wir beginnen mit den wichtigsten Punkten aus dem „Beschluss-Entwurf des MPK-Vorsitzlandes“, also Berlin, zur Corona-Bekämpfung (Stand 22.11.20):
+ „Die getroffenen Maßnahmen zeigen erste Wirkungen.“
+ Aber: „Nach wie vor sind die Infektionszahlen vielerorts zu hoch.“
+ „Vor diesem Hintergrund können die am 26. Oktober getroffenen Maßnahmen noch nicht aufgehoben werden.“ Verlängerung: bis 20. Dezember.
+ Kommt es bis dahin nicht zu einer „signifikanten Senkung des Inzidenzwertes“, sollen die Maßnahmen für jeweils 14 Tage verlängert werden.
+ Neu ist eine Öffnungsklausel: Wo die Inzidenz unter 35 Neuinfektionen pro 100.000 EW innerhalb von 7 Tagen sinkt (und die Tendenz weiter nach unten zeigt), kann es bereits vor dem 20. Dezember Lockerungen geben.
+ „Private Zusammenkünfte sind auf den eigenen und einen weiteren Haushalt, jedoch in jedem Fall auf maximal 5 Personen zu beschränken.“
+Aber: „Die Weihnachtstage sind gesondert zu betrachten“, die Personenobergrenze soll erweitert werden. Der Vorschlag: „Treffen eines Haushalts (ohne genannte Begrenzung der Personen) mit haushaltsfremden Familienmitgliedern oder haushaltsfremden Personen bis maximal 5 Personen insgesamt. Kinder unter 14 Jahre sind hiervon ausgenommen.“ Hinter der „5“ steht in Klammern eine „10“, hier besteht offenbar noch Uneinigkeit.
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Kunst? Jetzt erst recht.
Kunst leuchtet, erfreut und verführt. Wir freuen uns, Sie vom 20. November bis 1. Dezember bei unserer Vorbesichtigung begrüßen zu dürfen. Entdecken Sie die Werke, die wir vom 2. bis 4. Dezember versteigern, u.a. ein schwungvolles Meisterwerk von Georg Tappert.
Situationsbedingt bitten wir Sie, einen Termin zu vereinbaren.
grisebach.com
Am Mittwoch besprechen die Ministerpräsident:innen den Plan mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, die gestern ihr 15. Dienstjubiläum feierte. 15 Jahre! So lange hält den Chefposten sonst kaum jemand aus (bzw. kaum jemand hält den Chef/die Chefin solange aus). Schauen uns doch mal an, mit welchen wechselnden Führungskräften es Merkel in den vergangenen 15 Jahren so alles zu tun hatte (zufällige, unvollständige EU-Auswahl).
Luxembourg (2): Juncker, Bettel.
España (3): Zapatero, Rajoy, Sánchez.
France (4): Chirac, Sarkozy, Hollande, Macron.
GB (5): Blair, Brown, Cameron, May, Johnson.
Lietuva (6): Brazauskas, Balčytis, Kirkilas, Kubilius, Butkevičius, Skvernelis.
Italia (7): Prodi, Berlusconi, Monti, Letta, Renzi, Gentiloni, Conte.
Belgique (8): Verhofstadt, Leterme, Van Rompuy, Leterme, Di Rupo, Michel, Wilmès, De Croo.
Ελλάδα (9): Karamanlis, Papandreou, Papadimos, Pikrammenos, Samaras, Tsipras, Thanou-Christofilou, Tsipras, Mitsotakis.
Hertha BSC (17):Labbadia,Nouri,Klinsmann, Čović, Dárdai, Luhukay, Rehhagel, Tretschok, Skibbe, Widmayer, Babbel, Funkel, Heine, Favre, Heine, Götz, Meyer.
