von Ex-Bundespräsident Richard von Weizsäcker stammt der Spruch „Die deutsche Frage ist offen, solange das Brandenburger Tor zu ist.“ Das war 1987. Heute, 35 Jahre später, müssen wir das etwas anpassen – und zwar so: Die deutsche Energiepolitik liegt im Dunkeln, solange das Brandenburger Tor beleuchtet ist.
Ok, worum geht’s? Richtig! Um das „Festival of Lights“, denn beim Lichtkunstfestival wird diesmal laut Veranstalter-Website „deutlich mehr Strom eingespart als verbraucht“. Hm, woran erinnert uns das gleich noch … ach ja, an eine Parole von Walter Ulbricht natürlich: „Überholen, ohne einzuholen“. Das muss man auch erst mal schaffen.
Und wie soll das gehen? Hier die Rechnung der „Festival of Lights“-Veranstalter (die unseren Unterlagen zufolge noch nie an einem Kurs „Mathe mit dem Checkpoint“ teilgenommen haben):
„Ein durchschnittlicher Fernseher hat eine Leistung von 100 Watt. Vier Stunden Fernsehen verbrauchen damit 0,4 Kilowattstunden. Wenn also nur 25.000 Haushalte einen Abend lang aufs Fernsehen verzichten und stattdessen das Festival of Lights besuchen, ist der Stromverbrauch des gesamten Festivals für alle zehn Abende bereits mehr als ausgeglichen.“
Tja, es sei denn, die 25.000 Haushalte fahren die 30 Festivalorte mit 100.000 E-Rollern ab – oder dieseln stundenlang mit ihrem alten Daimler an den bunten Bildern vorbei. Oder lassen den Fernseher, das Wohnzimmerlicht und den Elektroheizer laufen, während sie mal kurz …
Na gut, aber das ist ja noch nicht alles. Denn wiederum nach eigenen Angaben ist es den Veranstaltern gelungen, den Stromverbrauch des Festivals um 75% zu reduzieren. Boah … aber wenn das so einfach ist, warum hat dann der Senat seinerseits die Beleuchtung aller öffentlichen Gebäude gekappt? Müsste der Regierenden Bürgermeisterin denn da nicht ein Licht aufgehen? Ok, kommt vielleicht noch. Einstweilen sendet sie beste Wünsche an die „rührigen Organisatoren“ und „für ein gutes Gelingen der Lichtshow“, die sie bereits im Mai für (immerhin) „teils atemberaubend“ hielt.
Kommen wir zurück zu den 75% und fragen uns mal: wovon eigentlich? „Im Vergleich zu den Vorjahren“, sagen die Veranstalter und kommen für dieses Jahr je nach Quelle auf entweder 6700 Kilowattstunden (offizielle Website „Festival of Lights“) oder 8250 Kilowattstunden (offizielle Auskunft von Festivalgründerin Birgit Zander). Im Jahr 2018 waren es übrigens ca. 880 Kilowattstunden pro Veranstaltungsnacht (können Sie ja x 10 ausrechnen). Und bereits 2013 hatten die Macher verkündet, dass sie „mit LEDs und Ökostrom“ einen geringen Stromverbrauch erreicht hätten, während 2022 angeblich „modernste Technik“ und „ausschließlich grüner Strom“ für einen geringen Stromverbrauch zum Einsatz kommen.
Na ja. Ziehen wir dem Thema jetzt hier mal für heute den Stecker – ich fand’s gestern Abend jedenfalls schön, die Show am Brandenburger Tor (gestaltet von drei ukrainischen Videostudios) war ziemlich beeindruckend. Das überflüssige schlechte Gewissen habe ich mir anschließend mit dem kalten Waschlappen von Winfried Kretschmann abgeschrubbt. (Das offizielle Programm und alle Energie-FAQs dazu gibt’s hier).
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Mal angenommen, die Wahl von 2021 wird für komplett ungültig erklärt – mit welcher Legitimation handeln dann eigentlich seitdem das (19.) Abgeordnetenhaus und der Senat? Das Verfassungsgericht hat dazu festgestellt, dass auch in diesem Fall alle bisherigen Entscheidungen wirksam bleiben – und auch neue Gesetze dürften „zur Sicherstellung der Kontinuität staatlichen Handelns“ beschlossen werden (wichtige Fragen zur Wahlwiederholung hat Julius Betschka am Wochenende im Tagesspiegel beantwortet). Der frühere FDP-Abgeordnete und Ex-Freie-Wähler-Kandidat Marcel Luthe forderte jetzt dennoch den damaligen Parlamentspräsidenten Ralf Wieland schriftlich auf, für den 17.11. eine Sitzung des alten (18.) Abgeordnetenhauses einzuberufen. Es kommentiert Karl Marx: „Die Geschichte wiederholt sich immer zweimal – das erste Mal als Tragödie, das zweite Mal als Farce.“
Fast als Farce wäre auch die Wiederverbeamtung von Lehrerinnen und Lehrern in die Geschichte Berlins eingegangen – doch im Rahmen der „Sicherstellung der Kontinuität staatlichen Handelns“(siehe oben) hat der Senat jetzt doch noch eine Lösung gefunden. Wie die aussieht, weiß unsere Bildungsexpertin Susanne Vieth-Entus. Ihren Bericht finden Sie hier.
