ein Ergebnis über 25 Prozent, es wäre eine Sensation für die SPD in Berlin. Bei den letzten beiden Wahlen hatte sie das Prädikat „historisch schlecht“ schon festgetackert vor der Zahl, von 21,4 Prozent im Jahr 2021 ging es bei der Wiederholungswahl 2023 noch weiter runter auf 18,4 Prozent – und raus aus dem großen Amtszimmer im Roten Rathaus. Wenig deutet derzeit darauf hin, dass es bei der Wahl im September signifikant besser ausgehen wird (Umfragen sehen sie derzeit um die 17 Prozent).
Für die SPD in Rheinland-Pfalz sind die 25,9 Prozent (vorläufiges Endergebnis) jedoch eine Niederlage. Denn sie verliert nach 35 Jahren ein weiteres der ohnehin nur noch sieben SPD-geführten Länder an die CDU. Und, symbolisch vielleicht noch stärker: Die SPD hat gestern auch München verloren – zum ersten Mal seit 1984. Oberbürgermeister Dieter Reiter unterlag in der Stichwahl gegen den 35-jährigen Grünen-Politiker Dominik Krause und analysiert: „Ich hab’s verbockt.“ Aufarbeitung mit Niveau.
Harte Zeiten für die SPD. Auch in Berlin gibt es mal wieder Ärger, diesmal von einem, der jetzt gar nicht mehr in der SPD sein möchte: Jonas Gebauer, ehemaliger Referent von Franziska Giffey und Raed Saleh und zuletzt Sprecher der beiden Landesvorsitzenden Martin Hikel und Nicola Böcker-Giannini, tritt aus der Partei aus. Nicht ohne virtuell noch einmal richtig auf den Tisch zu hauen: „Die SPD steht nicht mehr in aller Klarheit für die Vernunft und den Fortschritt, für die ich einst eintrat“, schreibt Gebauer bei LinkedIn. Inzwischen werde in der Partei lieber über Begriffsdefinitionen gesprochen als über Lösungen. „Die Partei ist kein bürgerlicher Debattierclub für soziologische Seminare, sondern eine Interessenvertretung für die hart arbeitende Mitte.“
Zur Wahrheit gehört aber auch, dass keiner der oben Genannten wirklich glücklich war mit Gebauer. Zwischen dem neuen SPD-Kandidaten Steffen Krach undGebauer lief es von Beginn an nicht – und Krach wollte seinen alten Vertrauten Matthias Kuder als Sprecher installieren. Die beiden versuchen, die SPD eher wieder weiter in die Mitte zu rücken. Eher unwahrscheinlich, dass der Rest der Partei sie lässt (daran sind hier schon ganz andere gescheitert).
Gebauer geht im Groll, dem Vernehmen nach hat er bereits eine neue Partei gefunden. Und einen Chef, den er früher gern als „Volldulli“ bezeichnete. Aber das ist sicher nur ein Gerücht.
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Seit Jahren bekannt ist, dass die Urania ganz dringend eine Finanzierungszusage braucht. Das marode Haus muss grundlegend saniert werden, die älteste Bildungsstätte der Stadt ist sichtbar in die Jahre gekommen, manche sagen: Es geht um die Existenz. Der Bund hat dafür 32,75 Millionen Euro zugesagt, die aber nur bis Ende des Jahres reserviert sind – und nur dann fließen, wenn sich Berlin mit derselben Summe beteiligt. Die Entwürfe internationaler Architekten liegen vor, das Ergebnis wird demnächst vorgestellt. „Das Land Berlin wird diesen Ort in der Stadt nie wieder zu so guten Konditionen nachhaltig baulich positiv prägen können“, sagte Urania-Chefin Johanna Sprondel dem Checkpoint.