Am Sonnabend hatten wir hier die Empfehlung der Verkehrsverwaltung an die Pflegekräfte der Charité, von der Corona-Schicht doch mit dem Fahrrad oder dem Bus nach Hause zu fahren, wenn ihnen die Parkgebühren (zw. 16 und 20 Euro pro Schicht) zu teuer sind. Wer sich nach 8 bis 10 Stunden harter Arbeit schon mal im Dunklen bei Regen und Temperaturen um den Gefrierpunkt auf den gefährlichen Weg von Mitte nach Spandau, Buch, Marzahn oder Britz gemacht hat, weiß solche Ratschläge sehr zu schätzen. Auf Twitter reagierte Verkehrssenatorin Regine Günther per Twitter so:
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Pflegekräfte leisten gerade in der Pandemie Außergewöhnliches. Wir alle sind dankbar für ihren Einsatz.
„Pflegekräfte leisten gerade in der Pandemie Außergewöhnliches. Wir alle sind dankbar für ihren Einsatz. Natürlich werden ich und SenUVK weiterhin alles tun, um ihren Dienst zu erleichtern. Wie dies konkret aussehen kann, besprechen wir gerade mit der Charité-Leitung und Bezirk.“
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Natürlich werden ich und SenUVK weiterhin alles tun, um ihren Dienst zu erleichtern. Wie dies konkret aussehen kann besprechen wir gerade mit der Charité-Leitung und Bezirk
Etwas untergegangen war in diesem Zusammenhang die euphemistische Pressemitteilung „Berlin erweitert ÖPNV-Angebot ab Dezember“ – versprochen wurden „dichtere Takte bei S-Bahn, Straßenbahn und Bussen“. Unscheinbar auf Zeile 41 folgender Satz: „Mit Start der neuen U-Bahnverbindung wird die Buslinie 245 zwischen Alexanderplatz und Hauptbahnhof zugleich entfallen.“ Und den Verlauf dieser Linie schauen wir uns jetzt mal genauer an:
Memhardstraße, S+U Alexanderplatz, Spandauer Straße / Marienkirche, Lustgarten, Staatsoper, Unter den Linden/Friedrichstraße, S+U Brandenburger Tor, Marschallbrücke, Schumannstraße, Charité Campus Mitte, Invalidenpark, S+U Berlin Hauptbahnhof, Lehrter Straße / Invalidenstraße, Lesser-Ury-Weg, Alt-Moabit / Rathenower Straße, Spenerstraße, Kirchstraße/Alt-Moabit, Kleiner Tiergarten, U Turmstraße, Alt-Moabit / Rathaus Tiergarten, Ottostraße, Alt-Moabit / Gotzkowskystraße.
Die neue U-Bahnverbindung (gemeint ist die Verlängerung der U5), die hier als Erklärung herhalten muss für den Wegfall einer Buslinie, die bisher vier U-Bahnlinien und sechs S-Bahnlinien direkt mit der Charité verbindet, fährt übrigens in einem großen Bogen mit weitem Abstand (laut Google Maps 15 Min. Fußweg zu U+S Friedrichstraße, 16 Min. zu U+S Brandenburger Tor und 17 Min. zu U+S Hbf,) an Berlins wichtigstem Krankenhaus vorbei.
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MNT Reform ist der erste deutsche Open Source-Laptop, entwickelt seit 2019. Es handelt sich um ein autonomes, tragbares und modulares Computersystem, das in Hard- und Software quelloffen oder weitestgehend dokumentiert ist. MNT Reform wird höchsten Sicherheitsstandards gerecht, indem Userinnen und User die volle Kontrolle über das System besitzen. Der Verzicht auf Aufnahmegeräte, Bluetooth und GPS gewährleistet die Vertrauenswürdigkeit.
