an seinem fünften Geburtstag hatte der BER am Freitagabend noch eine besondere Party parat: Ab 20.08 Uhr wurden alle Starts und Landungen gestrichen. Der Grund dafür war allerdings weniger fröhlich: Jemand hatte eine Drohne gesehen. Während die Polizei am Wochenende alle Informationen strich („Es gibt keinen neuen Stand“), war der BER am Sonntag auf Flughöhe. Kann es sein, dass sich da jemand einen Scherz erlaubt hat? Nein. „Die Ursprungsmeldung ging nach Auskunft der Landespolizei durch einen Anrufer aus und wurde daraufhin von der Landespolizei an die Verkehrsleitung des Flughafens gemeldet“, sagte BER-Sprecher Axel Schmidt dem Checkpoint. „Die Drohnensichtung wurde durch die Landespolizei bestätigt, auch durch mehrfachen eigenen Sichtkontakt.“
Es war bereits der fünfte Drohnenvorfall in diesem Jahr (Vorjahr: 20). Allerdings: „Der Flughafen war zu keinem Zeitpunkt geschlossen“, sagt Schmidt. Die Deutsche Flugsicherung habe den Flugbetrieb pausiert. „Das heißt, dass in diesem Zeitraum keine Flugzeuge mehr starten und landen konnten. Der Flughafenbetrieb am Boden war nicht eingeschränkt.“ Nur welchen Sinn hat ein Flughafen, an dem niemand fliegen kann?
Überlassen wir diese Frage den Verkehrsphilosophen und halten vorerst fest: Berlin ist flexibler, als man denkt. Als die vermeintliche Gefahr verflogen war, erteilte die obere Luftaufsichtsbehörde Berlin Brandenburg (LUBB) eine pauschale Ausnahmegenehmigung zunächst für Starts bis 1 Uhr morgens, später 2 Uhr morgens. „Davon haben fünf Flugzeuge Gebrauch gemacht. Das letzte davon ist um 00.54 Uhr am BER abgehoben“, sagte Schmidt. „Landungen wurden zunächst bis 4.00 Uhr morgens genehmigt. Davon haben vor allem eine Reihe von Flügen Gebrauch gemacht, die vorher zu anderen Flughäfen umgeleitet worden waren. Der letzte davon ist um 0.28 Uhr am BER gelandet.“
Wir stellen fest: Selbst die Nacht war trotz des Vorfalls noch einigermaßen ruhig. Und lesen mal rein, wie ein Passagier in einer Maschine aus Brüssel das wilde Hin- und Her erlebt hat. Fazit: „Niemand ist ausgeflippt“, sagt er. Na, dann war’s auch keine ordentliche Party.
Der Reisebericht enthält übrigens einen Seitenhieb auf die Heimatstadt des SPD-Kandidaten Steffen Krach (und einer Autorin dieses Checkpoints). Denn die Maschine aus Brüssel sollte zunächst nach Hannover ausweichen – woraufhin einer der Reisenden hektisch auf einer Karte nachschaute, wo dieses Kaff nun wieder liege. Ein anderer war überrascht, dass es dort überhaupt einen Flughafen gibt. Nur Banausen in Brüssel.
Leider wurde es dann doch nichts mit dem Besuch in der 500.000-Einwohner-Stadt, denn: „Es ist 21.57 Uhr, als die nächste Durchsage kommt – der Flughafen Hannover ist voll.“ Vielleicht hat die Party dort stattgefunden?
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Es ist soweit: Ass-Dur feiert Weihnachten. Und zwar so aufregend wie noch nie! Mit ihrer brandneuen Weihnachtsshow setzen die beiden preisgekrönten Ausnahme-Künstler ein festliches Glanzlicht – und machen aus dem Advent ein Feuerwerk der Musik, der Gags und der ganz großen Gefühle. Süßer die Brüder nie klingen vom 26.11.-31.12. im TIPI AM KANZLERAMT
Wenig zu feiern hat Familie Wu. Seit zwölf Jahren betreibt sie eines der besten chinesischen Restaurants der Stadt – und das in einer Ecke, in der man es eher nicht erwartet. Das „Da Jia Le“ an der Goebenstraße in Schöneberg, zwischen Potsdamer Straße und Yorkbrücken, ist schon lange mehr als ein Geheimtipp. Wer die unfassbar leckere Dong-Bei-Küche aus dem Nordosten Chinas probieren will (Fünf-Farben-Salat, frittierte Schweinefleischscheiben, gebratene Aubergine, gedämpften Wolfsbarsch…), sollte reservieren. Trotz des großen Gastraums von 250 Quadratmetern ist es hier immer voll.