Man sei in „intensivem Austausch“ mit der Finanzverwaltung, sagte Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch am Donnerstag im Bildungsausschuss. „Die Sanierung der Urania wird vom Land Berlin grundsätzlich unterstützt“, heißt es auch von der Finanzverwaltung. Doch im Haushalt ist das Geld nicht vorgesehen – und die Finanzverwaltung geht davon aus, dass das Abgeordnetenhaus eingebunden werden muss. Doch der Urania läuft die Zeit davon. „Ich begrüße es sehr, dass das Land Berlin jetzt ganz konkrete Schritte unternimmt, damit das Bauvorhaben Urania gemeinsam mit dem Bund durchstarten kann“, sagt Günter Ziegler, Vorsitzender des Urania-Kuratoriums. Seit zwei Jahren sei von Seiten der Urania mit voller Kraft an dem Projekt gearbeitet worden. „Jetzt fehlt nur noch das grüne Licht vom Land.“
Apropos Bildung: Mathe, Deutsch, Akquise, heißt es an der Conrad-Grundschule in Zehlendorf. Dort lernen Kinder nicht nur für den Lehrplan, sondern wirklich fürs Leben – mit Projekten und AGs zu Haushaltsplanung, Fördervereins-Anträgen oder überzeugender Argumentation. Heute wird die Schule als eine von sieben Einrichtungen in Berlin von der Verbraucherzentrale als „Verbraucherschule“ ausgezeichnet. „Eine wichtige Frage ist doch: Wie kommen wir an Geld für das, was wir uns wünschen an der Schule? Konkret: für ein Bällebad“, sagte Schulleiter Hans-Gerrit Plessen dem Checkpoint. Am Ende dieses Projektes gab’s tatsächlich ein Bällebad – und eine Popcornmaschine.
Weitere Initiativen der Schule: eine Kleidersammlung für eine Flüchtlingsunterkunft, eine selbst gebaute Büchertausch-Säule und, neu dabei: „Kritischer Umgang mit Medien“. Immer gut.
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Der Fall Collien Fernandes, die unter anderem mit pornografischen Abbildungen und Deepfakes im Netz gedemütigt wurde, mutmaßlich von ihrem eigenen Mann, hat Entsetzen ausgelöst. Gestern Nachmittag versammelten sich mehrere Tausend Menschen vor dem Brandenburger Tor, um ein Zeichen gegen digitalisierte sexuelle Gewalt zu setzen – auch Fernandes hatte zu der Demo aufgerufen. Die Stimmung war aufgewühlt: „Jede Einzelne von uns muss heutzutage befürchten, dass es auch ihr passiert“, sagt Josephine Ballon von der Organisation HateAid. „Was mich die letzten Tage wütend gemacht hat, ist, dass es erst ein erfolgreicher Mann sein muss, damit es ein Thema wird“, sagt eine andere junge Teilnehmerin.
Ein Thema ist es auch für die Landespolitik: Innensenatorin Iris Spranger begrüßte am Wochenende die Ankündigung ihrer SPD-Parteifreundin und Justizministerin Stefanie Hubig, zügig ein Gesetz zum Schutz vor digitaler Gewalt vorzulegen, und forderte eine strenge Bestrafung der Täter: „Wer Menschen im Netz jagt, bedroht oder entwürdigt, greift ihre Würde genauso an wie auf offener Straße.“
Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe (SPD) wies auf ein neu gestartetes Projekt hin, das sich „gegen digitale geschlechtsspezifische Gewalt aus dem sozialen Umfeld“ richte. Beratungsstellen und Schutzunterkünfte sollen gestärkt werden, damit betroffene Frauen schneller Hilfe bekommen. Und Kai Wegner (CDU) sagte: „Wenn wir über Sicherheit sprechen, insbesondere für Frauen und Kinder, reicht es nicht, nur über häusliche Gewalt oder die Sicherheit im öffentlichen Raum zu sprechen.“ Es brauche eine breite gesellschaftliche Debatte über neue Formen der Gewalt. Für Hubigs Gesetz sagte der Regierende Bürgermeister konstruktive Unterstützung und enge Begleitung durch die Länder zu. Hoffentlich bleibt es nicht nur bei digitalen Worten.