www.innovationspreis.de
Nach den Meldungen im Checkpoint (21.11.) und im Tagesspiegel über das Schreiben der Verkehrsverwaltung an den Charité-Personalrat („Jedenfalls ergibt sich keine zwingende Notwendigkeit, ausschließlich den eigenen Pkw zu nutzen“) reagierte Senatorin Regine Günther per Twitter so:
„Pflegekräfte leisten gerade in der Pandemie Außergewöhnliches. Wir alle sind dankbar für ihren Einsatz. Natürlich werden ich und SenUVK weiterhin alles tun, um ihren Dienst zu erleichtern. Wie dies konkret aussehen kann, besprechen wir gerade mit der Charité-Leitung und Bezirk.“
Wirklich alles? Na gut, dann empfehlen wird zum Einstieg in die Verhandlungen doch gleich mal einen kostenlosen Shuttleservice mit beheizten Rikschas inkl. einer Kanne Anxi Tie Guan Yin Pure Imperial Grade pro Fahrt plus Nackenmassage. Wir bleiben dran und halten Sie… nun ja: auf dem Laufenden.
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Die Zukunft von Berlin TXL
Die Pläne sind fertig, das Nutzungskonzept steht. In einem der größten Entwicklungsprojekte Europas entsteht auf dem ehemaligen Flughafengelände in Tegel ein neues Stück Berlin: mit bezahlbaren Wohnungen, Arbeitsplätzen und viel Grün.
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Vor der nächsten Meldung noch kurz ein Spaziergang um den Hauptbahnhof – aber warum stehen in der der Agnes-von-Zahn-Harnack-Straße eigentlich immer die wartenden Taxis auf dem Gehweg? Kontrolliert denn hier das Ordnungsamt nicht? Wird da nichts gemeldet? Na, schauen wir doch mal, was Staatssekretär Ingmar Streese dazu sagt (bitte anschnallen):
„Die Anfrage betrifft Sachverhalte, die der Senat nicht aus eigener Zuständigkeit und Kenntnis beantworten kann. Er (…) hat daher das Bezirksamt Mitte um Stellungnahme gebeten, die von dort in eigener Verantwortung erstellt und dem Senat übermittelt wurde. Das Bezirksamt teilt hierzu mit“ (es folgt als Zitat die Antwort des BA):
„Da das Ordnungsamt lediglich die anzeigenaufnehmende Stelle ist und das Verfahren durch die Ahndungsbehörde, den Polizeipräsidenten von Berlin (Bußgeldstelle) geführt wird, liegen beim Bezirksamt Mitte keine statistischen Daten hierzu vor. Tatsächlich kann in der Agnes-Zahn-Harnack-Straße kein Parken auf dem Gehweg geahndet werden. Auch gibt es in dieser Straße kein Zeichen 229 StVO (Taxenstand). Die Agnes-Zahn-Harnack-Straße ist mit dem Zeichen 325.1 StVO (verkehrsberuhigter Bereich) ausgeschildert. Ein verkehrsberuhigter Bereich unterscheidet nicht zwischen Gehweg und Fahrbahn, hier liegt eine einheitliche Verkehrsfläche für alle Teilnehmenden vor. Es gibt also keinen Gehweg in diesen Bereichen, auch wenn er in Berlin oft baulich angelegt ist, ist er straßenverkehrsrechtlich nicht vorhanden. Die erfragten Tatbestände sind faktisch dort nie erfüllt und würden daher bei einer Abfrage der Bußgeldstelle zu einer Fehlanzeige führen.“
Wir stellen also fest: In einem verkehrsberuhigten Bereich ist alles möglich – auch für jeden, der sein eigenes Blech redet… pardon: mitbringt. Perfekte Bedingungen also für eine Runde Behörden-Pingpong im Umlaufverfahren.
Berliner Schnuppen
Telegramm
„Das härteste Weihnachten, das die Nachkriegsgenerationen je erlebt haben“ kündigt pathetisch Armin Laschet wegen der Corona-Lage an (Q: „Welt“) – und schon ein Blick auf den Winter 1946/47 zeigt, was das für ein Unsinn ist (hier ein Artikel dazu von Lothar Heinke, der das als Jugendlicher überlebte – mehr als 1000 Menschen erfroren oder verhungerten damals in Berlin). Als Wohlstandsgeborener fand ich übrigens das Weihnachten am härtesten, an dem ich aus Versehen den Rundenzähler meiner neuen Carrerabahn kaputtgetreten habe.
