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Hilfsangebote gegen EinsamkeitSohn von Hatun Sürücü aufgetauchtDer nervige Signalton der S-Bahn

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Advent, Advent, ein Lichtlein brennt. Und muss vielleicht auch am zweiten Advent allein leuchten. Einsamkeit wird in der Hauptstadt der Single-Haushalte besonders spürbar in den hektischen Wochen vor dem Fest der Gemeinsamkeit. Der Verein „Silbernetz“ wendet sich gegen die Vereinsamung insbesondere älterer Menschen und gibt auf Checkpoint-Anfrage einige Tipps für mehr Miteinander im vorweihnachtlichen Stadtalltag: „Im Bus oder im Supermarkt offen sein für ein Gespräch mit einer fremden Person, die älteren Verwandten und Bekannte mal wieder anrufen oder zum Adventskaffee einladen.“ Und: „Wenn Sie in Ihrem Umfeld einen einsamen Menschen wahrnehmen, einen Zettel in den Briefkasten stecken, mit der Telefonnummer und einem Kontaktangebot – so hat der andere die Wahl, sich zu melden.“

Inzwischen wächst das Bewusstsein in der Stadt für Gefahren der Vereinzelung. „Die Einsamkeitsbekämpfung ist eine Querschnittsaufgabe der Politik“, sagt Elke Schilling, die das Hilfsangebot „Silbernetz“ inklusive Sorgentelefon gegründet hat, dem Checkpoint. „Die Einrichtung einer Stabsstelle in der Senatskanzlei könnte eine gute Lösung sein.“ In vielen Kiezen gibt es bereits hilfreiche Initiativen. In Lichtenberg bietet der Bezirk etwa betreute Spaziergruppen für ältere Menschen an, in Reinickendorf gibt es eine Anlaufstelle im Bezirksamt. Diese organisiert Plauder-Stammtische in fast jedem Ortsteil und lädt alljährlich zum Einsamkeitsgipfel, um Strategien für mehr Gemeinsamkeit zu finden. In zwei Wochen findet der nächste Austausch im Rathaus statt; dabei sollen einsame Jugendliche im Fokus stehen.

In der Hauptstadt der Single-Haushalte ist das Alleinsein längst oft erlebte Realität – nicht nur für Ältere.

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Gründergeist, KI und PKV – so lief der Heal Capital Day 2025. Das Gesundheitswesen neu denken: Unter diesem Motto stand das Event von Heal Capital, dem von der PKV initiierten Fonds für Startups an der Schnittstelle von Gesundheit und Digitalisierung. Im Fokus standen diesmal Anwendungen, die Diagnosen beschleunigen und die medizinische Versorgung verbessern. Mehr auf pkv.de

Hertha und Union – eine Nation! So riefen es sich die Fans einst über die Mauer hinweg zu, heute trennt manch junges Vorurteil die beiden großen Berliner Fußballklubs eher wieder. In einer Sache aber sind sich Fans aller deutschen Profivereine (außer von RB Leipzig, aber das ist ja kein Verein) und eben auch Herthanerinnen und Unioner einig: Sie protestieren gemeinsam gegen verschärfte Sicherheitsmaßnahmen in den Fankurven, wie sie ab Mittwoch von der Innenministerkonferenz diskutiert werden sollen. In einem offenen Brief an Innen- und Sportsenatorin Iris Spranger (SPD) wenden sich die organisierten Fangruppen beider Berliner Klubs gegen mögliche personalisierte Zugangskontrollen sowie erwogene zentral erteilte Stadionverbote gegen einzelne Fans.

Solche Maßnahmen „zeugen von der Unkenntnis darüber, wie sicher es in unseren Stadien ist und von der Ignoranz gegenüber dem kulturellen Wert einer lebendigen Vereins- und Fankultur“, heißt es in dem Protestschreiben. Trotz steigender Besucherzahlen auf mehr als 25 Millionen in den oberen drei Profiligen der Männer sei die Zahl der Verletzten am Rande der Spiele in der vergangenen Saison auf 1.107 zurückgegangen. Auch Spranger sieht auf Nachfrage nur „einen quantitativ vernachlässigbaren Bruchteil von Gewaltsuchenden“ in den Stadien. „Letztere schaffen jedoch durch ihr Handeln ein Zerrbild der Sportart und ihrer Fanszene“, sagte Spranger dem Checkpoint. Deshalb brauche es „gezielte Maßnahmen gegen die wenigen Gewaltsuchenden und eine Unterstützung einer freien Fankultur“. Wie diese aussehen sollen, ließ Spranger offen.

