die Wette gilt. Auch als Martina Klement am nächsten Morgen aufwachte, bereute Berlins Staatssekretärin für Verwaltungsmodernisierung ihre Worte nicht. Bei unserer Checkpoint-Revue am Sonntagabend hatte sie vor ausverkauftem Haus versprochen, dass noch in diesem Jahr alle Berlinerinnen und Berliner einfach ins Bürgeramt hineinspazieren können, ohne Termin, ohne Probleme, Amt, aber glücklich jeden Tag. Zugegeben: Wir hatten sie in diesen Termin (!) etwas hineingequatscht (und mit dem Wetteinsatz einer Kiste bayerischen Biers gelockt). Am Tag danach wies Klement zwar auf die Herausforderungen hin und dass es keineswegs einfach werde, die Wette zu gewinnen. Dem Vernehmen nach sind nicht alle überzeugt, dass es unbedingt beides braucht: feste Termine und spontanes Spazieren aufs Amt. „Aber man braucht ja ambitionierte Ziele“, sagte Klement dem Checkpoint. „Selbstverständlich stehe ich zu meiner Wette.“ So oder so: Für uns entfällt dann wohl der Dry January nächstes Jahr.
Was bevorzugen Sie? Spontan oder mit Termin? Schreiben Sie uns – inklusive Ihrer Geheimtipps an checkpoint@tagesspiegel.de. Vielen Dank!
Uns selbst fällt es übrigens noch etwas schwer, nach den Show-Sensationen des Sonntags wieder zurück in den Alltag zu finden (hier geht’s zum ausführlichen Bericht) – und planen bereits die nächsten Veranstaltungen. Ab September gibt’s uns nämlich monatlich auf der Bühne. Falls Sie noch Motivation brauchen, hier ein Feedback zu Sonntag:
„So eine tolle Show! So mitreißend und typisch Berlin auch unperfekt, aber mit Spaß!!! Herzlichen Dank euch und…weiter so mit eurem Engagement…fühle mich mit euch irgendwie zuhause!!!“
Herzlichen Dank! Auch an alle anderen, die da waren, gelacht, geweint und uns gefeiert haben. Tickets für die nächsten Termine gibt es hier. Wir freuen uns, wenn Sie mal vorbeischauen.
Und wen hätten Sie gern als Gast? Schreiben Sie uns an checkpoint@tagesspiegel.de. Von Madonna bis Merkel ist alles möglich, aber bleiben Sie doch gern auf dem Berliner Teppich. Darunter finden sich meist die besten Geschichten.
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Weniger erfreulich ist, was gerade viele Kinder und Jugendliche erleben: keinen Platz an der Wunschschule, lange Fahrtwege, Kampf um die besten Noten ab der dritten Klasse. Die Linksfraktion will diesen und anderen unbestrittenen Problemen des Berliner Schulsystems unter anderem mit mehr Gemeinschaftsschulen begegnen: „Das Wegfallen des obligatorischen Schulwechsels nach Klasse 6 nimmt massiv Stress aus den Familien“, sagte Franziska Brychcy, bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion dem Checkpoint. Einfacher dort einen Platz zu bekommen, ist es allerdings auch nicht:
Im Schuljahr 2022/23 gab es laut Statistik der Linken 950 Bewerbungen auf 550 Plätze. Durch Schulneubau, Umwandlung oder Fusion von bestehenden Schulen will die Linke die Anzahl der Gemeinschaftsschulen bis 2031 verdoppeln – von 27 auf 54. Welche Schulen dafür wegfallen sollen, verraten sie vermutlich erst nach der Wahl.
Noch bis Freitag läuft die Öffentlichkeitsbeteiligung zur Ausweisung von Windenergiegebieten in Berlin. Bis zum vergangenen Mittwoch sind nach Auskunft der Stadtentwicklungsverwaltung gut 1300 Stellungnahmen eingegangen, davon rund 30 von Behörden, sogenannten Trägern öffentlicher Belange sowie Nachbargemeinden. Die Verwaltung geht davon aus, dass in den letzten Tagen noch einiges herein geflattert kommt, weil sich Behörden bei komplexen Planungen erfahrungsgemäß erst zum Ende des Beteiligungszeitraums meldeten. Einwände hatten sowohl mehrere Bezirksämter als auch Naturschutzverbände. Deren Hauptkritik war, dass die vorgeschlagenen Flächen sich auf Erholungsgebiete konzentrieren, während in Gewerbegebieten noch viel Luft nach oben sei.