Und auch Friedrich Merz fällt zu Weihnachten etwas ein: „Ich persönlich sage: Es geht den Staat nichts an, wie ich mit meiner Familie Weihnachten feiere. Da kann er mir Ratschläge geben, aber er mischt sich bitte nicht ein.“
(Q: Tagesspiegel/Abo). Na, das klingt ja mal knackig, da denken wir doch gerne kurz darauf rum, wie wir mit der Familie feiern wollen… vielleicht so?
Aber natürlich weiß Merz, dass es den Staat sehr wohl etwas angeht, was die Leute mit ihrer Familie machen – auch zuhause. Und zwar immer dann, wenn sie sich nicht an Verordnungen und Gesetze halten (also z.B. Kinder schlagen, Koks horten, Schwarzgeld drucken – oder eben Coronaviren züchten und verbreiten). Eigentlich ganz einfach zu verstehen, oder?

Das Projekt @wasihrnichtseht macht Rassismuserfahrungen von Schwarzen sichtbar. Wir machen das durch eine Kooperation an dieser Stelle auch.
Heute klappert der Mietendeckel zum zweiten Mal: Mit Stufe II müssen Vermieter auch bei Altverträgen die Miete senken, wenn sie die Obergrenzen um mehr als 20 % übersteigen – 340.000 Mieterinnen und Mieter könnten davon profitieren (aber sollten bis zur Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts die Differenz vorsichtshalber zurücklegen).
Eine andere Meldung geht da im Deckelgetöse fast unter – wir haben sie dennoch entdeckt, und zwar im „ND“, wo Stadtentwicklungssenator Sebastian Seel mal so ganz nebenbei mitteilt: „Die Corona-Pandemie bremst uns beim Wohnungsbau spürbar aus.“ Das Ziel von 4147 Neubauwohnungen bis zum Jahresende ist jedenfalls passé.
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„Heuchelei hat einen Namen: die Grünen“ – so kommentierte Linken-MdA Michael Efler den Beschluss der Bundespartei des Koalitionspartners gegen Volksabstimmungen („Jo, und dann wieder das nächste Fahrradbegehren pushen“). Auch der Ex-Vorsitzende der Grünen Reinhard Bütikofer war nicht ganz zufrieden mit der Entscheidung: „Ausgerechnet Jürgen Trittin spricht für Habecks Ablehnung von Volksentscheiden. Die Arroganz gegenüber der eigenen Basis platzt ihm aus allen Knopflöchern.“ Wir halten fest: Misstrauen kennt viele Richtungen.
Heute im Angebot: 5 Zimmer Altbauwohnung mit Balkon zwischen Nordbahnhof und Friedrichstadt-Palast (151 qm) für eine knappe Million Euro – den reichsbürgerlichen Mieter mit seinen Rechtsextremismus-Utensilien müssen Sie allerdings mitkaufen (hier zu sehen): Auf den ersten Blick zu erkennen ist die schwarz-weiß-rote Reichsflagge, die Reichkriegsflagge mit Eisernem Kreuz und Preußischem Adler und die „Wirmer-Flagge“ (auch als „Pegida-Flagge“ bekannt) – einst für den Widerstand gegen Hitler entworfen, heute von Rechtsextremisten und Reichsbürgern als Erkennungszeichen benutzt. Rechts an der Wand eine Karte mit Deutschland in den Grenzen von 1937, also mit Schlesien, Pommern und Ostpreußen. Wir wünschen viel Vergnügen bei den Reparationsverhandlungen.
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„Wollen Sie es Silvester wieder ordentlich krachen lassen?“, hatten wir Sie am Sonnabend gefragt – und Ihre Antwort ist deutlich: Nur 7% sagen „Ja klar, ein bisschen Spaß muss sein!“, aber 87% meinen „Bloß nicht, der Quatsch muss verboten werden.“
Und Schwupps – schon setzt sich Berlin bei den anderen 15 Bundesländern dafür ein, dass Schluss ist mit der Böllerei: „Zum Jahreswechsel 2020/2021 sind der Verkauf, Kauf und das Zünden von Feuerwerk verboten“, heißt es in der bereits oben zu Corona zitierten Beschlussvorlage. Wenn das mal nicht ein echter Kracher ist.