Doch damit ist es bald vorbei: Die warmherzige Inhaberin Weili Wu hat schon seit Jahren Ärger mit den Vermietern, die neueste Mietsteigerung will sie nun nicht mehr mitgehen. 12.000 Euro sollen die insgesamt 370 Quadratmeter des Ladens ab Januar kosten, eingestiegen waren die Wus vor 12 Jahren mit 2500 Euro pro Monat. Familie Wu sucht nun dringend einen neuen Laden: Zur Miete, Platz für etwa 50 Gäste. Wer einen Tipp hat, meldet sich gern an checkpoint@tagesspiegel.de. Und kriegt mit ein bisschen Glück spektakuläre Küche in seine Nachbarschaft.
Apropos Freuden seines Alltags: Nach der Aufregung um Kürzungen beim Gewaltschutz für Frauen stellt die SPD nun Nachbesserungen in Aussicht. „Es ist zentraler Ansatz von SPD-Politik, den Gewaltschutz für Frauen im Gleichstellungsbereich auszubauen“, sagte der Fraktionsvorsitzende Raed Saleh dem Checkpoint. „Auf unsere Initiative wurden die Ausgabenermächtigungen von knapp 16 Millionen Euro im Jahre 2020 auf über 42 Millionen Euro im Jahre 2027 erhöht.“ Eine Sprecherin der Senatsverwaltung für Gleichstellung hatte dem Tagesspiegel diese Woche bestätigt, dass bei sämtlichen geförderten Projekten im Anti-Gewalt-Projekt im kommenden Jahr pauschal um zwei Prozent gekürzt werden soll. „Uns ist wichtig, insbesondere die Anzahl der Schutzplätze für Frauen auszubauen“, sagt Saleh. „Dazu hat die Fraktion bereits Beschlusslagen. Ich gehe davon aus, dass wir im Rahmen der Haushaltsberatungen zu weiteren Verbesserungen kommen werden.“ Hätte man auch vorher drauf kommen können.
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Wie klingt Begegnung? Bei Musical Belongings VI trifft Alte Musik aus Europa auf mitreißende Rhythmen und Gesänge aus Tansania. Das Ensemble der lautten compagney BERLIN und Musiker*innen um die Zawose Familie bringen im Humboldt Forum am 15. & 16.11. zwei Klangwelten ins Gespräch. Musik, die Grenzen und Epochen überschreitet. Jetzt Tickets sichern!
Einen tränenreichen Abschied gab es bereits am Wochenende im Schwuz (Bericht hier). Am Tag danach gab Finanzsenator Stefan Evers ungewöhnliche Einblicke in sein Privatleben. Im Gespräch mit Dragqueen Margot Schlönzke verriet der queere CDU-Politiker unter anderem, dass er dem Ex-Regierenden Klaus Wowereit (SPD) nach dessen Rücktrittsankündigung 2014 einen persönlichen Brief geschrieben und ihm für seinen Satz „Ich bin schwul und das ist gut so“ gedankt habe. „Er hat über Parteigrenzen hinweg einen enormen Fortschritt bedeutet und das ist jede Anerkennung wert“, sagte Evers.
Außerdem bekannte sich Evers als Merkelianer („immer noch mein politisches Vorbild“), Fan roter Pandas („Es kann nie genug rote Pandas geben“) und Klavier-Spieler („Für die CDU-Weihnachtsfeier wurde schon angefragt, ob ich bis dahin wieder üben würde.“) Klingt nach einem Gastauftritt mit der Checkpoint-Band.
Zu seinem derzeitigen Job sagte er: „Finanzsenator zu werden, war nicht das Ziel meiner Karriere. Wenn man Spaß an unlösbaren Aufgaben hat, ist man da genau richtig.“ Wir wünschen weiter viel Vergnügen.