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Wasser kommt nicht einfach aus dem Hahn. Damit es auch in Zukunft noch ausreichend und in hoher Qualität zur Verfügung steht, müssen wir alle achtsam damit umgehen.
Zum Beispiel: Hahn zu beim Zähne putzen oder Hände einseifen. Mehr Tipps der Berliner Wasserbetriebe gibt's auf berlinerwasser.de
Sie erinnern sich an Michael Müller? Richtig, der war mal Regierender Bürgermeister und davor Bausenator, und vor genau zehn Jahren hat er für Straßen- und Grabungsarbeiten „die Einrichtung einer zentralen Koordination auf Landesebene“ versprochen. Wie das heute so aussieht, hat uns unser Leser Martin Gertich beschrieben:
„In der Sesenheimer Straße (Charlottenburg) wurden in den Monaten Mai bis August Wasserrohre verlegt.Dazu rissen Bauarbeiter die Bürgersteige zwischen Bismarckstr. und Schillerstraße beidseitig auf. Nach Abschluss der Arbeiten wurde neu gepflastert, auch neue Fahrradhalter sind hier jetzt einbetoniert. Seit drei Tagen aber wird das Pflaster auf der Ostseite der Straße schon wieder aufgerissen – diesmal ist Vattenfall dran.“
Kein Wunder, dass die Leute hier irgendwann den Kanal voll haben (dafür müssen dann aber bitte nicht extra wieder die Gehwege aufgerissen werden).
„Nirgendwo in der europäischen Museumswelt gibt es etwas Vergleichbares wie die Rieckhallen“, schreibt der Berliner Kunstförder-Doyen Peter Raue im Tagesspiegel – doch deren Erhaltung ist wegen eines Immobiliendeals bedroht, der Mietvertrag wurde gerade mal bis zum 31.12.2022 verlängert. Nur ein schneller Grundstückstausch könnte das Kulturgut retten, doch das Geschäft wird durch Pläne für einen Verwaltungsbau blockiert. Im Vermögensauschuss zeichnet sich zwar eine Mehrheit mit Unterstützung der CDU für den Tausch ab, doch im Senat wird gezögert (oder gefährlich hoch gepokert). Jetzt soll in einem Spitzengespräch bei Kulturstaatsministerin Claudia Roth eine Lösung gefunden werden – oder ein Ersatzgrundstück für den Investor.
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Dass unser beliebtes Behördenpingpong auch als Solo gespielt werden kann, beweist eindrucksvoll Cha-Wi-Stadtrat Oliver Schruoffeneger (Grüne). Als im Frühjahr die CDU-Abgeordnete Stefanie Bung den Senat schriftlich nach beschädigten Denkmälern fragte, holte Kulturstaatssekretär Torsten Wöhlert dafür Auskünfte der Bezirke ein. Aus Charlottenburg-Wilmersdorf kam die Antwort „Fehlanzeige“. Als im Sommer die CDU-Bezirksverordnete Konstanze Zucker direkt bei Schruoffeneger nachfragte, erklärte dieser nach zwei Monaten Bedenkzeit, Beschädigungen seien ihm nicht bekannt – und verwies im Übrigen auf die Senatsantwort an Stefanie Bung, die ja allerdings auf der Auskunft des Bezirks beruhte („Fehlanzeige“). Das war denn selbst Schruoffenegers eigener Fraktion zu doof: Sie forderte ihren Stadtrat jetzt auf, ein Beschädigungsregister zu erstellen. Es kommentiert unser Gastautor Franz Kafka: „Richtiges Auffassen einer Sache und Missverstehen der gleichen Sache schließen einander nicht vollständig aus.“ (Q: Drs. 19/11642, 0087/6, „Die Erklärer“, 9. Kapitel, S. 381)
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Telegramm
Der letzte Stand zum Krieg Russlands gegen die Ukraine:
+++ Putin macht ukrainischen Geheimdienst für Explosion der Krim-Brücke verantwortlich.