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Die Ausstellung Widerstände. Jüdische Designerinnen der Moderne würdigt erstmals deutsch-jüdische Kunsthandwerkerinnen, die in Zeiten der Ausgrenzung ihren Weg gingen. Sie zeigt Leben und Werk von über 60 Designerinnen, die gesellschaftliche Hürden überwanden und anderen Frauen den Weg ebneten. Bis 23.11. im Jüdischen Museum Berlin. Mehr
Es hätte gut gepasst, die Busflotte der BVG bis 2030 wie einst geplant komplett von Diesel auf Elektroantrieb umzustellen. Denn in jenem Jahr sollen die Grenzwerte für Luftschadstoffe deutlich verschärft werden (Grüße gehen in diesem Zusammenhang aus raus an die Tempo-50-Revival-Fraktion!). Die Senatsantwort auf eine Grünen-Anfrage zeigt, dass bestenfalls 2035 realistisch ist. Zugleich mag die Verkehrsverwaltung „noch nicht abschließend beurteilen“, ob die „vollständige Dekarbonisierung“ der Busflotte bis 2030 gelingen wird – woher auch immer sie die Hoffnung nimmt. Kostenschätzung für die Umstellung auf Elektro: Rund zwei Milliarden Euro, zwei Drittel davon für die Betriebshöfe.
Zur „Erkenntnis des Tages“ hatte es der Abfalleimer an der Friedenauer Kaisereiche hier Mitte Juni geschafft – oder vielmehr: der von der CDU-Fraktion der BVV Tempelhof-Schöneberg geforderte Antrag. Daniel Dittmar hatte damals dem Bezirksamt „empfohlen“, sich dafür einzusetzen, dass „an dem platzähnlichen Gebiet, das von der Rheinstraße, Saarstraße und Illstraße umgeben ist, wieder ein großer Abfalleimer errichtet wird.“ Die Begründung war so einfach wie prägnant: „Seitdem der Abfalleimer entfernt wurde, ist die Vermüllung signifikant gestiegen. Der Aufbau eines Abfalleimers kann zügig und einfach zur Problemlinderung beitragen.“ Ein Fall für die Tonne, fanden Grünen, SPD und Linke – und lehnten den Antrag ohne Begründung ab.
Und noch ein paar Leseempfehlungen:
+ Schluss mit dem Kindergeburtstag: Die Blue Man Group verlässt Berlin – nach 21 Jahren.
+ LAP Coffee expandiert in Berlin, München und Hamburg: Diese Strategie steckt hinter der neuen Konkurrenz für Hipster-Cafés – ganz ohne Design und Chichi.
+ Wie Frauen den Kraftraum erobern: „Das ist meine Art von Weiblichkeit, meine Art von Stärke“.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Bebauen oder nicht: Das ist hier offenbar nicht mehr die Frage. In einer Civey-Umfrage für den Tagesspiegel haben sich 57 Prozent der Berlinerinnen und Berliner für eine Randbebauung des Tempelhofer Feldes ausgesprochen (44 Prozent „eindeutig“ richtig, 13 Prozent „eher richtig“). 33 Prozent finden es falsch, 10 Prozent ist es egal (unentschieden).
Derweil hat die CDU-Fraktion auf ihrer Klausur am Wochenende wieder einmal einen „Klimawald“ auf dem Tempelhofer Feld gefordert (nicht zu verwechseln mit der von demselben Personal erfundenen „Klimaautobahn“ durch Friedrichshain). Da sie diese Idee regelmäßig ventiliert, ist der Tagesspiegel-Text mit der fachlichen Bewertung praktischerweise schon seit zwei Jahren fertig.

„Ein Kalifat – und die damit verbundene Ideologie – ist mit unserem Rechtsstaat und der freiheitlichen-demokratischen Grundordnung unvereinbar und hat in Deutschland nichts verloren“, sagte Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner gestern – und unterstützte damit Polizeipräsidentin Barbara Slowik Meisel. Deren Behörde hatte versucht, eine islamistische Demonstration von Anhängern eines Kalifats (inkl. Vernichtung Israels) zu verbieten. Doch das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg (OVG) hatte dieses Verbot wieder aufgehoben. Rund 1500 Menschen nahmen am Samstag an der Kundgebung teil, sie waren nach Geschlechtern getrennt: Die Frauen mit Kopftuch mussten am Rand bleiben.