Um ihren Protest zu unterstreichen, werden sowohl heute Abend im Olympiastadion (bei Herthas Pokalspiel gegen Kaiserslautern) als auch morgen in der Alten Försterei (bei Unions Pokalspiel gegen den FC Bayern) die sonst lärmenden Fankurven wieder in den ersten zwölf Spielminuten in lautes Schweigen verfallen. Damit wollen sie auch dagegen protestieren, dass weder Fangruppen noch Vereine in die Beratungen eingebunden sind. Und sich ins Abseits gestellt sehen.

Opinary: Fühlen Sie sich in deutschen Fußballstadien sicher?

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Er ist ein verlorener Sohn Berlins. Weil seine Mutter vorsätzlich umgebracht worden ist von ihrer Familie. Weil sie ein freies Leben in Berlin führen wollte. Weil er danach Berlin verlassen musste. 20 Jahre später meldet er sich öffentlich zurück. „Ich bin Can Sürücü“, sagt der junge Mann in einem bei Tiktok und Youtube hochgeladenen Video. Und dann erzählt er seine Geschichte (zu sehen hier und nachzulesen in der „taz“ hier), zeigt die Gegenden seiner Kindheit in Tempelhof und erzählt von der Nacht des Mordes an seiner Mutter und seinem neuen Leben bei einer Adoptivfamilie in Reutlingen. Der Femizid an Hatun Aynur Sürücü, verübt durch drei Kopfschüsse ihres Bruders an einer Bushaltestelle und gedeckt von der Familie, um eine angebliche Ehre zu verteidigen.

Hatun Aynur Sürücü, in Berlin geboren und aufgewachsen, war von ihrer kurdischen Familie gezwungen worden, im Alter von 16 Jahren ihren in Istanbul lebenden Cousin zu heiraten, von dem sie auch schwanger wurde. Sie verließ ihn und kehrte zurück nach Berlin, wo sie ihren Sohn Can zur Welt brachte, ihn in ihrer eigenen Wohnung allein aufzog und eine Lehre als Elektroinstallateurin absolvierte. Bis zu den Schüssen am 7. Februar 2005.

Das Grab von Hatun Aynur Sürücü befindet sich auf dem Landschaftsfriedhof Gatow in Spandau. Sohn Can will nun in weiteren Videos und in Gesprächen mit anderen Menschen „gute Werte von einem Menschen vermitteln und Leuten Kraft und Licht geben, die in schwierigen Zeiten sind und auch durch die Hölle gehen“.

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Film & Talk: Alexander Horwath meets Christian Petzold! Alexander Horwath verknüpft in seinem Filmessay Henry Fonda for President (2024) kunstvoll die Biografie des amerikanischen Starschauspielers mit der Geschichte der USA bis in die Gegenwart. In dem Kurzfilm Où en êtes-vous, Christian Petzold ? reflektieren Petzold und Christoph Hochhäusler über Fondas Spiel in The Wrong Man. Sonntag, 7.12.2025 um 16 Uhr am Hanseatenweg 10. Infos und Tickets hier …

Die erste Analyse der neuen Parteichefin ist schon mal zutreffend. „Die Menschen wollen keine Selbstmitleidige Partei Deutschlands“, sagte Bettina König, nachdem sie am Montag zur neuen Co-Vorsitzenden der Berliner SPD nominiert worden war. Die 47-Jährige ist Wissenschafts- und Gesundheitsexpertin und kommt aus dem Bezirksverband in Reinickendorf, der gerade durch innere Machtkämpfe erschüttert worden ist.