Berlins Queerbeauftragter Alfonso Pantisano (SPD) hat schwere Wochen hinter sich. Wegen eines rätselhaften Leberleidens war er immer wieder Gast in der Hepatologie des Virchow-Klinikums der Charité. Von seiner medizinischen Behandlung und der liebevollen Zugewandtheit des Pflegepersonals sei er begeistert, berichtete Pantisano dem Tagesspiegel. Schockiert hat ihn allerdings der Zustand der Patientenzimmer: Türen, die beim Öffnen Schrauben verstreuen, abstürzende Vorhänge, Steckdosen, die aus der Wand fallen. Und das Schlimmste: verschlossene Fenster und keine Klimaanlage. Kranke, die wie Pantisano unter permanentem Juckreiz leiden, brauchen es kühl, damit die Lage sich nicht noch verschlimmert. „Dass das in den Zimmern, in denen man sich nachts schlaflos umherwälzt, nicht möglich ist, ist einfach lebensgefährlich“, sagt Pantisano. Ihm wurde immerhin ein Ventilator ins Zimmer gestellt.
Die Leberklinik ist bei Weitem nicht der einzige Charité-Standort, an dem es baulich übel zugeht: Auch anderswo regnet es durch Fensterrahmen, liegen Kabelstränge frei, haben Badezimmerfliesen ihr Haltbarkeitsdatum weit überschritten. „Teile der Bausubstanz sind einige Jahrzehnte alt“, teilte ein Charité-Sprecher dem Checkpoint mit. „Wir setzen alles daran, notwendige Reparaturen durchzuführen und die Infrastruktur instand zu halten, dennoch ist eine grundlegende Sanierung unerlässlich.“ Auf mindestens eine Milliarde Euro schätzt die Gesundheitsverwaltung den Investitionsbedarf bis 2030. Die achtbeste Klinik der Welt zerbröselt – ebenso wie die Berliner Landeskasse mit jedem neuen Haushaltsplan.
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Hier gibt’s Tickets für die Checkpoint-Revue ganz sicher zu: Am 16. April kommt Matze Hielscher, Gastgeber von „Hotel Matze“ und „Mit Vergnügen“-Gründer, als Gast. Ein paar Restkarten gibt es noch (übrigens auch für die weitere Show am 4. Juni).

Und noch ein paar Lesetipps aus der Tagesspiegel-Redaktion:
+ Eine Frage für das Volk? „Ministerpräsidenten direkt zu wählen, würde viele Probleme lösen“:Bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz zeigt sich ein besorgniserregendes Muster, sagt Politikwissenschaftler Frank Decker – und fordert deshalb eine weitreichende Reform.
+ Eine Nachtschicht im Urban-Klinikum: Als der dritte Drogenkranke vor ihm schluchzt, ist Hendrik Streeck ratlos. Der Bundesdrogenbeauftragte hat sich eine Nacht lang um Menschen mit Überdosis gekümmert – und die Ohnmacht der Ärzte gespürt.
+ „Solange ich nicht tot bin, sind sie gefährdet“: Ex-Hells-Angel Kassra Zargaran sagte in einem Mordprozess gegen seine Rockerbrüder aus. Nach Jahren im Zeugenschutz tritt er erstmals wieder öffentlich auf. Tagesspiegel-Kollegen Sebastian Leber und Hannes Soltau haben mit ihm gesprochen.