In der Welthauptstadt der Tierversuchsgegner wurden in diesem Jahr unter grüner Aufsicht (Umweltverwaltung) bereits 37.420 Kilogramm Weißfisch gefangen und vernichtet – und warum? „Weißfische üben einen sehr hohen Fraßdruck auf Zooplankton aus“, sagt Staatssekretär Stefan Tidow. Das geht natürlich gar nicht. Andererseits gibt es keinen großen menschlichen Fraßdruck auf Weißfische, und zwar „aufgrund ihrer vielen Zwischenmuskelgräten“. Tja, was soll’s, also ab damit in die Biogasanlage, wo die Moderlieschen zusammen mit der Moral gefressen, nein sorry: „verwertet“ werden: für die Energie- und Wärmeerzeugung. (Q: DS 18 / 25 392, MdA Christian Hochgrebe, SPD).
Was sagt eigentlich Standortsenatorin Ramona Pop zum Gesundheits-standortschädlichen Tierversuchskrach im Senat? Im Interview mit der „Morgenpost“ heute jedenfalls nichts – sie wurde aber auch nicht danach gefragt. Aber immerhin: „Wir helfen der Modebranche, indem wir Kollektionen vorfinanzieren.“ Es kommentiert Karl Lagerfeld: „Man muss das Geld zum Fenster rauswerfen, damit es zur Tür wieder reinkommt.“
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Wenn Sie mal sehen wollen, wie ein durchgeknallter Mercedesfahrer in der Grünbergerstraße (Friedrichshain) siebenmal (!) hintereinander in nur 1:26 min das Schaufenster vom „Kreuzburger“ rammt – bitte schön, hier entlang (beachten Sie auch den Herrn rechts auf dem Balkon). Spoiler: Der Laden erweist sich als zäh (im Gegensatz zu den Burgern).
„Leute, bitte macht euch gar nicht erst auf den Weg, zu Hause habt ihr es warm und ihr seid sicher“, sagt Maiko Heinrich, der Veranstalter der Silvesterparty am Brandenburger Tor. Eine Bühnenshow soll es trotzdem geben – ohne Publikum, aber live im ZDF. Mal sehen, ob der Funken überspringt.
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In Berlin wird schon wieder ein Flughafen geschlossen – diesmal ist Schönefeld Alt dran (Ex-SXF, heute BER T5): FBB-Chef Engelbert Lütke-Daldrup will das Terminal ab März 2021 für mindestens ein Jahr vom Netz nehmen (Q: „B.Z“, „Mopo“). Aber wir sollen ja eigentlich sowieso alle Fahrrad oder Bus fahren.
Zitat
„Das wär‘ doch was: Union fliegt nach Europa, und das vom BER – ein doppeltes Wunder!“
So kommentierte Sky-Reporter Hansi Küpper gestern Abend den 2:1-Sieg der Eisernen in Köln – Europa-League-Teilnahmeplatz Platz 5 in der Bundesligatabelle ist damit verteidigt (und der Kölner Pfostenschuss in der vorletzten Spielsekunde vergessen).
Tweet des Tages
Hab mir eben ne Tasse Glühwein warm gemacht und nen Zehner aus meinem Portmonee weggeschmissen. Hach, Weihnachtsmarktfeeling pur!
