit diesen Worten ihre Ansicht dargelegt habe, „dass die Angriffe auf Iran das Regime im Inneren stärken und so einer Befreiung der Menschen im Iran — wie es die Organisatorinnen der Demo fordern — entgegenstehen“.
Zitat
„Berlin ist nicht das Land der Häuslebauer, sondern die Mieter-Hauptstadt.“
Müssen die Berliner Grünen mehr Özdemir wagen? Werner Graf, Spitzenkandidat der Grünen bei der Abgeordnetenhauswahl, fremdelt etwas mit dessen Realo-Kurs. Stattdessen müsse man „ein Angebot machen, das zum Bundesland passt“.
Stadtleben
Verlosung – Die ersten Vorstellungen waren fix ausverkauft, jetzt gibt es wieder Karten: Studierende der Hochschule Ernst Busch bringen Mareike Fallwickls Bestseller „Und alle so still“ als Mischung aus Puppen- und Schauspiel auf die Bühne. Es geht, ganz grob, um drei Frauen, Revolte und Menschlichkeit. Wir verlosen 2×2 Karten für den 27.3.! Bewerbung hier, 20 Uhr, Schaubude, 12-25 Euro, Greifswalder Str. 81-84, S Greifswalder Straße
Essen & Trinken – Dieses Rührei! Herrlich luftig, dazu buttrige Brioche – besser kann ein Tag kaum beginnen. Zumal auf der „Nomad“-Karte auch imposante Pancake-Türme stehen. Die Bar mixt Drinks, die schon vor Sonnenuntergang schmecken, abends wird der Laden zum smarten Bistro. Draußen sitzen geht auch schön. Brunch: Di-So 9-15 Uhr, Dinner: Di-Sa 18.30-22.30 Uhr, Borsigstr. 28, S Nordbahnhof
Noch hingehen – Nach dem Vietnamkrieg begann der Fotograf Joel Sternfeld im Herbst 1978 eine jahrelange Reise durch die USA, um ein Gefühl für sein Land wiederzufinden. Die Ausstellung „American Prospects“ (verlängert bis 18.4.) zeigt die seltsame Schönheit, die er am Straßenrand fand. Beim Betrachten hat man das Gefühl, Sternfeld müsse sich dringend wieder auf den Weg machen. Buchmann Galerie, Di-Sa 11-18 Uhr, Eintritt frei, Charlottenstr. 13, U Kochstraße
Berlinbesuch – CO₂-freie Weltreise für den guten Zweck: Dazu lädt das Kammerorchester Unter den Linden am Sonnabend unter dem Motto „In 60 Minuten um die Welt“ ein. Alle Erlöse gehen an den Verein Kinderhilfe, der Familien mit krebs- und schwerkranken Kindern unterstützt. Zu hören ist u.a. Tschaikowskys „Nussknacker“ (19 Uhr), Französische Friedrichstadtkirche, 30 Euro, Gendarmenmarkt 5, U Hausvogteiplatz
Kiekste
Alles, was eine Berliner Bar ausmacht: exklusiv, klein, leicht heruntergekommen, mit eigenem Duft, den man nie vergisst – und natürlich gut mit den Öffis erreichbar. Diesen Fund hat Checkpoint-Leser Martin Jacob in der Motzstraße in Schöneberg gemacht und für uns festgehalten. Vielen Dank! Schicken auch Sie uns Ihre schönsten, kuriosesten und überraschendsten Berlin-Momente an checkpoint@tagesspiegel.de und nehmen an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – Am Juliusturm (Haselhorst): Stadtauswärts ist in Höhe Zitadellenweg der rechte Fahrstreifen für ca. zwei Wochen gesperrt.
Hansastraße (Lichtenberg): Zwischen Indira-Gandhi-Straße und Buschallee kommt es bis Freitag zu Einschränkungen.
Alexanderplatz (Mitte): Bis voraussichtlich Mitte nächsten Jahres steht auf der Alexanderstraße in Richtung Otto-Braun-Straße nur ein Fahrstreifen zur Verfügung.
Nahverkehr – S-Bahn – S85 und S9: Von 21.45-1.30 Uhr fahren keine S-Bahnen zwischen Altglienicke und Schöneweide.
S46 und S8 und S47: Von 21.45-1.30 Uhr fahren keine S-Bahnen zwischen Grünau bzw. Spindlersfeld und Schöneweide.