+ Design aus der Hölle: Berlin, die furchtbar kleinen Hocker in deinen Hipster-Cafés sind nicht okay. Zur Illustration noch folgendes Zitat der Autorin Jana Gäng: „In der unwürdigen Haltung eines Shrimps hängt seitdem Berlins designversessenste Klientel mit Rundrücken über der Tasse. Das schmerzt.“
+ „Das Anti ist das Berghain der Fitnessstudios“: Zum Rotlicht-Pilates ins Berliner Brutalismus-Loft
+ Oft fehlt die Unterstützung: Immer weniger Berliner melden sich als Pflegeeltern
Berliner Schnuppen
Telegramm
Heute bleiben viele Apotheken so dicht wie Allergiker-Nasen im Frühling: Am Mittag startet eine Protestdemo durch Mitte, es geht um eine Honorarerhöhung. Auf Checkpoint-Nachfrage, ob das denn unbedingt zur Erkältungszeit sein müsse, antwortete Ina Lucas, Vizevorsitzende der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände: „Für uns Apotheken ist immer irgendeine Saison.“ Gesundheit.
Hoffentlich bei bester Gesundheit ist dieBerlinerin, die bei der Deutschen Fernsehlotterie 1,5 Millionen Euro gewonnen hat – und das kurz nach ihrem 90. Geburtstag. Wenn das keine Einladung zum Verprassen ist.
Apropos Party: Das Ende ihrer letzten offiziellen Unterrichtswoche haben rund 1000 Jugendliche am Freitagabend in zwei Parks in Pankow und Schöneberg begossen. Vorläufiges Ergebnis: Vermüllung, fünf vorübergehende Festnahmen, mehrere beschädigte Polizeiwagen und 15 Strafermittlungsverfahren. Pankows Ordnungsstadträtin Manuela Anders-Granitzki (CDU) beklagt schockiert ein „Ausmaß an Rücksichtslosigkeit, das sprachlos macht“.
Cafés verschwinden, die Stammkneipe schließt: Haben Sie das Gefühl, Ihr Kiez verödet? Das Tagesspiegel-Innolab hat ausgewertet, wie sich Gewerbemieten entwickelt haben. Dazu interessiert uns Ihre Meinung – beim digitalen Expertentalk „High Noon“ morgen (Dienstag) um 12 Uhr geben meine Kollegin Nina Breher exklusive Einblicke in die Recherche, diskutieren mit dem Stadtökonomen Gabriel Ahlfeldt und beantworten live Ihre Fragen. Hier geht’s zur Anmeldung.
Schulplatz-Schweinezyklus in Pankow: Nachdem die Gymnasien vergangenes Jahr komplett überlaufen waren, hatten einige der beliebtesten fürs nächste Schuljahr deutlich weniger Erstwunschanmeldungen – und nun überraschend Plätze frei. Und wer’s riskiert hat, hat seinen Traumplatz sicher.
Und sonst? Das Olympiastadion wird über die Ostertage zum „wohl größten Ostereiersuchgebiet“. Ab Karfreitag werden dort jeden Tag 50 Eier mit Konzertkarten oder Hertha-Tickets versteckt. Außerdem gibt’s die seltene Möglichkeit, über die blaue Laufbahn zu sprinten. Usain Bolt lässt grüßen.
Apropos Sport: Am 1. Mai öffnen die ersten drei Sommerbäder (mit dem Prinzenbad, Kombibad Seestraße, Strandbad Wannsee), der Rest folgt tröpfchenweise. Wichtige Info für Frostbeulen: 22 Grad „Stütztemperatur“ gibt’s nur in beheizten Sommerbädern (Kreuzberg, Neukölln, Insulaner, Olympiastadion), für alle anderen hilft nur: auf Sonne hoffen (oder Neopren mitbringen).
Sie bringt den Raumanzug mit: Rabea Rogge wird heute vom Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU) empfangen und trägt sich ins Gästebuch der Stadt ein. Die erste deutsche Frau im All hat vor knapp einem Jahr 55-mal die Erde umrundet – und einmal Berlin, im Ringbahn-Podcast mit Ann-Kathrin Hipp.