+++ Das Atomkraftwerk Saporischschja ist der Internationalen Atomenergieagentur (IAEA) zufolge wieder an das externe Stromnetz angeschlossen.
+++ Die Ukraine hat dem Militär zufolge in Cherson rund 1200 Quadratkilometer zurückerobert.
Alle aktuellen Ereignisse können Sie auch heute in unserem Live-Blog (hier) und auf unserer interaktiven Live-Karte (hier) verfolgen.
Wie geht es eigentlich den Geflüchteten aus der Ukraine in Berlin? Denken sie an eine Rückkehr? Wie viele kommen noch an? Gibt es den „Sozialtourismus“, von dem Friedrich Merz gesprochen hat? Und was passiert eigentlich mit den Spenden? Darüber haben wir in unserem Checkpoint-Podcast mit Betroffenen und Beteiligten gesprochen, u.a. mit unseren ukrainischen Kolleginnen, denen wir im Tagesspiegel Arbeitsplätze eingerichtet haben.
Valeriia Semeniuk ist eine von ihnen – sie sagt: „Ich verstehe, dass ich bestimmt keine Heldin bin, im Unterschied zu meinen Kolleginnen und Kollegen. Aber ich habe diese Entscheidung vor allem wegen meiner Kinder getroffen. Ich musste sie retten. Ich muss jetzt hierbleiben.”
Sozialsenatorin Katja Kipping erklärt per Sprachnachricht, welche Maßnahmen jetzt dringend ergriffen werden müssen. Einschätzungen zur Lage gibt’s außerdem von Christian Lüder, Gründer des Netzwerks „Berlin hilft“, und von Irina Gutt von der psychologischen Sprechstunde für ukrainische Geflüchtete bei Vivantes. Hören können Sie den Podcast hier.
Kleiner Spoiler: Die Frage nach den Spenden ist schnell geklärt: Die Hilfsorganisationen haben uns erklärt, warum sie weiterhin dringend darauf angewiesen sind. Auch der Tagesspiegel-Spendenverein sammelt weiter für die Ukraine – wie Sie helfen können, erfahren Sie hier.
Zu den weiteren Nachrichten des Tages:
Wahl I: In Cottbus hat sich bei der Oberbürgermeisterwahl im zweiten Durchgang Tobias Schick mit mehr als 60 Prozent gegen den AfD-Mann Lars Schieske durchgesetzt – der Sozialdemokrat wurde von Linken, Grünen, Freien Wählern, CDU und FDP unterstützt.
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Das Human Rights Film Festival Berlin lädt vom 13.-23. Oktober zu bewegenden internationalen Dokumentarfilmen ein. Mit dem Motto „Beyond Red Lines“ widmet sich das Festival diesmal Menschen, die für ihre Überzeugung alles riskieren. Das Festival eröffnet mit der Deutschlandpremiere von ITHAKA – ein Film über den Freiheitskampf von Julian Assange.
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In Hannover wird nach der Landtagswahl künftig Rot-Grün regieren – die SPD mit Ministerpräsident Stephan Weil an der Spitze verlor zwar fast drei Prozentpunkte, bleibt aber mit 33,2 Prozent stärkste Partei.
Wahl III: Alexander Van der Bellen hat sein Amt im ersten Wahlgang mit 54,6 Prozent gegen Walter Rosenkranz verteidigt – der Kandidat der rechten FPÖ kam auf 19,1 Prozent. Zur Wahl gestellt hatten sich u.a. auch ein Rockmusiker, ein Schuhfabrikant, ein Impfgegner und ein Boulevard-Kolumnist.
Die prominenteste Panne bei der Abgrenzung von Bodenrichtwerten ist am teuersten Ort Berlins passiert: Im Amtsblatt wird die Zone 2411 korrigiert – und das ist der Pariser Platz, wo schon ein paar Quadratzentimeter für Normalsterbliche kaum erschwinglich sind. Die naheliegende Begründung: „Fehler lag vor“. Ein Blick auf die rot und blau gestrichelten Linien der neuen Karte zeigt, dass nach dem gescheiterten Versuch „Pi mal Daumen“ jetzt eine andere populäre mathematische Formel angewandt wurde: die Quadratur des Kreises.