Was müssen das für Bäume sein (sorry für den Ohrwurm!), fragt sich so mancher angesichts der hochgeschossenen Zahl von 3,2 Milliarden Euro, die die Koalition in den nächsten Jahren für Grünzeug am Wegesrand ausgeben will (was CP-Kollege Christian Latz davon hält, erfahren Sie hier). Heute trifft sich das Abgeordnetenhaus zu einer Sondersitzung, um das „Bäume-Plus“-Gesetz zu verabschieden und damit das Kernanliegen des Volksbegehrens zur Klimaanpassung zu übernehmen. Die Initiative lädt aus diesem Anlass zu einem Fototermin „mit zahlreichen Ehrenamtlichen und Gießkannen“. Checkpoint-Servicehinweis für Politikerinnen und andere Würdenträger: Halten Sie sich von den Gießkannen fern. Die Fotos werden ganz sicher bei nächster Gelegenheit genüsslich gegen Sie verwendet. Und wer will schon Politik mit der Gießkanne machen?
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Mit dem Aktionstag „Berlin sagt Danke“ sprechen der Berliner Senat und das Abgeordnetenhaus von Berlin allen freiwillig Engagierten ihren Dank aus. Zahlreiche Kultur- und Freizeiteinrichtungen bieten hierfür Freitickets und Ermäßigungen für Museums-, Theater-, Kino- und Sportveranstaltungen an. Ab heute Dankeschön sichern:
berlin-sagt-danke.de
Fast täglich erfreut die NFL ihre Fans mit Meldungen rund ums große Spiel am Sonntag im Olympiastadion. Die Atlanta Falcons treffen auf die Indianapolis Colts, ein normales Liga-Spiel ausgetragen gut 7000 Kilometer entfernt von der eigentlichen Heimat der Teams. Klar ist: In dieser Woche kommt hier niemand am Ei vorbei, auch die anderen Teams veranstalten Aktionen in der Stadt. Die Tampa Bay Buccaneers beispielsweise kapern den Hipster-Döner-Laden „Kebap with attitude“ in Mitte – und verwandeln ihn ins „Kebucs“ (inklusive Watch-Party). Die NY Giants übernehmen das Paulaner Wirtshaus, die Detroit Lions das Kilkenny Irish Pub und so weiter…
Nur die Fans werden langsam nervös: Denn die Tickets sind noch nicht da. „Leider haben wir von der NFL bezüglich des E-Mail-Versands bzw. der Bereitstellung der Tickets noch keine Information erhalten“, teilte eine Mitarbeiterin von Ticketmaster einem Checkpoint-Leser mit. Man sei allerdings „zuversichtlich“, dass die Tickets „wie auch in der Vergangenheit rechtzeitig zur Verfügung stehen“. Der Countdown läuft.
Deutschlands bekanntester Unfallforscher Siegfried Brockmann hat eine Studie zu von Senioren verursachten schweren Unfällen präsentiert. Wichtigste Erkenntnis: „Entgegen der vorherrschenden Meinung“ seien diese Unfälle nicht nur auf kognitive Defizite zurückzuführen, sondern „sogar überwiegend auf akute medizinische Ereignisse oder Notfälle“. Ein genauerer Blick auf Berliner Polizeidaten zeigt, dass ältere Menschen im Unfallgeschehen in zweierlei Hinsicht auffällig sind: Zum einen verursachen sie besonders viele „ihrer“ Unfälle selbst. Zum anderen bilden sie bei den tödlich verletzten Opfern inzwischen sogar die Mehrheit. Müsste angesichts des demografischen Wandels eigentlich ein Großthema für die Koalition sein, Stichwort „innere Sicherheit“.
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Autokratie und Diktatur sind weltweit auf dem Vormarsch. Unaufhaltsam? Auf der Berlin Freedom Conference am 10. November diskutieren mehr als 60 deutsche und internationale Freiheitskämpfer und Akteure aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und den Medien, wie Demokratie und Freiheit weltweit zu retten und zu stärken sind. Meet the Heroes!
www.berlin-freedom-conference.com
Mit Sicherheit Ärger gibt es bei diesem Thema: Die Gesellschaft für Freiheitsrechte will Gebetsräume an Berliner Schulen einklagen. Schulleiter befürchten, dass das zu noch mehr religiösen Konflikten im Alltag führt. Die Hintergründe hat unsere Kollegin Susanne Vieth-Entus hier aufgeschrieben.