Sie wollen Senatorin Iris Spranger (SPD) und ihre Gäste bewirten? Die Senatsverwaltung für Inneres und Sport sucht per Ausschreibung einen Caterer inklusive Servicekräfte für „repräsentative, gehobene Veranstaltungen“. Davon gibt’s demnach pro Jahr etwa 33 mit bis zu 300 Personen. Der Rahmen reiche „von Patisseriegebäck bis hin zu hochwertigen 3-Gänge-Menüs“. Und wir dachten, die fetten Jahre sind vorbei.
Dazu passt folgende Suche: Die Polizei bittetHerrn Daniel R. (Name der Redaktion bekannt) via Amtsblatt, sein beschlagnahmtes Essbesteck abzuholen. Das Buttermesser und die Gabel werden noch bis Karfreitag im Abschnitt 35 gelagert. Könnte noch reichen für den Osterzopf.
Einer Auswertung des ADAC zufolge kostet eine ÖPNV-Monatskarte in Berlin mit 113 Euro rekordverdächtig viel. Teurer ist es nur in Frankfurt, im Ruhrgebiet und im Bereich Köln-Bonn – dort zahlt man 140,50 Euro. Am günstigsten ist München mit 71,40 Euro. Ein Sprecher des VBB teilt mit: „Die im VBB vorhandenen Zeitkarten sind so kalkuliert, dass die Verkehrsunternehmen im Verbund auskommen können.“ Dann doch lieber Deutschland-Ticket.
Falls Ihnen Verbesserungsvorschläge in den Sinn kommen: Berlin arbeitet gerade am Nahverkehrsplan 2026-2028. Seit Mittwoch können Sie ihn hier einsehen und Kommentare abgeben. Verschobene oder abgesagte neue Tramstrecken, aufgeschobene U-Bahn-Vorhaben und natürlich die Magnetschwebebahn – hier unser Überblick.
Falls Sie zum Morgenkaffee noch etwas Zucker brauchen: Dass Beamte der Berliner Polizei in der Jacke eines mutmaßlichen Taschendiebs einen Fuchswelpen gefunden haben, ist zwar unschön. Aber Baby Reineke? Unfassbar schnuffelig. Der Kleine wurde inzwischen vom Kottbusser Tor zur Fuchshilfe Berlin transferiert, ist wohlauf und hört auf den Namen „Charly“.
Zitat
„Hast du Scheiße am Fuß, hast du Scheiße am Fuß“
Marie-Agnes Strack-Zimmermann zur Lage der FDP (auch in Rheinland-Pfalz ist sie aus dem Parlament geflogen).
Stadtleben
Verlosung – Am 29. März, Palmsonntag, um 20 Uhr bringt die Berliner Bach Akademie ein besonderes Konzert in den Kammermusiksaal der Philharmonie: Ein deutsches Requiem von Johannes Brahms erklingt in einer neuen Fassung von Heribert Breuer – als Uraufführung. Weitere Infos hier. Es gibt noch Tickets – von denen wir 2x2 verlosen. Bewerbungen via Checkpoint-Postfach. Herbert-von-Karajan-Str. 1, S/U Potsdamer Platz
Essen & Trinken – Wer nach einem Spaziergang über das Tempelhofer Feld im Schillerkiez landet und plötzlich Heißhunger auf mexikanisches Streetfood mit Neuköllner Einfluss verspürt, kann sich über den Club del Burro freuen. Hier gibt es Burritos, Quesadillas und natürlich Tacos, alles in oder auf der Weizen- oder Maistortilla. Buen provecho! Herrfurthstr. 30, U Boddinstraße
Noch hingehen – Musical-Freunde aufgepasst: Nur noch bis zum 29. März gastiert die Erfolgsproduktion „The Bodyguard“ imAdmiralspalast. Die Inszenierung vom Londoner West End basiert auf dem gleichnamigen Kino-Hit mit Whitney Houston aus dem Jahr 1992 und beinhaltet natürlich auch die weltbekannten Bretter „I Will Always Love You“ oder „I Wanna Dance with Somebody“. Termine, Tickets und weitere Infos hier. Friedrichstr. 101, S/U Friedrichstraße