Nach Wochen als Selbstzerfleischende Partei Deutschlands (Kommentar dazu hier) will Spitzenkandidat Steffen Krach – auch erst seit einer Woche Parteichef in spe – nun Ruhe ins Innere der aufgewühlten Partei bringen. Der 46-Jährige, der offiziell noch in Regierungsämtern in Hannover festhängt, aber schon viel in Berlin unterwegs ist, verordnet seiner Partei eine Politik „mit guter Laune, Optimismus und Zuversicht“. Das gilt wahrscheinlich ab sofort, unverzüglich. Wenn nicht wieder was dazwischenkommt.

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10 Tipps zum richtigen Erben und Verschenken
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HO-Ho-Hä? Eine Familie aus dem Märkischen Viertel sucht auf Kleinanzeigen einen Weihnachtsmann für Heiligabend – allerdings diesmal einen nüchternen. Der Vorjahres-Santa „sah aus wie von Temu bestellt und wir vermuten stark, dass er zuvor mit dem Glühwein enger befreundet war als mit seinem Rentierschlitten“. Daher bitte man dieses Jahr um „hochwertiges Kostüm, klares Auftreten und null Promille“ bei der Geschenkübergabe sowie um eine kurze Geschichte aus dem goldenen Buch.

Wie gerufen kommt da vielleicht ein neues, wenn auch sehr teures Angebot: Ein Anbieter wirbt mit gehobenen Weihnachtsmännern mit echten Bärten. Da wäre etwa Gert („Der Musikalische“), demnach ein Berliner, der viele Weihnachtsgedichte kenne und schon Klaus Wowereit beschenkt habe. Die Winterstiefel schwingen könnte man mit Michael („Der Warmherzige“): Der Pädagoge im Ruhestand beherrsche alle zehn gängigen Standard- und Lateintänze.

Alles Rute!

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Telegramm

Schloss mit lustig. Nach dem Brand im U-Bahnhof Schloßstraße bleibt der Verkehr auf der Linie U9 noch für Wochen unterbrochen. Nach einer möglichen fahrlässigen Brandstiftung seien zu viele Kabeltrassen unter der Erde beschädigt; Fahrgäste müssen daher umständlich auf Ersatzbusse umsteigen. Unterirdisch sind seit dem Brand auch viele Internetverbindungen im Kiez. Steglitz ist plötzlich wieder das, was es vor gut 100 Jahren einmal war: ein brandenburgisches Dorf.

Wer landeseigen mietet, wohnt einigermaßen günstig – allerdings nicht immer. Denn die Angebotsmieten zwischen den sieben kommunalen Wohnungsbaugesellschaften unterscheiden sich teils deutlich, wie eine Linken-Anfrage jetzt ergeben hat. Am teuersten ist demnach der Quadratmeter mit 10,10 Euro bei der WBM. Warum eigentlich? „Die in der Anfrage ausgewiesenen Angebotsmieten der WBM enthalten einen hohen Anteil an Neubauwohnungen“, schreibt ein Sprecher dem Checkpoint. Immerhin: Auch diese Ausrede war nicht billig.

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Mozarts genialer FIGARO
Wie wäre ein Opernabend, um dem Trubel zu entfliehen?
Figaro und Susanna wollen Hochzeit feiern, doch plötzlich treten ‍Hindernisse, Verwechslungen und ‍Verwicklungen auf. Wundervolle Oper in Götz Friedrichs zeitloser Inszenierung: spritzig, schnell und sorgt ‍garantiert für gute Laune.
Am 3., 6., 19., 29. Dezember 2025, ‍Infos gibt es hier

Das war wohl noch nicht das Gelbe vom Ei. Das historische Eierhäuschen im Treptower Park schließt Mitte Dezember – nach erst eineinhalb Jahren im frisch sanierten Gewand am Ufer der Spree. „Die aktuellen Umstände haben diese schwere Entscheidung unausweichlich gemacht“, teilte die Leiterin auf Instagram mit – und begründet die Schließung mit der verspäteten Wiedereröffnung des benachbarten Spreeparks. Nun werden neue Betreiber gesucht. Hoffentlich eiert da niemand rum.