Und gleich noch ein paar Leseempfehlungen:
+ Berlins Musikschullehrer bangen um ihre Zukunft: „Dem Land ist nicht klar, was für einen Schaden es angerichtet hat“
+ Zwei Konzerte gibt Lady Gaga diese Woche in Berlin. Keine Tickets bekommen? Sechs Möglichkeiten, wie Sie den Superstar trotzdem feiern können.
+ Heiße Tipps für kalte Tage: Hier sind Berlins beste Saunen.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Baustellenbericht I: „Der Abbruch der Brücke über die Halenseestraße Ost verlief wie geplant“, sagte Deges-Sprecher Michael Zarth dem Checkpoint am Sonntag. Sie sollten also wieder einigermaßen normal übers Dreieck Funkturm kommen. Weitere gute Nachricht: Der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf hat die Sperrung genutzt, um „dringende Sanierungsarbeiten im Kreuzungsbereich Messedamm/Halenseestraße vornehmen lassen“. Abgefahren.
Baustellenbericht II: Nicht ganz so gut hat es, wer an diesem Montag aus Südosten mit dem Auto in die Stadt will (bzw. wollte). Wegen „anhaltend ungünstiger Witterungsbedingungen“ sind die Bauarbeiten auf der Stadtautobahn nicht rechtzeitig zum Ferienende erledigt, sondern sollen sich noch bis Samstagabend hinziehen, teilt die VIZ mit. Die A100 bleibt in Neukölln und Tempelhof eine Woche länger einspurig und die Vollsperrung der Anschlussstellen Buschkrugallee, Britzer Damm, Gradestraße, Oberlandstraße, Tempelhofer Damm sowie der Ausfahrt Alboinstraße gilt weiter. Prognostiziertes Ergebnis (nach Erfahrungswerten): Ausgebremst.
Er soll ein Selbstmordattentat in Berlin geplant haben: Ermittler nahmen am Sonnabend einen 22-jährigen Syrer in Neukölln fest. Was bisher bekannt ist, steht hier.
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Mehr als 1000 Polizisten aus mehreren Bundesländern waren im Einsatz, Bilanz: 53 Festnahmen und ein 2:0 für Hertha gegen Dresden.
Wer die Politik für lebensfern hält, sollte mal sein Ohr ins Abgeordnetenhaus halten. Dort ist der Ton ebenso rauer geworden wie in der ganzen Stadt. Das Tagesspiegel-Datenteam hat auswertet, wie sich Zwischenrufe und Beleidigungen über die Jahre entwickelt haben und wer besonders oft stört. Spoiler: Es sind nicht nur die, von denen man es erwarten würde.
Immer weniger Menschen fliehen nach Berlin (Ausnahme: Ukraine), gleichzeitig plant der Senat 30 neue Unterkünfte für Geflüchtete bis 2029 – in allen Bezirken außer Marzahn-Hellersdorf (Q: Mopo).
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Tagesspiegel „Vital-Welt“ meets Waldorf Astoria Berlin: Erleben Sie einen Tag der Entspannung in dieser Wohlfühloase im Herzen Berlins mit fünf Therapieräumen, wolkenförmigem Pool, finnischer Sauna, Dampfbad, Fitnessstudio und Sonnenterrasse auf der 6. Etage. Jetzt buchen!
Wir starten in die Woche der Ost-West-Feierlichkeiten, am Dienstag gibt’s im Tagesspiegel-Verlagshaus am Askanischen Platz wieder die Konferenz „Der Osten – Konferenz für Ideen und Macher“. Mit dabei unter anderen Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin Mecklenburg-Vorpommern, Katja Wolf (BSW), Finanzministerin Thüringen, Roderich Kiesewetter, Obmann für Außenpolitik der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, Elisabeth Kaiser (SPD) Beauftragte der Bundesregierung für Ostdeutschland und Karl Schlögel, Historiker und Autor, Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels 2025.
Für Checkpoint-Leser gibt’s heute noch 2x2 Spätschicht-Tickets zu gewinnen (ab 14.30 Uhr, alle Infos hier). Schreiben Sie bis heute, 12 Uhr, eine Mail an der-osten@tagesspiegel.de
Selbstverständlich können Sie sich auch noch für eine ganztägige digitale Teilnahme anmelden, und zwar hier.
