ein Ergebnis über 25 Prozent, es wäre eine Sensation für die SPD in Berlin. Bei den letzten beiden Wahlen hatte sie das Prädikat „historisch schlecht“ schon festgetackert vor der Zahl, von 21,4 Prozent im Jahr 2021 ging es bei der Wiederholungswahl 2023 noch weiter runter auf 18,4 Prozent – und raus aus dem großen Amtszimmer im Roten Rathaus. Wenig deutet derzeit darauf hin, dass es bei der Wahl im September signifikant besser ausgehen wird (Umfragen sehen sie derzeit um die 17 Prozent).
Für die SPD in Rheinland-Pfalz sind die 25,9 Prozent (vorläufiges Endergebnis) jedoch eine Niederlage. Denn sie verliert nach 35 Jahren ein weiteres der ohnehin nur noch sieben SPD-geführten Länder an die CDU. Und, symbolisch vielleicht noch stärker: Die SPD hat gestern auch München verloren – zum ersten Mal seit 1984. Oberbürgermeister Dieter Reiter unterlag in der Stichwahl gegen den 35-jährigen Grünen-Politiker Dominik Krause und analysiert: „Ich hab’s verbockt.“ Aufarbeitung mit Niveau.
Harte Zeiten für die SPD. Auch in Berlin gibt es mal wieder Ärger, diesmal von einem, der jetzt gar nicht mehr in der SPD sein möchte: Jonas Gebauer, ehemaliger Referent von Franziska Giffey und Raed Saleh und zuletzt Sprecher der beiden Landesvorsitzenden Martin Hikel und Nicola Böcker-Giannini, tritt aus der Partei aus. Nicht ohne virtuell noch einmal richtig auf den Tisch zu hauen: „Die SPD steht nicht mehr in aller Klarheit für die Vernunft und den Fortschritt, für die ich einst eintrat“, schreibt Gebauer bei LinkedIn.