Auch diese Bahn fällt ersatzlos aus: Der bei Kindern beliebte „Winterzug“ der BVG kommt in diesem Jahr nicht aufs Gleis.Auf den Fahrten konnten Grundschul- und Kitagruppen sonst immer den Weihnachtsmann und andere Figuren treffen, es gab Programm und kleine Geschenke. „Auf unserem aktuellen Kurs ‚Stabilität vor Wachstum‘ liegt volle Konzentration auf dem regulären Betrieb“, sagte eine Sprecherin (via „Berliner Morgenpost“). Seit wann ist denn der Weihnachtsmann nicht mehr stabil?

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Da läuten wir mal schnell die guten Meldungen ein:

Jedes Jahr können Kinder aus aller Welt Post an den Weihnachtsmann schicken – ins brandenburgische Himmelpfort. Dort sind bislang mehr als 52.000 Briefe eingegangen. Doch geschwind, geschwind: Damit die Antwort noch vor Heiligabend mit dem Post-Schlitten kommt, sollten Briefe bis zum zweiten Advent in der Wunschzettel-Filiale eintreffen. Ansonsten übernimmt einfach der Osterhase – und versteckt die restliche Post.

Auch die Post-Moderne hält noch Rätsel bereit: Die Postleitzahl vieler Berliner Ortsteile beginnt mit der Ziffernfolge „10“ – etwa in Mitte, Friedrichshain, Lichtenberg oder Schöneberg. Dagegen starten Neukölln, Tempelhof, Steglitz und Marzahn mit „12“. Und Hohenschönhausen, Wedding, Reinickendorf oder Spandau erreicht man mit der PLZ „13“. Mit der „14“ gehen die Briefe nach Charlottenburg und Zehlendorf. Aber: „Warum gibt es keine PLZ in Berlin beginnend mit 11?“, will ein Reddit-Nutzer wissen. Die Antwort: Diese Postleitzahlen sind für Regierungsgebäude reserviert. So trägt der Bundestag die PLZ 11011 und das Bundeskanzleramt die 11012. Klingt bedenklich nach Notruf.

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Amt, aber das auch noch: Das Berliner Amt für Statistik hat einen „Amtsventskalenderveröffentlicht. Hinter dem ersten Türchen verbergen sich die häufigsten Kindernamen mit Weihnachtsbezug im Jahr 2023. Profi-Tipp: Balthasar ist es nicht – so nannten Eltern ihr Kind nur zweimal.

Da entgleisen einem vor Erstaunen fast die Gesichtszüge: Die Deutsche Bahn fuhr am Montagmorgen zu ungeahnter Höchstform auf und verkündete eine frohe Botschaft per Lautsprecherdurchsage (mitgehört von Claus Neuberger) : „Wir erreichen Berlin Hauptbahnhof drei Minuten vor Plan. Genießen Sie die gewonnene Zeit!“

Na dann, machen Sie was draus!

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Zitat

„Vergessen ist ansteckend.“

Der ehemalige Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) am Montagabend bei der Gala zum 40. Jahrestag der Berliner Aidshilfe. Laut Beratungsstellen und Ärzten steigt die Zahl der Neuinfektionen wieder an.

 

Kiekste

Offenbar leidet Berlin derzeit unter Rentierknappheit. Auf der Spree in Moabit sichtete Leser Otto Kückmann zugleich paddelnde Weihnachtsmänner und ihre elfische Gehilfin. Schicken auch Sie Ihre schönsten, kuriosesten und einzigartigen Berlin-Momente an checkpoint@tagesspiegel.de. Mit Ihrer Zusendung nehmen Sie aktuell an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit  DASBILD.BERLIN teil.