Bei der S-Bahn kann man sich wirklich auf gar nichts mehr verlassen: Gestern fiel auch noch die zuletzt gefühlt tägliche „Reparatur an einem Signal im Bereich Hackescher Markt“ aus. Wie oft dort in den vergangenen Wochen die Signale auf Rot standen und warum, haben wir uns für den Tagesspiegel mal genauer erklären lassen. Spoiler: Die Häufung war real, und die wetterfühlige Technik verträgt keinen Elektrosmog.
Mehrere landeseigene Wohnungsgesellschaften haben in den vergangenen Jahren massenhaft Videokameras in größeren Gebäuden installiert, wie sie auf eine CDU-Anfrage an den Senat hin mitteilen. Nur die Degewo lässt auch einzelne, erfahrungsgemäß problematische Mülltonnenplätze per Video überwachen. Die CDU-Idee, auch das öffentliche Straßenland zum Schutz vor illegaler Vermüllung zu überwachen, hält die Bauverwaltung für datenschutzrechtlich schwierig. Ein entsprechendes Pilotprojekt sei nicht geplant.
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Mit mehr als 900.000 Besuchern war die Show „Falling | In Love“ (nur echt mit Trennstrich hinterm ersten Wort) nach Auskunft des Friedrichstadtpalastes die erfolgreichste in der über 100-jährigen Geschichte der Spielstätte. Am Sonnabend fiel der letzte Vorhang für die von Jean Paul Gaultier kuratierte Show.
Die zurzeit im Testbetrieb fahrenden U-Bahnen von morgen haben nicht nur in der Karosserie weniger Scheiben: Das „Berliner Fenster“ genannte Fahrgastfernsehen ist in den neuen Modellen nicht mehr vorgesehen. In den anderen Waggons allerdings laufen die maßgeblich mit Nachrichten aus dem Hause Axel Springer bestückten Flimmerkisten bis 2030 weiter: Erst dann kann die BVG den Vertrag mit der Betreiberfirma kündigen, teilt sie via Senat auf Anfrage von Kristian Ronneburg (Linke) mit.
Umweltsenatorin Ute Bonde (CDU) hat zusammen mit den Umweltministern aus Sachsen, Bayern und Hessen dem Bund einen Brief geschrieben, in dem sie fordert, einen „günstigen Erhaltungszustand“ der Wölfe formal festzustellen – oder anders ausgedrückt, ihren Schutzstatus zu lockern. Es gehe um „die Notwendigkeit eines verantwortungsvollen Bestandsmanagements, das die langfristige Koexistenz sichert“, teilt Bonde mit. Bisher scheitert die Koexistenz in Berlin allerdings an der vollständigen Abwesenheit von Wölfen.
Die plötzliche Abwesenheit von Fahrrädern wird in Berlin häufig beklagt: Vergangene Woche wurden 281 Fahrräder im Wert von 343.485 Euro als gestohlen gemeldet. Die meisten Diebstähle gab es in Rahnsdorf (Treptow-Köpenick), Charité-Viertel (Mitte) und Wista (Treptow-Köpenick). Besonders häufig wurden Fahrräder um 16 Uhr sowie am Mittwoch gestohlen. Höchster Diebstahlwert: 6794 Euro. Das Rad stand in der Immanuelkirchstraße. 2025 klauten Diebe bisher 9154 Räder im Wert von 11.597.421 Euro. Das geht aus einer Checkpoint-Auswertung von Daten der Berliner Polizei hervor. Auf unserer Fahrraddiebstahl-Karte sehen Sie, wie die Lage in Ihrem Kiez ist.
Die Bahn hat eine „Einladung zur Eröffnung der neuen Unterführungen am Bahnhof Eichwalde und Bahnhof Zeuthen“ mit Termin 10. Juli 2026 verschickt. Das schien angesichts des bisherigen Bauverlaufs plausibel, aber kurz darauf folgte die Korrektur, dass 2025 gemeint sei. Der Gewinn für Passanten und Fahrgäste dürfte enorm sein: Die stählerne Behelfstreppe in Eichwalde fühlte sich an wie ein Gemeinschaftswerk der bisher wenig bekannten Bahntochter DB UltraGO und Deutschem Alpenverein.
Gäste des Mercure-Hotels am Wittenbergplatz fühlen sich beobachtet: In allen Zimmern werde man von einer großformatigen Frau beäugt, berichten sie auf Reddit. Das Hotelpersonal habe einem Gast erklärt: „Die Frau war einfach ein Model, ausgewählt von der Hoteldesignerin, um Mode zu repräsentieren, und damit alle Gäste sich willkommen fühlen. Sie wurde vor allem wegen ihres androgynen Aussehens gewählt.“ Online-Kommentatoren vermuten, es handele sich in Wahrheit um eine Verwandte des Hotelbesitzers mit Hoffnung auf eine Model-Karriere, andere wittern einen Fluch. Allzu schlimm scheint er ja nicht zu sein.