Demonstration – Für heute sind zwölf Demos angemeldet (Stand 9.3., 15.30 Uhr), u.a. „Kundgebung im Rahmen des bundesweiten Warnstreikes bei der AOK innerhalb der aktuellen Einkommensrunde“: 100 Teilnehmende, „Gewerkschaft der Sozialversicherung“, Wilhelmstr. 1 (11-14 Uhr)
„Demo bei IAV“: 600 Demonstrierende, „IG Metall“, Dovestr./Helmholtzstr., Gotzkowskystr., Carnotstr. 1 (12.15-14 Uhr)
„10. März Protest. Mit der Demonstration erinnert (...) an den tibetischen Volksaufstand von 1959 in Lhasa und machen auf die aktuelle Menschenrechtslage in Tibet aufmerksam“: 80 Menschen, „Tibet Initiative Deutschland“, Alexanderplatz, Fischerinsel, Jannowitzbrücke (14-17 Uhr)
Gericht – Nach vier Überfällen auf Personen, die kurz zuvor beim Glücksspiel gewonnen hatten, muss sich ein 20-Jähriger wegen schweren Raubes und gefährlicher Körperverletzung verantworten. Mit Komplizen habe er Opfer nach dem Verlassen von Spielstätten verfolgt und attackiert. Betroffen waren drei Männer und eine 79-jährige Frau (9 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal A736).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Bülent Akıncı (59), Filmregisseur und Drehbuchautor („Der Lebensversicherer“) / Simon Plaskie (25), belgischer Volleyballspieler bei den BR Volleys / Marianne Rosenberg (71), Sängerin („Er gehört zu mir“) / Mark Waschke (54), Schauspieler, ermittelt seit 2015 als „Robert Karow“ im Berliner „Tatort“
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn oder der Lieblingskollegin zum Geburtstag, den Großeltern zum Hochzeitstag oder einem Sportverein zum Jubiläum im Checkpoint gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de. +++
Gestorben – Dr. Horst Artur Engelhardt, * 20. November 1949, verstorben am 27. Februar 2026 / Dr. Evelyn Klengel, * 13. Dezember 1932, verstorben am 8. März 2026, Direktorin a.D. des Vorderasiatischen Museums der Staatlichen Museen zu Berlin / Dr. Fred Mengering, * 4. Juli 1959, verstorben am 22. Februar 2026 / Jürgen Reddel * 22. August 1937, verstorben am 8. Februar 2026 / Veronika Schettler, * 6. Oktober 1947, verstorben am 28. Februar 2026 / Dr. Ulrich Schlie, * 25. Juni 1931, verstorben am 26. Februar 2026
Stolperstein – Martha Liebermann geb. Marckwald (*1857 in Berlin) war verheiratet mit dem Maler Max Liebermann, das Paar hatte eine Tochter. Ihr Mann starb 1935, die Tochter ging mit Mann und Kind in die USA. Martha Liebermanns später Versuch, in die Schweiz oder nach Schweden zu emigrieren, misslang. Als am 5. März 1943 ihre Deportation drohte, nahm Martha Liebermann eine Überdosis Veronal, an der sie am 10. März starb. An sie erinnert ein Stolperstein am Pariser Platz 7 in Mitte.
Encore
Andy (50) aus Reinickendorf schläft so laut wie ein Presslufthammer. Nacht für Nacht erreicht er bis zu 106 Dezibel (fast so laut wie ein Rockkonzert), niemand in der Hauptstadt schnarcht lauter. Der Sender 105‘5 Spreeradio, der wöchentlich Berliner Rekorde sucht, kürte ihn zur Oberschnarchnase des Landes.
Der Champion gibt sich überrascht: „Ich war immer felsenfest davon überzeugt, dass ich gar nicht schnarchen würde“. Doch am nächtlichen Mitschnitt (Beweismittel bei der Siegebestimmung) ist nichts zu rütteln. „Man kann sich schmeichelhaftere Rekorde vorstellen, aber es ist ja auch eine witzige Sache.“
Ob das auch seine Partnerin so sieht? „Ich habe Oropax drin, aber die fallen manchmal raus“, sagt Janine, die seit 22 Jahren mit Andy zusammen ist und ihn nachts immer mal rüttele. Wenn es gar nichts bringe, flüchte sie auf die Couch. „Übrigens habe ich eine Doppel-Beschallung im Bett: Links liegt mein Mann und rechts mein Kater, der auch schnarcht.“
Wir feiern heute das aufgeweckteste Recherche- und Schreibteam aller Zeiten: Björn Seeling, Christoph Papenhausen und Anna Panick. Das Stadtleben von Antje Scherer macht Berlin täglich zum Traum, Jasmine Dellé servierte diesen Checkpoint pünktlich zum Frühstück. Morgen rütteln Lorenz Maroldt und Valentin Petri die Hauptstadt wach.
Einen frohen Dienstag wünschen