Die Küche voller Halloween-Süßem (auch saure), den Adventsteller schon geplant, flattert diese Meldung zur Unzeit in den virtuellen Briefkasten: Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Krankenkasse AOK hält sich mehr als jeder zweite Berliner für übergewichtig. Legen wir mal auf Wiedervorlage für Januar.
Apropos: Am Potsdamer Platz ist schon Weihnachten (auch wenn es nicht so heißen darf). Der Wintermarkt samt Rodelbahn ist eröffnet, „Last Christmas“ läuft stabil und das ist auch der Glühweinpreis: 5 Euro (ohne Schuss).
Kulturell wertvoller geht es sicher in der Neuen Nationalgalerie zu: Rund 20.000 Menschen wollten am Wochenende zum „Festival of Future Nows“, veranstaltet vom dänisch-isländische Künstler Ólafur Elíasson (Q: rbb). Endlich mal wieder Schlangen rund um die Neue Nationalgalerie.
Zitat
„Die Kälte hat meine Endorphine wachgeküsst.“
Tessa Heine, Stammgästin des Prinzenbades. Den zitierten Satz hat sie zufällig zwei verschiedenen Tagesspiegel-Reportern gesagt – einmal zu Saisonbeginn Ende April und einmal am vergangenen Freitag zum Saisonschluss.
Stadtleben
Verlosung – Im Rahmen der Berliner Science Week, die noch bis zum 10. November läuft, präsentiert auch der Musiker, Autor und Performer Angela Aux aka Florian Kreier die Performance: „Introduction to the Future Self“. Am 7. November, um 21 Uhr, geht es um die Frage: Klimakrise, Künstliche Intelligenz, Biotechnologie – wie sieht die Zukunft der Menschheit aus? Aux vereint Songs aus seinen letzten beiden Alben, Videokunst und Science-Fiction-Literatur zu einer transmedialen Zukunftsperformance zwischen Popkultur, Wissenschaft und Science-Fiction. Wir verlosen 2x2 Tickets. Holzmarktstraße 25, S/U-Bhf. Jannowitzbrücke
Essen & Trinken – Wieder eine Café-Expansion! Dieses Mal aus Hamburg und dieses Mal mit einem besonders ausgefallenen Konzept: Modernes Interieur und ein besonderes Augenmerk auf die Qualität der Bohne. Nein im Ernst, der Kaffee in dem im September erst eröffneten Black Hat Coffee ist tatsächlich besonders gut. Und mehr braucht es ja eigentlich nicht. Täglich 9-17 Uhr, Grunewaldstraße 9A, U-Bhf. Kleistpark
Noch hingehen – In der Sammlung Scharf-Gerstenberg ist noch bis zum 11. November die Sonderausstellung der Nationalgalerie „Hommage an Wolfgang Kunde“ zu sehen. Die rund 30 größtenteils unbetitelten Arbeiten aus den 60er und 70er Jahren offenbaren die Affinität des Berliner Malers Wolfgang Paul Kunde zum Surrealismus und dessen Vorliebe für scheinbar bedeutungslose Fundstücke. Mi bis So 11-18 Uhr, Schloßstraße 70, U-Bhf. Sophie-Charlotte-Platz
Last Minute Tickets – Der charismatische Dirigent und Publikumsliebling Teodor Currentzis mit seinem Orchester Utopia gastiert heute um 20 Uhr wieder in der Philharmonie und hat den „Ring ohne Worte“ im Gepäck. Es handelt sich um eine Art Best-of der schönsten Passagen aus Wagners Opern-Tetralogie – ganz ohne Gesang und von Lorin Maazel zusammengestellt. Es gibt noch Tickets. Herbert-von-Karajan-Straße 1, S/U-Bhf. Potsdamer Platz
Grübelstoff – Falls Sie bisher noch nicht im Techno-Club Berghain waren und sich die berüchtigte Ansteherei auch in Zukunft sparen wollen, könnten Sie sich einfach den neuen Song der spanischen Sängerin Rosalía anhören und dann trotzdem mitreden. Irgendwie.
