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CDO Martina Klement wird Wirtschaftsministerin Schutzwohnung für Opfer von Arbeitsausbeutung zieht Bilanz Kirchen verlieren Tausende Mitglieder

von Jessica Gummersbach
und Björn Seeling

die Woche beginnt mit einem Abschied: Chief Digital Officer Martina Klement (CSU) wechselt nach Potsdam und wird Wirtschaftsministerin im neuen rot-schwarzen Kabinett. Am Sonnabend wurde die Personalie verkündet, heute soll der Koalitionsvertrag unterschrieben werden, am Mittwoch folgt die Vereidigung. Kaum Zeit, den Verlust zu verarbeiten.

Mit Klement geht die Bezwingerin des Behörden-Ping-Pongs, parteiübergreifend beliebt und fachlich hochgeschätzt. Wohl niemand ist tiefer in Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung eingetaucht. Dass heute rund 400 Dienstleistungen online möglich sind, dass es kurzfristige Bürgeramtstermine gibt, dass die Verwaltungsreform überhaupt so weit kam – es ist maßgeblich ihr Verdienst.

„Martina Klement war die richtige Frau zur richtigen Zeit am richtigen Ort“, schreibt der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) zum Abschied. Ihr Karrieresprung dürfte für ihn äußerst ungelegen kommen. Nicht nur, weil in einem halben Jahr gewählt wird. Auch die Verwaltungsreform braucht ausgerechnet jetzt intensive Betreuung. Denn fertig ist Wegners Prestigeprojekt längst nicht, wichtige Beschlüsse stehen aus. Ob die ohne die Cheforganisatorin umgesetzt werden können, ist fraglich, heißt es aus Verhandlerkreisen. Wo es hakt, erklärt Kollege Christian Latz hier unter diesem Link.

Was Team Checkpoint noch dringend mit Martina Klement klären muss, lesen Sie heute im ungekürzten Checkpoint. Dort steht auch, wie ausgelastet die deutschlandweit einzige Schutzwohnung für Opfer von Arbeitsausbeutung im ersten Jahr war und welche Selbstverständlichkeit Berlins oberster Bahnchef Alexander Kaczmarek abschaffen möchte. Nur mit einem Abo der Vollversion können Sie außerdem in dieser Woche Tickets für ein mehrgängiges Dinner mit Zaubershow („The Magic Table“) im Grand Hyatt gewinnen.

Probieren Sie es aus: Lesen Sie Tagesspiegel-Plus sechs Wochen kostenlos. Den ungekürzten Checkpoint bekommen Sie dann eine Stunde früher. Und Sie können den Bezirksnewsletter Ihrer Wahl abonnieren. Hier geht’s zum Angebot. Wir freuen uns auf Sie!

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Berlin bleibt die Stadt der Aussteiger, auch bei den Kirchen: Im vergangenen Jahr traten hier 17.543 Menschen aus der Kirche aus – 10.703 aus der evangelischen und 6840 aus der katholischen. Das geht aus der Antwort der Justizverwaltung auf eine Anfrage des SPD-Abgeordneten Sebastian Schlüsselburg hervor. Interessant: Beide Zahlen sind rückläufig. 2024 verließen noch 11.300 Mitglieder die evangelische Kirche, bei der katholischen waren es 9172. Die Jüdische Religionsgemeinschaft verzeichnete im vergangenen Jahr 106 Austritte. Ein Blick ins Detail: Die größten Rückgänge gab es mit 2802 im Bereich des Amtsgerichts Kreuzberg (zuständig auch für Friedrichshain und Tempelhof), gefolgt von Schöneberg (inkl. Steglitz und Zehlendorf) mit 2663 und Mitte (inkl. Prenzlauer Berg und Tiergarten) mit 2329. Die Bearbeitungsgebühr von Kirchenaustritten liegt übrigens seit Jahren stabil bei 30 Euro.

Opinary: Sind Sie noch Mitglied in einer Kirche?

Vorsichtige Entwarnung für die Neuköllner Werkschule Löwenherz: Der Bezirk wollte das marode Gebäude, in dem die Letzte-Chance-Schule für Jugendliche untergebracht ist, abreißen lassen (Checkpoint vom 12. März). Das hätte bedeutet, dass die Schule schon Ende März hätte schließen müssen, um den Auszug bis zu den Sommerferien zu schaffen – mit absehbaren Folgen für die Schulkarrieren der Schülerinnen und Schüler. Doch so schnell muss es hoffentlich doch nicht gehen. Ein Sprecher des Bezirksamts teilte dem Checkpoint mit: „Das bezirkliche Schulamt leitet aktuell mit der Senatsverwaltung für Bildung alle notwendigen Anträge ein, um eine Verschiebung des Rückbaus durch einen Maßnahmentausch einzuleiten.“ Findet sich für die eigentlich verplanten Abrissmittel noch ein anderer Verwendungszweck, bekommt die Schule also den dringend erhofften Aufschub bis Juli 2027.