Last-Minute-Tickets – In ihrem neuen Buch „Ich möchte zurückgehen in der Zeit“ folgt Schriftstellerin Judith Hermann den Spuren ihres Großvaters, der während des Zweiten Weltkriegs für die SS im polnischen Radom stationiert war. Die Berliner Buchpremiere, moderiert von Maike Albath, findet heute um 20 Uhr im Heimathafen Neukölln statt. Es gibt noch Tickets (ab 25 €). Karl-Marx-Str. 141, U Karl-Marx-Straße
Kiekste
Wer bei diesem Kuddelmuddel-Schild den Überblick behält, kann alles meistern. Wir hoffen jedenfalls, dass Checkpoint-Leserin Sabine Skott es ans Ziel geschafft hat – vielen Dank für den Schnappschuss! Schicken auch Sie uns Ihre chaotischen Berlin-Momente an checkpoint@tagesspiegel.de und nehmen Sie an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – A100 (Stadtring): In den Nächten bis zum 26./27.3. ist die Autobahn von 21 bis 5 Uhr in beiden Richtungen zwischen den Anschlussstellen Heckerdamm bzw. Jakob-Kaiser-Platz und Hohenzollerndamm gesperrt.
Oberbaumstraße (Kreuzberg): Bis zum 21.4. ist die Straße jeweils montags bis freitags in der Zeit von 24 bis 4 Uhr zwischen Schlesische Straße und May-Ayim-Ufer gesperrt.
Huttenstraße (Moabit): Die Straße ist von 6 bis 17 Uhr in beiden Richtungen zwischen Beusselstraße und Rostocker Straße gesperrt.
Tiergartentunnel (Tiergarten): In den Nächten bis 26./27.3. ist der Tunnel in beiden Richtungen gesperrt: in Fahrtrichtung Kreuzberg von 20.30 bis 5 Uhr & in Fahrtrichtung Moabit von 21 bis 5 Uhr.
Nahverkehr – Tram M5, M8 & M10: Von 4 Uhr bis 13.04.2026 kommt es zu Sperrungen und Umleitungen:
- M5 und M8: Umleitung zwischen Naturkundemuseum und Turmstraße über Hauptbahnhof.
- M10: Unterbrechung zwischen Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark und Turmstraße, zwischen Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark und Naturkundemuseum fahren Busse als Ersatz.
S41, S42 und S46: In den folgenden Nächten bis Freitag, ist jeweils von 21.45 bis 1.30 Uhr der S-Bahnverkehr zwischen Halensee und Westend unterbrochen.
Demonstration – Für heute sind 24 Demos angemeldet (Stand 20.3., 14 Uhr), u.a. „Für Menschenrechte und Frauenrechte in Afghanistan (...)“: 100 Menschen, Schaperstr. 29 (11-15 Uhr)
„Apotheken gibt’s nicht zum Nulltarif!“: 5000 Personen, Potsdamer Platz, Leipziger Str., Französische Str., Glinkastr., Unter den Linden, Schloßplatz, Spandauer Str. bis Rotes Rathaus (12-15 Uhr)
„Mit Bunten Blumen für ein Buntes Berlin“: 50 Teilnehmende, „MANEO“, Nollendorfplatz (13-15 Uhr)
Gericht – Der Prozess um Fahrzeugbrände vor Berliner Gefängnissen gegen vier 23- bis 28-Jährige, darunter drei Mitglieder der Großfamilie Remmo, könnte in die Schlussphase gehen. Angeklagt sind vier Taten zwischen März und Juni 2024 in Berlin und im brandenburgischen Großbeeren. Insgesamt seien 21 Autos und zwei Motorräder beschädigt worden. Die Angeklagten sollen sich an Taten beteiligt oder dazu angestiftet haben (9.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal A142).