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Maren Kroymann & Band auf musikalischer Zeitreise – und die Sängerin, Schauspielerin und Kabarettistin nimmt uns alle mit! Sie nimmt das Publikum mit in „ihre Sixties“, jene legendäre Ära von Aufbegehren und Aufbruch einer ganzen Generation, die sich nur noch verstanden fühlte von der Popmusik. „In My Sixties“ vom19. - 23.10. im TIPI AM KANZLERAMT
Die Rubrik „Tierisches Berlin“ wird Ihnen heute in vier Gängen serviert:
I. Es geht los mit einer schlechten Nachricht für Carnivoren: Wegen der Vogelgrippe muss immer mehr Federvieh gekeult werden, und das bedeutet: Ihre Martinsgans ist in Gefahr.
II. Es geht weiter mit einer schlechten Nachricht für Hunde: Die Ordnungsbehörde hat angesichts des nahenden Winters die Regeln für den Kampf gegen Straßenglätte veröffentlicht (Abl. 40 / 7.10.22 / 2736) – demnach ist unter anderem der Einsatz von Harnstoff verboten. Also bitte bis zum Beginn des Tauwetters einhalten.
III. Es endet noch nicht mit einer schlechten Nachricht für Bambi:„Derzeit wird geprüft, ob eine Ausweitung der Jagdzeiten für Rehwild angezeigt ist, um Verbiss-Schäden beim Aufbau klima-stabiler Mischwälder wirksam reduzieren zu können“, verkündet Jan Thomsen, Sprecher der Umweltverwaltung. Die „B.Z.“ übersetzt das auf Seite 1 heute so: „Berlin soll Rehe totschießen“.
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Wer Zuhause Essen will, kann dies fortan im Berliner Restaurant Freischwimmer tun. Das Konzept ist ein gemütlicher Abend in heimeliger Atmosphäre - wie damals bei Oma.
Gegessen wird an einer festlichen Tafel mit edlem Geschirr und Silberbesteck. Die Speisen werden liebevoll auf alten Platten zum Teilen angerichtet
Events@freischwimmer-berlin.com
IV. Wir schießen … pardon: Wir schließen mit einer guten Nachricht für Vegetarier: Bei der heute beginnenden „Food Week“ sollen Alternativen zum Fleisch vorgestellt werden, z.B. Pseudo-Thunfisch aus Melonen und Carpaccio aus Pilzen. Das offizielle Motto lautet: „Vom Rinde verweht“.
Natürlich darf heute unser Betriebsstörungsbingo nicht fehlen – der wichtigste Bahn-Begriff des Wochenendes lautet „unbestimmt verspätet“. Nach den Anschlägen auf die Kabelage, darunter einer in Hohenschönhausen, fährt die Bahn jetzt aber wieder, und zwar: normal verspätet.
Zweifelhafter Erfolg für Hertha: Nach dem 2:2 gegen Freiburg führt die alte Dame die Unentschieden-Tabelle der Liga an (5 x Punkteteilung in 9 Spielen). Die meisten Siege (6) konnte Union feiern (gestern 1:0 in Stuttgart) – und liegt folgerichtig noch immer auf Platz 1.
Apropos Ballaballa: Falls Sie heute Abend noch nichts vorhaben – um 20 Uhr erklärt Ihnen Christoph Biermann im Deutschen Theater den modernen Fußball. Als Gast ist Thomas Hitzlsperger dabei, es moderiert Jörg Thadeusz, und obwohl das Buch, um das es geht, „Um jeden Preis“ heißt, sind Sie mit exakt 8 Euro dabei (Schumannstraße 13a).
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Tagesspiegel Kiezkalender 2023
Zwölf Monate, zwölf Bezirke, zwölf Fotos aus den Berliner Kiezen. Mal schön, mal unerwartet, aber immer typisch Berlin. Ab sofort im Tagesspiegel-Shop erhältlich.
Gewonnen! Sonnabend fragten wir, wie viele Leerfahrten jährlich wegen einer besonderen Lizenz zustande kommen, die es nur 500 Taxifahrenden Berlins gestattet, Fahrgäste am BER aufzunehmen. Richtig ist Antwort c), es kommen im Jahr 100.000 unnötige Leerfahrten zustande. Hier nachzulesen.