Kiekste
„Der schlimmste Tag deines Lebens, BISHER.“ (Homer Simpson, Friedrichshain). Dank an Michaela Lubitz! Weitere Bilder gern an checkpoint@tagesspiegel.de! Mit Ihrer Zusendung nehmen Sie aktuell an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – A100 (Stadtring): In den ersten beiden Nächten ist die Autobahn jeweils von 21 bis 5 Uhr in Richtung Wedding zwischen der AS Am Treptower Park und dem Dreieck Neukölln gesperrt.
Invalidenstraße (Mitte): Zwischen Clara-Jaschke-Straße und Tiergartentunnel ist der rechte Fahrstreifen gesperrt. In der Einfahrt zum Tiergartentunnel steht nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. Für LKW und Busse ist das Rechtsabbiegen in die Einfahrt zum Tiergartentunnel untersagt.
Pariser Platz/Brandenburger (Mitte): Bis zum 10./11.11.2025 sind folgende Bereiche für den Kfz-Verkehr gesperrt:
* Platz des 18. März
* Pariser Platz
* Ebertstraße zwischen Scheidemannstraße/Dorotheenstraße und Behrenstraße
* Straße des 17. Juni zwischen Ebertstraße und Yitzhak-Rabin-Straße
Dammweg (Plänterwald): Die Straße ist in beiden Richtungen zwischen Köpenicker Landstraße und Neue Krugallee bis Mitte November für den Kfz- und Radverkehr gesperrt.
Margarete-Sommer-Straße (Prenzlauer Berg): Zwischen Virchowstraße und Danziger Straße ist die Fahrbahn in beiden Richtungen für ca. ein Jahr für den Kfz-Verkehr gesperrt. Die Zufahrt zur Tankstelle bleibt frei.
Nöldnerstraße (Rummelsburg): Die Straße ist für ca. drei Wochen in beiden Richtungen zwischen Stadthausstraße und Lückstraße für den Kfz-Verkehr gesperrt.
Nahverkehr – U2: Die Linie hält vom 3.11. bis zum 12.03.2026 in Richtung S+U Pankow nicht am U Senefelderplatz.
U5: Bis 13.11.2025 ist jeweils sonntags bis donnerstags, von 22.30 bis 1 Uhr der Verkehr zwischen S+U Alexanderplatz und S+U Hauptbahnhof unterbrochen.
Regionalverkehr – RE7: In den beiden folgenden Nächten 3./4. Und 4./5.11.2025 fallen jeweils zwischen 22.15 und 4.45 Uhr die Züge RE 3738, 3740, 3741, 3742, 3743 und 3745 zwischen Berlin Wannsee und Berlin Zoologischer Garten aus.
Wasserstraßen – Landwehrkanal (LwK): Der Kanal ist vom 3.11. bis zum 19.12.2025 zwischen km 1,67 (Unterschleuse) und km 7,00 (Baerwaldbrücke) für den gesamten Schiffsverkehr gesperrt.
Demonstration – Für heute sind 20 Demos angemeldet (Stand 31.10., 12 Uhr), u.a. „Gewaltfreie Psychiatrie jetzt!“: Zwölf Teilnehmende, „Bundesarbeitsgemeinschaft Psychiatrie-Erfahrener“, Luisenstraße 58 (10-14.30 Uhr)
„Solidarische Prozessbegleitung zur LLL-Demonstration 2025“: 30 Menschen, Moabiter Brücke (11-15 Uhr)
„Bäume für Berlin: Demo zur Entscheidung des AGH zum BäumePlus-Gesetz“: 100 Menschen, „Initiative BaumPlus-Gesetzt“, Niederkirchnerstraße 5 (12.30-15 Uhr)
„Schweigende Mahnwache für Demokratie und Menschenrechte“: 15 Teilnehmende, „Omas gegen rechts“, Bölschestraße 126 (15-16 Uhr)
„Protest gegen das geplante EU-Mercosur Handelsabkommen und die Zunahme des Handels mit giftigen Pestiziden“: 50 Demonstrierende, „PowerShift e.V.“, Willy-Brandt-Straße 1 (15-16 Uhr)
Gericht – Im Prozess wegen Millionenbetrugs mit gefälschten Werken bekannter Fotografen gegen fünf Angeklagte könnte es nach über zweijähriger Verhandlung zum Urteil kommen. Wertlose Digitaldrucke sollen als Kunst zum Verkauf angeboten worden sein. In einem Fall seien 1,5 Millionen Euro gezahlt worden (9.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal A701).