Zitat
„Leider liegen mir keine spezifischen Zitate vor, die am 7. Juli 2025 in Berlin oder über Berlin gesagt wurden.“
Antwort von ChatGPT auf die verzweifelte Frage nach einem Zitat des Tages. Sorry.
Stadtleben
Verlosung – Sommer ist Freilufttheater- und Konzertzeit, so sagt es die UfaFabrik und startete entsprechend in den Juli. Noch anstehend ist ein Auftritt von „The Cast – Die Opernband: Oper à la Carte“, am Freitag, dem 11.7. ab 20 Uhr auf der überdachten Freiluftbühne. Das Ensemble hat viele Klassiker, aber auch neue Arrangements im Programm. Das Besondere: Das Publikum gestaltet gemeinsam mit den Künstlern, was aufgeführt wird, wählt also die Arien und Stücke selbst aus. „Ein Wunschkonzert, das Genuss und Überraschung garantiert!“, so die Versprechung. Weitere Informationen finden Sie hier. Wir verlosen 3 × 2 Karten. Viktoriastraße 10-18, U-Bhf. Ullsteinstraße
Essen & Trinken – Das Onette im Schöneberger Akazienkiez hat erst im Juni eröffnet. Der gemütliche Eckladen kommt äußerlich als US-amerikanischer Diner daher, verkauft aber deutsche Klassiker. Es gibt Frühstück, Mittagessen und von Donnerstag bis Samstag ausgewählte Weine mit dazu passenden Snacks. Auf der Karte stehen herzhafte Klassiker wie Kartoffelpuffer mit Spiegelei, Sandwiches mit Speck, Eiern und Käse, Fischbrötchen, Bio-Leberkäse mit Senf und Kartoffelsalat. Zum Nachtisch stehen Quarkbällchen, Schokokuchen mit Schlagsahne, Grießbrei mit Früchten oder saisonale Pies auf dem Menü. Das Sandwich-Angebot erinnert dann doch wieder ein bisschen an die Staaten. Di/Mi 9-15, Do/Fr/Sa 9-22, So 9-15 Uhr, Grunewaldstraße 11, U-Bhf. Kleistpark
Noch hingehen – Auch Auftragsarbeiten können einen faszinierenden Glanz entfalten, das zeigt die Ausstellung Farbenrausch in der Galerie Springer aktuell. Konzipiert wurde sie für den European Month of Photography 2025, gezeigt werden Werke des Fotografen Ludwig Schirmer, seiner Tochter Ute Mahler und ihres Mannes Werner Mahler. Inhaltlich scheinen die Werke nicht viel gemein zu haben, Mode- treffen auf Natur-Aufnahmen und korrespondieren mit eher dokumentarische Fotografien aus urbanen- oder industriellen Kontexten. Dafür stehen die einzelnen Bilder umso mehr für sich. Die Ausstellung ist ein Besuch wert und kostet nichts. Möglich ist das nur noch bis zum 19. Juli. Di bis Fr 12-18, Sa 12-15 Uhr, Fasanenstraße 13, U-Bhf. Uhlandstraße
Last-Minute-Tickets – Auf Berliner Straßen ereignet sich Geschichte – an wechselnden Straßennamen zeigen sich historische Umbrüche, gesellschaftlicher Wandel und wechselnde Deutungshoheiten über Erinnerungskultur im öffentlichen Raum. Angeregt durch teils hitzig geführte Debatten um Straßennamen in allen Berliner Bezirken nehmen der Arbeitskreis der Berliner Regionalmuseen und das Aktive Museum Faschismus und Widerstand in Berlin e.V. mit einem gemeinsamen Ausstellungsprojekt die Geschichte der Straßenbenennung in Berlin in den Blick. Die Ausstellung „umbenennen?!“ wird durch die Berliner Bezirke reisen, aktuell ist sie noch in der kommunalen Galerie im Gutshaus Steglitz zu sehen. Heute, ab 17 Uhr, führt das Kurautorenteam durch das Museum. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Täglich 10-18 Uhr, Schloßstraße 48, S-Bhf. Rathaus Steglitz
Grübelstoff – Die menschliche Angewohnheit, seltsame Dinge zu sammeln, ist weit verbreitet. Aktuell horten junge, aber erwachsene Leute ein Kuscheltier namens „Labubu“, das sich vielleicht als eine Art Monchhichi des 21. Jahrhunderts beschreiben lässt. Sind auch Sie Sammler und können das nachvollziehen, oder sind Ihnen solcherlei Hobbys gänzlich unverständlich?