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – „Aaaaadri – Du toller Twen – tillycke till födelsedagen! Ha det så kul och hoppas vi ses snart. P&K, farbror Jens“ / Nicolas Brieger (81), Schauspieler und Theaterregisseur / „Le deseamos a Charlotte, nuestra pequeña hormiga, todo lo mejor en su noveno cumpleaños, abuela, abuelo y tío“ / Detlef Dzembritzki (83), ehem. Berliner SPD-Landesvorsitzender (1994-99) / „Susanne Jaschke (81), der besten Mutti der Welt die herzlichsten Glückwünsche zum Geburtstag, Dein Mäuschen“ / „Allet Jute, liebe Sagitta M.“ / „Hallo und guten Morgen Monika, nach einem langen gemeinsamen Weg feierst Du heute mit mir Deinen 80sten Geburtstag. Alles Liebe und Gute und Glück und Gesundheit mögen uns weiter begleiten. Ich liebe dich sehr, Dein Mann Werner“ / „Felicitas Rennert, alles Liebe zum Geburtstag für meine Geburtstagsschwester und Herzensfreundin, Deine Verena“ / „Alles Gute zum Geburtstag, Dr. Eugen F. Reibis (90)“ / Anna Schudt (52), Theater- und Filmschauspielerin / Peter Schwenkow (72), Vorstandsvorsitzender der DEAG und Hochschullehrer
Nachträglich: „Herzliche Glückwünsche, liebe Hilde, du bist immer noch die Wilde, aber nun auch die Milde! Deine Freundin Angie … seit 50 Jahren“
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn oder der Lieblingskollegin zum Geburtstag, den Großeltern zum Hochzeitstag oder einem Sportverein zum Jubiläum im Checkpoint gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de. +++
Gestorben – Leonore Jörß (geb. Schönig), * 4. Juni 1935, verstorben am 12. März 2026 / Peter Schunter, * 24. Dezember 1939, verstorben am 19. März 2026 / Stephan Karl Theodor Weichbrodt, * 19. August 1936, verstorben am 12. Februar 2026 / Dr. Hans-Joachim Wilke, * 2. Juli 1931, verstorben am 25. Februar 2026
Stolperstein – Menasche Steinhardt (* 1906 in Polen) war Kaufmann und floh 1938 von Berlin nach Belgien, wahrscheinlich aufgrund der drohenden Deportation im Rahmen der „Polenaktion“. Wie Menasche flüchten konnte und wo er sich bis 1942 aufhielt, ist nicht bekannt. Danach wurde er in Mechelen aufgegriffen und im Anschluss nach Buchenwald verschleppt. Dort wurde er am 23. März 1945 von den Nazis ermordet. Heute erinnert ein Stolperstein in der Ackerstr. 167 in Mitte an Menasche Steinhardt.
Encore
Zum Abschluss gelato, per favore: Die Union der italienischen Speiseeishersteller stellt heute im Shoppingcenter The Playce am Potsdamer Platz offiziell die Sorte des Jahres vor. „Pinocchio“ ist ein bunter Haufen aus Milcheis und Erdbeersorbet mit Schokolinsen als Augen und Mund sowie einer Waffelnase, Schoko-Graffiti, Grissini-Poller, Gesichtsausdruck: verkatert. Spontane Reaktionen aus dem Checkpoint-Büro: „Raver nach drei Tagen Berghain“, „abstrakte Kunst von Kindergartenkindern“ und „Sperrmüll in Neukölln“. Oder einfach: Montagmorgen (sehen Sie selbst).
Taufrische Recherchen, Texte und Hinweise lieferten Anne Roggensack und Ingo Salmen, das Stadtleben kuratierte Tobias Langley-Hunt und Jaqueline Frank gab dem Newsletter in der Produktion den letzten Schliff. Morgen früh lesen wir uns an dieser Stelle wieder.
Kommen Sie gut in die neue Woche!