Stadtleben
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Truthahn to go – Aufgehorcht, liebe Expats Berlins! Zwar muss das feuchtfröhliche Thanksgiving-Dinner in diesem Jahr in die Weiten des Netzes verschoben werden, doch ist dies kein Grund, aufs üppige Festmahl zu verzichten: Heimwehgeplagte Wahlberliner lassen sich Pute und Pie an die Haustür liefern. Das Neuköllner Deli Stella packt randvolle Erntedank-Pakete, aus denen Crumble, Geflügel und Salat nur so quillen – wer es gern vegetarisch hält, beißt statt in Truthahn in würzigen Kürbis. Ein klassisches Drei-Gänge-Menü gibt’s für 55 Euro, geliefert wird im näheren Umkreis. Zoom-Kamera an, den Pie auf den Tisch: Happy Thanksgiving! Mo-Fr 12-15.30 Uhr, Weserstraße 166, U-Bhf Rathaus Neukölln
Checkpoint-Tipp: Wer den Kürbiskuchen lieber aus dem eigenen Ofen verputzen mag, klickt sich hinüber in unsere Genussredaktion. Fürs Pumpkin Pie-Rezept folgen Sie diesem Link – zur Kürbis-Mandeltorte geht es hier entlang.
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Kunst buchen – Gaukler, Tänzer, Musiker: Wie sehr Kulturschaffende unter der Krise leiden, ist längst kein Geheimnis mehr. Doch was tun, wenn die Bühnen schließen? Die, die auch im Lockdown auf Kultur nicht verzichten mögen, folgen diesem Link. Die Plattform „Book a Street Artist“ verbindet Neugierige und Künstler in digitalen Kurz-Sessions – vom virtuellen Drag-Bingo bis zum Online-Zauberkurs. Mutige lassen sich von Wahrsagern das digitale Schicksal lesen, Flexible verbiegen sich beim Cabaret-Stretching: einen Privatkurs gibt’s ab stolzen 80 Euro hier.
Kunst gucken – Und in virtuelle Welten spähen! Wer sich in die Räume der Galerien sehnt, doch derzeit lieber auf dem Sofa verweilt, klickt sich geschwind hier entlang: Gäste der „New Dawn Gallery“ flanieren per Pfeiltaste (oder per fancy VR-Brille!) durch einen sphärischen Ausstellungsraum, dessen Form der eines Raumschiffs gleicht. In futuristisch-grellen Wänden wandeln Besucher entlang grotesker Fotografien, Animationen und Videoclips – stets im Fokus: das Motiv des Handschuhs, das aus jedem der bunten Werke ragt. Mit dem Projekt hinterfragen knapp 60 Künstler die Zukunft der klassischen Galerie: Weitere Infos zur Ausstellung finden Sie hier.
Werkeln – Kühler Wind fegt durch die Straßen der Stadt, es dämmert schon am Nachmittag und nachts zieht erster Nebel auf: Berlin sinkt ins Novembergrau. Grund, sich drinnen einzumummeln – und die Klebepistole auszugraben! Unsere Berlin-Redaktion hat fleißig in ihren Schubladen gekramt und sieben Bastelideen zusammengetragen, mit denen auch der düsterste Lockdown fix vorbeifliegt. Unser Favorit: die schillernde Viruskugel für den Christbaum – und der Corona-Engel mitsamt Mundschutz. Sämtliches Material sollte sich in den Tiefen Ihres Heims finden lassen, ansonsten wird fröhlich improvisiert. Hier entlang!
Grübelstoff, um gen Zukunft zu schweben: Noch scheint der Gedanke an Flugtaxis wie ferne Utopie. Doch schon 2025 sollen die ersten Passagier-Drohnen durch die Lüfte Südkoreas gleiten – und auch die Deutsche Bahn investierte jüngst rund 46 Millionen Euro in Flugtaxi-Start Ups. Zeit, auf den Berliner Luftraum zu blicken: Wohin würden Sie am liebsten schwirren – und welcher Kiez birgt das größte Flugpotenzial?
Berlin heute
Verkehr – BVG: Bis zum Sonntag finden zwischen Buschallee und Indira-Gandhi-Straße Gleisarbeiten statt. Die Tramlinie 16 ist daher eingestellt, auf der Linie M4 fährt ein Ersatzverkehr zwischen Sulzfelder Straße, Weißer See und Gounodstraße. Auch Fahrgäste der Tramlinie 12 steigen zwischen Pasedagplatz, Weißer See und Gounodstraße ersatzweise auf Busse um.