Kiekste
Diese Panzerknackerbande aus Kohlhasenbrück verdanken wir dem elfjährigen Giacomo Nather – bäm! Weitere Bilder gern an checkpoint@tagesspiegel.de! Mit Ihrer Zusendung nehmen Sie aktuell an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – A10/A9: In der Nacht von 20 bis ca. 2.30 Uhr kommt es auf der A10 zwischen Anschlussstelle (AS) Glindow und Dreieck Potsdam, in der Verbindungsrampe vom Dreieck Werder zur A9 zeitweise zu kurzen Vollsperrungen. Der Verkehr wird über die AS Ferch umgeleitet. Die AS Beelitz-Heilstätten wird von 2.30 bis 5 Uhr in Fahrtrichtung München gesperrt.
Grunerstraße (Mitte): Der Tunnel Alexanderplatz wird in der Zeit von 7 bis 17 Uhr gesperrt.
Tunnel Tiergarten Spreebogen (Tiergarten): In den folgenden Nächten bis Freitag, den 11.7., jeweils in der Zeit von 20.30 bis 5 Uhr, ist der Tunnel in beiden Richtungen zwischen Reichpietschufer und Heidestraße gesperrt.
Nahverkehr – S3 und S9: Die Linien sind in den beiden folgenden Nächten jeweils von 21.30 bis 1.30 Uhr zwischen Westkreuz und Olympiastadion unterbrochen. Es fahren Busse als Ersatz.
S1 und S25: In der Nacht von 22 bis 1.30 Uhr ist zwischen Gesundbrunnen und Schönholz ein Pendelverkehr ohne Halt in Wollankstraße eingerichtet.
S41, S42 und S46: In den beiden folgenden Nächten jeweils von 22 bis 1.30 Uhr gibt es zwischen Halensee und Westend jeweils nur einen S-Bahnverkehr im 20-Minutentakt mit den Linien S41/S42 mit Umsteigen in Westend.
Regionalverkehr – RB23: Zwischen 17 und 24 Uhr fallen die Züge RB 18166, 18168, 18170, 18171 und 18172 zwischen Berlin-Charlottenburg und Flughafen BER aus. Die Züge RB 56943 und 56945 fallen zwischen Berlin Friedrichstraße und Flughafen BER aus.
Demonstration – Für heute sind 17 Demos angemeldet (Stand 7.7., 12 Uhr), u.a. „Noch kürzer ist nackt – Augen auf für die Jugend(arbeit) in Treptow-Köpenick! (Fahrraddemo)“: 50 Teilnehmende, „Projekt Begeg(e)nung“, ab S-Bhf. Treptower Park über Elsenbrücke, Stralauer Allee, Stralauer Platz, Holzmarktstraße, Molkenmarkt, Spandauer Straße bis Rathausstraße 1 (9-11 Uhr)
„Unkürzbar – für ein soziales Berlin“: 1.000 Menschen, „Deutscher Paritätische Wohlfahrtsverband“, Rathausstraße (11-13.30 Uhr)
„Kürzungen im sozialen Bereich, insbesondere in der Jugendhilfe; wie wirken sich diese auf Arbeitsbedingungen und die Situation der Klient:innen aus?“: 50 Personen, Senefelderplatz (16-18 Uhr)
„OmasgegenRechts Südwest – gegen Querdenker, Verschwörungsdenker und rechte Populisten“: 35 Menschen, Schloßstraße (17-18.30 Uhr)
„Öffentliche Diskussion über das geplante Bauvorhaben 10- 11 auf dem Grundstück Hohensaatener Str. 18, 12679 Berlin im Rahmen einer selbst initiierten Anwohnerinitiative“: 50 Teilnehmende, Hohensaatener Straße 18 (18.30-21.30 Uhr)
Gericht – Der Prozess gegen Marvin S. (38) geht weiter. Er soll eine 20-jährige Schülerin in seine Wohnung in Berlin-Steglitz gelockt, sie unter Drogen gesetzt und schwer misshandelt haben, als sie bewusstlos war. Am nächsten Tag wählte er den Notruf - zwölf Minuten lang wurde die 20-Jährige reanimiert. Die Ermittlungen gegen S. begannen zögerlich. Inzwischen gibt es weitere Vorwürfe gegen den Mann (9.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal A736).