Berliner Gesellschaft

Geburtstag – Alina Bronsky (47), Schriftstellerin, ihr Bestseller „Scherbenpark“ wurde auch fürs Theater bearbeitet, Uraufführung 2010 am Deutschen Theater Berlin / Yvonne Catterfeld (46), Sängerin („Für dich“) und Filmschauspielerin („Gute Zeiten, schlechte Zeiten“) / Ursela Monn (75), deutsch-schweizerische Schauspielerin, Verdienstorden des Landes Berlin und Bundesverdienstkreuz / Necati Öziri (37), Schriftsteller und Dramaturg, u.a. „Get Deutsch or Die Tryin’“ (Maxim-Gorki-Theater) / Sandra von Ruffin (39), Schauspielerin, u.a. in „Mother Tongue“ am Maxim Gorki Theater, in verschiedenen Funktionen am Griechischen Filmfestival Berlin beteiligt / Gunter Schoß (85), Schauspieler („Egon und das achte Weltwunder“), Moderator, Synchronsprecher / Britney Spears (44), US-amerikanische Sängerin, letztes Berlin-Konzert bisher 2018 in der damaligen Mercedes-Benz Arena / Botho Strauß (81), Schriftsteller und Dramatiker, u.a. „Das Schattengetuschel“ und „Die Fremdenführerin“ (uraufgeführt an der Schaubühne) / Jan Ullrich (52), ehemaliger Radrennfahrer, als erster und bisher einziger Deutscher gewann Ullrich 1997 die Tour de France / Louisa Walter (47), Hockey-Nationalspielerin, Torwart beim Berliner HC

+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++

GestorbenRita Jöring, * 24. April 1934, verstorben am 9. November 2025 / Norbert Matthes, * 1. Mai 1941, verstorben am 10. November 2025 / Karin Röchling (geb. Preuschhoff), verstorben am 18. November 2025 / Manfred Siegfried Rudolf Skorupski, * 8. Juli 1941, verstorben am 25. November 2025 / Tony Torrilhon, * 27. September 1931, verstorben am 9. November 2025

StolpersteinIlse Kunz-Krause geb. Rosenberg (*1889 in Berlin) hatte drei Kinder aus ihrer ersten Ehe. 1927 heiratete sie den Musiker und Kapellmeister Heinrich Kunz-Krause. Als Ilse nach 1938 von der Gestapo mitgenommen wurde, gelang es ihrem nicht-jüdischen Mann, sie nach einigen Tagen wieder freizubekommen. Nach einer Falschmeldung in der „Berliner Volks-Zeitung“ am 1. Dezember 1943 beschlossen Heinrich und Ilse, sich gemeinsam das Leben zu nehmen. Beide starben am 2. Dezember 1943. An Ilse Kunz-Krause erinnert ein Stolperstein in der Schillerstraße 14 in Charlottenburg.

Encore

Piep, piep, piep – diesen Ton hat keiner lieb. Die Berliner S-Bahn hat es geschafft, den nervigsten Signalton der Welt über die ganze Stadt zu verstreuen. Das sich hektisch wiederholende Warnsignal bei sich schließenden S-Bahn-Türen soll besonders barrierefrei sein. Doch der schrill piepende Dauerton eines ganzen Zuges voller sich gleichzeitig schließender Türen (von denen manche noch einmal kurz geöffnet werden, woraufhin sie sich wieder von neuem schnell piepend schließen) zerfetzt die letzten Nerven der Fahrgäste, Station für Station.

Wie schön und dabei gut hörbar klingt dagegen der bisher charakteristische Zweiklang vor dem Türklappgeräusch (Tonfolge: G, H, G), der aufgrund einer EU-Verordnung über die Barrierefreiheit von Zügen nun leise verschwinden soll. Immerhin 565 Züge der Baureihen 480 und 481 tuten laut Bahn weiter wie gewohnt und dürfen dies noch mehr als fünf Jahre lang tun. Bereits 106 Züge der Baureihen 483 und 482 dagegen piepen bereits um die Wette, als gäbe es kein Morgen mehr. Und als wäre ein erträgliches Leben im Heute längst schon egal.

Abgefahren waren heute wieder die Recherchen von Christoph Papenhausen sowie die gut gelaunte Mitfahrt von Antje Scherer (Stadtleben) und Jasmine Dellé (Produktion). Morgen begrüßen Sie Jessica Gummersbach und Anke Myrrhe an der Bahnsteigkante. Bis dahin halten Sie sich die Ohren zu und dabei die Augen offen! Wir grüßen Sie!

Robert Ide und Sönke Matschurek

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