Zitat
„Auf öffentlichen Straßenland und Grünflächen werden Altkleidercontainer grundsätzlich nicht genehmigt und nicht geduldet.“
Auskunft des BA Friedrichshain-Kreuzberg. Ähnlich sieht es aus in Lichtenberg („unzulässig und unerwünscht“), Neukölln, Tempelhof-Schöneberg und Spandau. Genehmigt wurden Altkleidercontainer dagegen in Mitte (60), Steglitz-Zehlendorf (51), Treptow-Köpenick (35), Marzahn-Hellersdorf (24), Reinickendorf (22), Pankow (20) und Charlottenburg-Wilmersdorf (12). Q: Noch unveröffentlichte Auskunft der Verkehrsverwaltung auf Anfrage des FDP-MdA Tobias Bauschke (Drs. 19/13231) – dem Checkpoint sagte er gestern dazu:
„Mit dem Start der Kältehilfe im Oktober ist es wichtig, dass es ausreichend Kleiderspenden gibt. Die Bezirke genehmigen auf ihren eigenen Flächen kaum bis gar nicht das Aufstellen der gern genutzten Altkleidercontainer. Die Spenden von Kleidung sind ein wesentlicher Bestandteil der Kältehilfe und es ist nicht nachvollziehbar, warum manche Bezirke sich bei dieser Frage dermaßen querstellen.“
Tweet des Tages
Treffe mich mit jemandem und schreibe ‚Nimm die U5 und U6, dauert nur 30 Minuten‘ und denke an mein Landei-Ich, das mein Berlin-Ich entsetzt angestarrt hätte wenn es hören würde wie ich ‚dauert nur 30 Minuten‘ sage und das als kurze Fahrzeit meine.
Stadtleben
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Essen – Ab heute findet mit der „Berlin Food Week“ ein Festival statt, das sich Genussmenschen schon lange im Kalender rot angestrichen haben. Doch auch für Kurzentschlossene gibt es noch viele schöne Veranstaltungen, darunter das „House of Food“, eine Art Marktplatz für alle, die sich für Trend-Produkte und Innovationen im Bereich Genuss interessieren und mit Produzent:innen ins Gespräch kommen wollen (Fr/Sa im Bikini Berlin, mehr Infos hier). Viele Gastronomen in der ganzen Stadt beteiligen sich. Das Speiselokal „Tante Fichte“ mit seiner kroatisch inspirierten Küche (die Familie des Küchenchefs Dominik Matokanovic stammt von dort) serviert so zum Beispiel von Mittwoch bis Sonnabend ein spezielles Menü mit fünf oder sieben Gängen und Weinbegleitung. Hier finden Sie das Menü und können reservieren.
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Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Norbert Bisky (52), Künstler / Gerhard Ertl (86), Physiker, Chemie-Nobelpreisträger (2007) / Stefan Evers (43), für die CDU im AGH, Generalsekretär der CDU Berlin/ Alexander Fischer (48), Staatssekretär für Arbeit und Soziales (Linke) / Maxi Gnauck (58), ehem. Kunstturnerin und Olympiasiegerin / Elisa Marie Hoven (40), Professorin für Strafrecht an der Uni Leipzig / Sigrid Klebba (67), ehem. Staatssekretärin für Jugend und Familie (SPD) / Ingeborg-Rakete-Dombek, „Fachanwältin für Familienrecht“ / Arnulf Rating (71), Kabarettist / Hans-Jürgen Schatz (64), Schauspieler / Georg Weizsäcker (49), Professor für Volkswirtschaftslehre an der HU, Vorsitzender des Vereins für Socialpolitik
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Erdmuthe „Eddi“ Ellinger, * 1941 / Elfriede Gerlach, * 3. Dezember 1928 / Dr. Olaf Grajewski, * 19. März 1947 / Erika Luchterhandt, * 14. Oktober 1952
Stolperstein – Jette Spiegel kam am 27. Juli 1868 in Graudenz (Grudziadz) in Westpreußen zur Welt. Von Beruf war sie Lehrerin. Von der Sammelstelle Große Hamburger Straße 26 verschleppten sie Nationalsozialisten mit 100 weiteren Menschen nach Theresienstadt. Sie war 73 Jahre alt und zu dem Zeitpunkt verwitwet. Jette Spiegel wurde am 10. Oktober 1942 in Theresienstadt ermordet. Auf ihrer Todesurkunde vermerkte man als Ursache „Pneumonia / Lungenentzündung“. An der Trautenaustraße 13 in Wilmersdorf erinnert seit 2012 ein Stolperstein an Jette Spiegel.
Encore
Falls Sie dieser Tage Post vom Kammergericht bekommen sollten: Glauben Sie nicht gleich alles, auch wenn das Schreiben höchst offiziös aussieht: Der Gerichtspräsident gab gerade bekannt, dass hier ein Farbdruckstempel aus Gummi mit Landeswappen und der Kennzahl 104 versehen „in Verlust geraten“ ist.
Ein großer Gewinn war heute die Zusammenarbeit mit Sarah Borufka (Stadtleben) und Cristina Marina (Produktion). Morgen wirft sich für Sie wieder mal Stefan Jacobs in den Frühverkehr.
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