A10 (Nördlicher Berliner Ring): Sperrung der AS Oberkrämer in RichtungDreieck Havelland (bis Freitag).
Rosenthaler Straße (Mitte): Sperrung zwischen Hackescher Markt und Neue Schönhauser Straße, Fußgänger dürfen passieren. Für den Radverkehr ist eine Umleitung ausgeschildert (bis Mitte Dezember).
Pyramidenring (Marzahn): Sperrung in beiden Richtungen zwischen Landsberger Allee und Franz-Zappa-Straße, Fuß- und Radverkehr frei (bis Ende November, im Anschluss folgen weitere Bauabschnitte).
Köpenicker Straße (Adlershof): Zwischen Hauptweg und Am Studio ist die Fahrbahn in beiden Richtungen auf eine Spur verengt, es ist mit Stau zu rechnen (bis Mitte Dezember).
Franklinstraße (Charlottenburg): Zwischen Helmholtzstraße und Gutenbergstraße ist in Richtung Marchstraße nur eine Fahrbahn verfügbar (bis Mitte Dezember).
Riesaer Straße (Hellersdorf): Zwischen Louis-Lewin-Straße und Geithainer Straße ist in beiden Richtungen nur eine Spur befahrbar (bis Mitte Dezember).
Boelckestraße (Tempelhof): In beiden Richtungen steht nur eine Spur zur Verfügung (bis Freitag).
Ostseestraße (Prenzlauer Berg): Zwischen Paul-Grasse-Straße und Prenzlauer Promenade ist in Richtung Wisbyer Straße nur ein Fahrstreifen verfügbar (bis Mitte Dezember).
Sellerstraße (Wedding): Auf dem Abschnitt vor der Müllerstraße ist in Richtung Schulzendorfer Straße nur eine Spur frei (9-5 Uhr, bis einschließlich Mittwoch).
Paul-Schneider-Straße (Lankwitz): Nächtliche Sperrungen in beiden Richtungen zwischen Kaiser-Wilhelm-Straße und Gallwitzallee (je 19-6 Uhr, bis Mittwochmorgen).
Straße An der Michaelbrücke (Mitte): Sperrungen in den kommenden zwei Nächten in Richtung Michaelkirchplatz zwischen Holzmarktstraße und Michaelbrücke, Fuß- und Radverkehr darf passieren (je 21-4 Uhr).
Invalidenstraße (Mitte): Nächtliche Sperrungen in beiden Richtungen zwischen Am Nordbahnhof und Chausseestraße, Fuß- und Radverkehr frei (je 22-5 Uhr, bis 1. Dezember).
Demonstrationen – Finden bestimmt auch heute statt. Leider können wir Ihnen nicht verraten, welche – alle Beamten der Pressestelle der Polizei befanden sich am Sonntag im Einsatz, das Büro war nicht besetzt.
Gericht – Der Prozess gegen Buchautor Hans-Joachim Lehmann (74) wegen Beleidigung und übler Nachrede geht weiter. Hintergrund des Verfahrens ist ein 79-seitiges Pamphlet, in dem er die damalige Berliner Senatssprecherin Claudia Sünder verhöhnt und ehrverletzende Behauptungen aufgestellt haben soll (11.15 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 456).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Admir Hamzagic (35), Co-Trainer der Hertha / Jochen Hauser (79), Schriftsteller und Drehbuchautor / Knut Lambertin (50), bis September 2020 Pankower SPD-Vorsitzender / Rosa (18), „Großartige Tochter, wunderbare Schwester – zu Deinem 18. Geburtstag ganz liebe Grüße von Papa, Mama, Frida und Fritz.“/ Oskar Schumacher (30), „Geschafft! Auch, deine Th.“ / Manfred G. Valtu, Autor, „Herzliche Glückwünsche zu deinem Jahrestag und viel Erfolg mit deinem neuen Roman, deine Familie“ / Nachträglich: Josephine Rehle, „Alles Gute zum Geburtstag, Hasi 1! Hasi 2 & 3“
Sie möchten jemandem zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.
