Dienstreise nach San Francisco: Spranger und Berliner Polizeipräsidentin Slowik Meisel besuchten Super Bowl

Offizieller Grund: Möglichst viele Spiele der NFL nach Berlin holen. Das war der Innenverwaltung zu wenig, deshalb gab es für Spranger und Slowik Meisel noch mehr Stationen. Von Daniel Böldt und Margarethe Gallersdörfer.

Dienstreise nach San Francisco: Spranger und Berliner Polizeipräsidentin Slowik Meisel besuchten Super Bowl
Foto: dpa / Bernd von Jutrczenka

Touchdown Iris Spranger (SPD): Berlins Innen- und Sportsenatorin reiste Anfang Februar nach San Francisco zum Super Bowl. Nur warum? Die NFL nach Berlin zu holen, scheidet als Anlass aus. Im November 2025 fand bereits eine Partie der Football League im Olympiastadion statt. Für 2027 und 2029 sind weitere Spiele geplant. Laut Innenverwaltung ging es bei dem Besuch darum, „möglichst viele Spiele der National Football-League (NFL) für Berlin zu gewinnen“ (Q: Schriftliche Anfragen von Grünen und Linken). Bekommt das Olympiastadion etwa einen neuen Ankermieter?

Wohl eher nicht. Letztlich war selbst der Innenverwaltung der Anlass ein wenig dünn für eine Dienst-Fernreise. Spranger nahm also kurzerhand noch Berlins Polizeipräsidentin Barbara Slowik Meisel mit. Zusammen besuchten sie nach dem Spiel Polizei- und Feuerwehrbehörden in San Francisco und Oakland sowie ein Frauenhaus und eine Wohnungslosenunterkunft. Dann waren die zweieinhalb Tage Dienstreise auch schon rum. Reisekosten für Spranger und Slowik Meisel sowie zwei Mitarbeitende: 33.500 Euro.