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Bei aller Brisanz des historischen ‍Hintergrunds ist Anna Gmeyners Stück von 1932 ein liebevolles Porträt der ‍sogenannten kleinen Leute, die sich mit Fleiß und Schläue durchwursteln und trotzdem weder Humor noch ‍Zuversicht verlieren. Am Ende geht ‍natürlich alles schief, aber auf eines ist Verlass: Lust und Liebe werden ‍bleiben. Ab 26.03.2026, DT Bühne
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Auch erfreulich: Der Görlitzer Park scheint sicherer geworden zu sein. Und zwar vor der Umzäunung. 2025 hat die Polizei dort 686 Straftaten registriert, fast ein Drittel weniger als 2024 (994). Im Vergleich zu 2023 mit 1375 Taten bedeutet das einen Rückgang um fast die Hälfte. Im Vergleich zu Tiergarten, Hasenheide oder Friedrichshain gibt’s hier allerdings nach wie vor die meisten Vorfälle (Q: Schrift. Anfrage von Niklas Schrader, Linke).

Apropos: Der Zaun kommt vor Gericht. Das Bündnis „Görli zaunfrei“ will gegen die nächtliche Schließung klagen, morgen soll ein Eilantrag beim Verwaltungsgericht eingereicht werden. Die Klage wurde lange vorbereitet, ist aber erst jetzt zulässig. Die Schließung greife in die Rechte und Bewegungsfreiheit von Anwohnern und Parkbesuchern ein, schreibt Bündnissprecher Philipp Vergin in einer Mitteilung. „Die Maßnahme ist völlig ungeeignet, auch nur eines der bestehenden Probleme zu lösen und hochgradig unverhältnismäßig.

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Wir spazieren rüber nach Schöneberg zum alten Straßenbahn-Depot an der Belziger Straße. Seit Jahren wird diskutiert, was aus den denkmalgeschützten Hallen werden soll. Der Bezirk träumt von Veranstaltungen, die Kulturverwaltung von Probebühnen und die Innenverwaltung von einem Blaulichtmuseum. Letztere setzte sich mindestens vorübergehend durch: Während zwei Hallen weiter für sichergestellte Autos der Polizei genutzt werden, stehen in der dritten nun rund 30 historische Fahrzeuge, 15 Kutschen und neun Anhänger aus der Sammlung des Feuerwehrmuseums (Quelle: Schriftl. Anfrage von Vasili Franco und Sebastian Walter, Grüne). Unbefristet, schreibt die Innenverwaltung.   

Hintergrund ist ein Platzproblem: Die Feuerwehr musste ihre alten Gerätschaften aus der Julius-Leber-Kaserne ausräumen, weil die Bundeswehr Eigenbedarf anmeldete. Die Finanzverwaltung schlug das Depot als Ersatz vor, die Innenverwaltung griff zu. Praktisch, wenn man dort ohnehin ein Museum plant. Offiziell ist das Konzept der Kulturverwaltung weiter im Rennen, eine finale Entscheidung stehe noch aus, heißt es von der Innenverwaltung. In diesem Jahr wird sie aber wohl nicht mehr fallen. 

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Diese drei Lesetipps legen wir Ihnen heute besonders ans Herz:

+ Sollte man den Autoverkehr in der Innenstadt verbieten?
Auf keinen Fall, schreibt der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) in einem Gastbeitrag: Das würde zur Spaltung zwischen Innen- und Außenbezirken führen.

+ Wie geht’s weiter mit dem Jüdischen Krankenhaus?
Nach der Insolvenz gibt es jetzt zwei private Klinikketten, die sich für Deutschlands einziges jüdisches Krankenhaus interessieren.

+ Wie benimmt man sich in der Hauptstadt?
Vom Tonfall bis zur Rolltreppe: Kollegin Elisabeth Binder erklärt, wie man peinliche Auftritte vermeidet und unauffällig dazugehört.