Gestorben – Ulrich Dost-Roxin, * 9. Oktober 1959, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht / Werner Knuth, * 8. April 1931 / Dr. jur. Jürgen J. Matthias, * 30. Oktober 1932 / Edith-Gertrud Töpfer, * 1. Dezember 1933 in Lodz/Polen, verstorben am 19. November 2020 in Berlin-Hakenfelde, „Die beste Mutter der Welt! Dir geht es jetzt besser.“
Stolperstein – Sara Joseph wurde am 2. Oktober 1870 im polnischen Czarnków geboren. Anfang November 1941 wurde sie von den Nationalsozialisten ins Ghetto Łódź/Litzmannstadt verschleppt, wo sie nur drei Wochen später – heute vor 79 Jahren – ermordet wurde. In der Winsstraße 69 in Prenzlauer Berg liegt seit Mai letzten Jahres ein Stolperstein zu ihrem Gedenken.
Encore
Zum Abschied übernehmen wir heute nach den FU-weit anerkannten giffeyschen Zitierregeln kosten-, rügen- und mühelos eine Glosse unseres hochgeschätzten Checkpoint-Kollegen Stefan Jacobs aus dem Tagesspiegel von heute:
In der Berichterstattung über die Coronakrise wurden mittlerweile zu viele Abstriche gemacht: Laut einer repräsentativen Bauchgefühlschätzung sind 84 Prozent der Fernsehbeiträge und 52 Prozent der Zeitungsartikel zum Thema mit Menschen illustriert, aus deren Gesichtern Wattestäbchen ragen. Frei nach Johann Strauß: Seid durchdrungen, Melonen!
Allein das ist Grund genug, sich die schnellstmögliche Zulassung von Impfstoffen zu wünschen: Keine Abstriche mehr bei der Bebilderung! Also: Daumen drücken, dass das Gaumendrücken bald ein Ende hat. Zumal Betroffene glaubhaft berichten, dass die Prozedur auch den Beteiligten wenig Spaß macht.
Spaß ist aber auch, was man daraus macht. Der Spaß auf der Hand ist kesser als die Laube auf dem Bach. Morgen, Tinder, wird’s was geben. Oder wenigstens nächstes Jahr, wenn wir nicht mehr als Home Officer (m/w/d) am heimischen Küchentisch arbeiten, sondern als immune Herde wieder durchs Großraumbüro galoppieren wie ehedem.
Denn erst dort entstehen in heiterer Besinnlichkeit jene Wortwitze, die noch flacher sind als die Calauer Schweiz (max. 161 Meter) und derart billig, dass selbst ein falscher Fuffziger dafür das Papier nicht wert wäre.
In der „Heuteshow“ am Freitagabend traf Moderator Oliver Welke des Pudels Kern, als er von Oktoberfest feiernden Chinesen berichtete, die dort postcoronal fröhlich „ein Hendl“ oder doch eher „ein Hundl“ verzehrten, und behauptete dann, er habe überlegt, ob er diesen Witz wirklich machen solle, aber: „Wenn nicht jetzt: Wan Tan?“ Dem ist nichts hinzuzufügen. Man muss halt überall Abstriche machen in diesen Zeiten.
So, irgendwas vergessen? Ach ja, den „„“ am Anfang und den „““ am Ende – aber ich nenne mich ja auch nicht Dr. Maroldt, und außerdem: „Wer ich bin und was ich kann, ist nicht abhängig von diesem Titel.“ (Zitiert nach Giffey, 13.11.). Als weitere Mitwirkende an der vorliegenden Arbeit bedanke ich mich außerdem bei Lotte Buschenhagen (Stadtleben), Florian Schwabe (Produktion) sowie bei Anke Myrrhe (Inspiration und Information). Morgen früh versorgt Sie hier Julius Betschka mit dem Stoff, der Ihnen den Start in den Tag erleichtert. Bis dahin,