Universität – Im Rahmen der Ringvorlesung „Die arabische Welt: Geschichte, Kultur, Gesellschaft und Politik“ des Instituts für Islamwissenschaft, Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften der Freien Universität hält Politikwissenschaftlerin Cilja Harders heute um 16 Uhr den Vortrag „Protest, Affekt und Emotion in Ägypten“. Hörsaal 1a, Habelschwerdter Allee 45, U-Bhf. Freue Universität
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Ski Aggu (28), Ski-Brillen tragender Rapper aus Wilmersdorf, hatte 2023 mit dem Song „Friesenjung“ (zusammen mit Otto Waalkes) seinen Durchbruch / Caroline Beil (59), Fernsehmoderatorin und Schauspielerin, Rollen u.a. am Schlossparktheater, dem Theater am Schiffbauerdamm oder bei den „Wühlmäusen“ / Eisi Gulp (70), Schauspieler („Eberhofer“-Krimis), Kabarettist, Komödiant, Fernsehmoderator / Oda Hassepaß (51), Politikerin (Bündnis 90/Die Grünen), seit 2021 Mitglied im Abgeordnetenhaus / Hubertus Heil (53), Politiker (SPD), von 2018 bis 2025 Bundesminister für Arbeit und Soziales / Juliane Klein (59), Komponistin und Musikverlagsleiterin, schrieb unter anderem Werke für das „Ultraschall-Festival“ Berlin / Roswitha Krause (76), ehemalige Schwimmerin und Handballspielerin, trat für die DDR an und gewann in beiden Sportarten olympische Medaillen, lehrte später an der Humboldt-Universität Berlin / Mechthild Rawert (69), Politikerin (SPD), ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestages / Ralf Schmitz (51), Komiker, Musiker und Moderator, u.a. ausgezeichnet mit dem Berlinpreis beim großen Kleinkunstfestival der „Wühlmäuse“
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Annemarie Gerke, * 29. August 1926, verstorben am 15. Oktober 2025 / Dietrich Herold, * 3. März 1937, verstorben am 14. Oktober 2025 / Sibylle Reinecke, * 23. Juli 1948, verstorben am 12. Oktober 2025
Stolperstein – Bruno Weinberg wurde am 13. Juni 1890 in Berlin geboren. Im Adressbuch des Jahres 1939 war er als Zeitungsausträger eingetragen. Am 3. November 1941 – wenige Wochen, nachdem auf dem Bahnhof Grunewald die systematischen Judendeportationen durch die Nationalsozialisten begonnen hatten, nahm sich Bruno Weinberg in seiner Wohnung das Leben. Heute erinnert ein Stolperstein in der Aachener Straße 41 in Wilmersdorf an Bruno Weinberg.
Encore
Nachtrag zu unserer Meldung über den von der Allianz pro Schiene als „Bahnhof des Jahres“ ausgezeichneten Magdeburger Hauptbahnhof (CP vom Freitag): Einer, der ihn regelmäßig nutzt, bezeichnet die Würdigung als „lächerlich“, denn der Bahnhof sei seit Jahren Baustelle, die Automatiktüren und Aufzüge seien ständig kaputt, das Reisezentrum in der Haupthalle habe man einem Aldi geopfert, der Warteraum liege ab vom Schuss. Das einzig Gute sei das Restaurant.
Ein anderer Leser weist darauf hin, dass es sich bei Magdeburg nicht um die Hauptstadt der (adligen) Anhaltiner handelt, sondern der (Sachsen-)Anhalter. Lesen Sie morgen: Vom Anhalter Bahnhof durch die Galaxis, ohne Halt in Sachsen-Anhalt.
Ausgezeichnet recherchiert für diesen Checkpoint haben Christoph Papenhausen, Tobias Langley-Hunt (Stadtleben) und Jaqueline Frank (Produktion). Morgen bearbeiten hier Daniel Böldt und Sönke Matschurek die Baustellen der Stadt.
Bis bald!