Berliner Schnuppen

von Naomi Fearn

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Telegramm

Ausgerechnet zu Sparzeiten: Die Steuermehreinnahmen aus Betriebsprüfungen sind im vergangenen Jahr eingebrochen. Statt 616 Millionen Euro (2024) holten die Finanzämter nur noch 406 Millionen ein. Ein Grund könnte eine Schwerpunktverschiebung sein: Statt Großunternehmen wurden verstärkt kleinere Firmen geprüft

Apropos Knete: Die Fördergeldaffäre in der Kulturverwaltung rund um Projekte gegen Antisemitismus könnte ein Fall für die Justiz werden. Nach Tagesspiegel-Informationen untersucht die Staatsanwaltschaft die Vorgänge. Geprüft wird demnach, ob gegen Senatorin Sarah Wedl-Wilson (parteilos) ein Anfangsverdacht für eine Straftat besteht – etwa wegen Untreue.

Die Justizverwaltung hält derweil die Bevorzugung von Bewerbern mit Migrationshintergrund für Stellen im Landesdienst für verfassungswidrig. Senatorin Felor Badenberg (CDU) hat die Praxis offenbar bereits gestoppt. Sie sagt: „Integration gelingt nicht durch Quoten, sondern durch gleiche Chancen für alle.“

Gleiche Chancen und Respekt forderte gestern auch Cansel Kiziltepe (SPD): Erstmals wurde in der Hauptstadt der Internationale Tag gegen antimuslimischen Rassismus begangen. Die Senatorin für Integration und Vielfalt rief dazu auf, gegen die Diskriminierung von Muslimen vorzugehen.

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Auf keinen Fall zu Hause auf dem Sofa sitzen“ wollte Ex-Regierender Michael Müller (SPD) nach seinem Mandatsverlust im Bundestag. Nachdem er im vergangenen Jahr Freundschaftsarmbändchen in der Bleibtreustraße verteilte, soll er nun ehrenamtlicher Präsident des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) werden. Und damit zu weiteren Personalien:

Die FDP hat ihren Landeschef Christoph Meyer offiziell zum Spitzenkandidaten für die Berlin-Wahl gekürt. Auf dem Parteitag in Spandau wurde er am Sonnabend mit breiter Mehrheit auf Listenplatz 1 gewählt.

Und die Jusos bestätigten auf der Landesdelegiertenkonferenz ihre Doppelspitze: Rund 89 Prozent der Teilnehmer stimmten für Kari Lenke, rund 94 Prozent für Svenja Diedrich.

Die Hauptstadt startete am Wochenende in Köln durch: „LifeTeachUs“ wurde auf der Bildungsmesse Didacta zum „Start-up des Jahres“ gekürt. Die App vermittelt Experten aus unterschiedlichsten Berufen an Schulen, damit sie ihr Wissen an Jugendliche weitergeben, etwa bei Unterrichtsausfall oder an Projekttagen.

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Vom Westen in den Osten: In Dresden wird heute das erste Schild für den Fernradweg nach Berlin enthüllt. Die Route misst 251 Kilometer, führt durch Lausitzer Seenlandschaft und Spreewald und verbindet künftig Frauenkirche und Brandenburger Tor.

Weiter nach Fernost: Der chinesische Shaolin-Tempel in Charlottenburg hat Geldprobleme. Die Kampfkunst-Kurse laufen seit der Pandemie eher schleppend, die Mietkosten sind gestiegen. Mit einer Spendenkampagne will sich der Tempel aus dem Minus kämpfen. Everybody is Kung-Fu-Fighting.

Die längste Schlange der Stadt war am Sonnabend nicht vor dem Berghain: Stundenlang standen Hunderte an, um auf dem Breitscheidplatz kostenlose Tulpen zu pflücken. Organisiert wurde der zweite „Tulpentag“ von der niederländischen Botschaft und Gärtnern, eröffnet wurde er von Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) im tulpenroten Kostüm.

Apropos Blumen: Treptow-Köpenick prämiert Balkone, die besonders naturfreundlich gestaltet sind und Insekten sowie Vögeln ein kleines Paradies bieten, etwa mit heimischen Blühpflanzen. Wer sein Balkonien mit Begonien ins Rennen schicken möchte, kann sich hier bewerben.

Zitat

„Man kann prima ohne Scham leben.“

Mandy Mangler, Chefärztin und Host des Podcasts „Gyncast“. Die „Schamlippen“ zum Beispiel bezeichnet sie nur noch als „Vulvalippen“. Gestern haben sie und Tagesspiegel-Redakteurin Esther Kogelboom ihr neues Buch „Don’t Miss The Clitoris“ im Kino International vorgestellt. Unverschämt gut!

 

Kiekste

Tierischer Trubel in Berlin: Ein Wildschwein verirrt sich ins Shoppingcenter in Köpenick – und in Schöneberg übernehmen zwei kleine Pandas den Spielplatz. Entdeckt und festgehalten von Checkpoint-Leserin Rita Treige. Danke für den Schnappschuss! Schicken auch Sie uns Ihre schönsten, kuriosesten und überraschendsten Berlin-Momente an checkpoint@tagesspiegel.de und nehmen an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.

Berliner Gesellschaft

Geburtstag – Pál Dárdai (50), ehemaliger ungarischer Profifußballer und Trainer, bis 2024 Cheftrainer von Hertha BSC / „Lieber Robert Ide, das Checkpoint-Team lässt Dich hochleben und wünscht Dir alles Gute zum Geburtstag!“ / Florian Lukas (53), Schauspieler („Good Bye, Lenin!“, „Weissensee“); Engagement am Berliner Ensemble und am Deutschen Theater / „Michael Pöppl (65), Buchautor, Journalist, Exil-Altusrieder, Kässpatzenspezialist, Allererster Ladaïst, PapsT, Pope, Patenonkel, bester Freund, Bekannter, aufrecht-leidender BVB-Fan und zudem ein richtig toller Mensch!“ / „Liebe Rinni, die allerbesten Glückwünsche zu Deinem Geburtstag senden Dir die Cottbuser, die Lichtenberger und der Mahlsdorfer.“ / Dejan Milosavljev (30), serbischer Handballspieler, noch bis Sommer 2026 Torwart bei den Füchsen Berlin
Nachträglich: „Zum Geburtstag alles Gute, liebe TILLY (Creutzfeldt-Jacob). Freue mich schon auf den Queensday!“

Jubiläum – „Zum 55. Hochzeitstag sage ich Dir, geliebte Ingrid: Danke für all diese Zeit“

+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn oder der Lieblingskollegin zum Geburtstag, den Großeltern zum Hochzeitstag oder einem Sportverein zum Jubiläum im Checkpoint gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de. +++

Gestorben Egon F. Freiheit, * 23. Februar 1944, verstorben am 23. Februar 2026 / Klaus Kleine, * 26. September 1947, verstorben am 6. März 2026 / Prof. Dr. Franz K. List, * 2. August 1934, verstorben am 4. März 2026 / Dieter Meyerhöfer, * 23. September 1937, verstorben am 5. März 2026 / Hermann Noack, * 9. Februar 1931, verstorben am 5. März 2026

Stolperstein – Ida Herschel wurde 1874 in Trier geboren, über ihr Leben ist nur wenig bekannt. Aus den Akten geht hervor, dass sie ledig war und im Alter von 67 Jahren am 11. September 1942 mit dem 62. „Alterstransport“ vom Anhalter Bahnhof nach Theresienstadt deportiert wurde. Dort wurde sie am 16. März 1944 von den Nazis ermordet. Seit Oktober 2012 erinnert ein Stolperstein vor ihrem ehemaligen Wohnhaus in der Livländischen Str. 17 in Wilmersdorf an Ida Herschel.

Encore

Wenn es im Wald nach Döner duftet, hat Bärlauch Saison. In Leipzig ist das aromatische Kraut seit Wochen so begehrt, dass inzwischen berittene Polizisten im Auwald patrouillieren. Hier muss das niemand befürchten – die Vorkommen sind zu klein für illegale Ernten im großen Stil. Aber: In öffentlichen Grünanlagen wie dem Treptower Park und in Naturschutzgebieten, etwa am Tegeler Fließ, bleibt das Pflücken verboten. In der Hauptstadt wächst übrigens vorwiegend „Wunderlauch“. Das ist kein echter Bärlauch, sondern – wie vieles in der Stadt – eine Art Raubkopie. Geschmacklich aber das Gleiche in Grün.

Original-Recherchen und -Texte lieferten Björn Seeling, Margarethe Gallersdörfer und Anne Roggensack. Das Stadtleben hat Tobias Langley-Hunt gepflückt, Jaqueline Frank (Produktion) kontrollierte am frühen Morgen die Ausbeute. Morgen patrouilliert Anke Myrrhe durch die Stadt. Kommen Sie gut in die neue Woche und bis bald

Jessica Gummersbach

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