Universität – Der UdK-Studiengang Gesang/Musiktheater in Kooperation mit den Studiengängen Bühnenbild und Kostümbild sowie dem Symphonieorchester der UdK Berlin, bringen heute und morgen jeweils ab 19 Uhr Mozarts „Don Giovanni“ auf die Bühne. An der Abendkasse des Theaters der UdK Berlin gibt noch Restkarten. Fasanenstraße 1B, S-Bhf. Zoologischer Garten
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Gerd Appenzeller (82), Berater der Chefredaktion des Tagesspiegels, ehemaliger Chefredakteur & Herausgeber und Sprecher der Chefredaktion, „Team Checkpoint wünscht alles Gute!“ / Kirsten Flesch (68), Politikerin (SPD), von 1995 bis 2016 Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin / Vasili Franco (33), Politiker (Bündnis90/Die Grünen), seit 2021 Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin / Korbinian Geibel (23), Eishockeyspieler, mit den Eisbären Berlin gewann er zwischen 2022 und 2025 dreimal die Deutsche Meisterschaft / „91. = nur noch 9 Jahre bis zum 100 … HaJü, geliebter Schützenkönig, herzlichen Glückwunsch und allerbeste Wünsche für das neue Lebensjahr 😻“ / „Freunde, Verwandte und langjährige Wegbegleiter gratulieren unserer Susanne (Köhler) von ganzem Herzen zum runden Geburtstag! Alles Liebe und Gute, bleib so wie Du bist, vor allem bleib gesund!“ / „Der AIDA-Veteran gratuliert Monique Oberländer ganz herzlich zum Jubeltag! Genieß ihn und lass Dich feiern und verwöhnen!“ / Ruben Schott (31), Volleyballnationalspieler, Außenangreifer bei den BR Volleys / Strawalde (94), bürgerlich Jürgen Traugott Hans Böttcher, Maler und Regisseur / Ulrich Wilhelm (64), Jurist und Journalist, von 2011 bis 2021 Intendant des Bayerischen Rundfunks. Von 2005 bis 2010 Chef des Bundespresseamts und Regierungssprecher der Bundesregierung für das Kabinett Merkel I und II
Nachträglich: „Der Architekt, Photograf und Büchersammler Peter Dörrie wurde 82 Jahre alt. Wir wünschen ihm vor allem Gesundheit!“
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Johanna Maria Bacher (geb. Lüke), * 21. Mai 1939, verstorben am 25. Juni 2025 / Christian-Günther Frey, * 22. Dezember 1941, verstorben am 20. Juni 2025 / Konrad Komm-MacDevitt, * 17. Dezember 1941, verstorben am 29. Mai 2025 / Wilhelmina Korff, * 5. April 1951, verstorben am 18. Juni 2025 / Dr. Manfred Liebsch, * 21. September 1947, verstorben am 28. Mai 2025
Stolperstein – Leopold Jankel wurde am 9. Juli 1902 in Czernowitz geboren. Er hatte eine Beziehung zu Charlotte Löwenthal. Charlotte hatte drei Kinder – unklar, ob von Leopold oder aus einer früheren Beziehung. Am 2. April 1938 wurde Leopold Jankel von den Nazis verhaftet und zunächst Konzentrationslager Dachau, dann nach Buchenwald deportiert. Hier wurde er am 8. Juli 1940 ermordet. Heute erinnert ein Stolperstein in der Torstraße 148 in Mitte an Leopold Jankel.
Encore
Berliner sind die Ausreißer unter den Städtetouristen: Neun Prozent von ihnen unternehmen mehr als sechs Städtereisen pro Jahr, hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag der Hotelkette Meininger ergeben. Der Bundesdurchschnitt liege nur bei vier Prozent. Die entscheidenden Fragen, in welche anderen Städte es die Berliner dauernd zieht und warum sie nicht lieber aufs Land fahren, wurden leider nicht thematisiert. Fernreisen werden es bei dieser enormen Frequenz ja eher nicht sein. Oder wie einst Marlene Dietrich sang: „Ich hab‘ noch einen Koffer in Bernau.“
Auf Recherchereise war gestern Isabella Klose, Tobias Langley-Hunt hat den Picknickkorb gepackt (Stadtleben) und Jasmine Dellé morgens einmal frisch durchgewischt (Produktion).Den morgigen Berlin-Trip begleiten für Sie Jessica Gummersbach und Ann-Kathrin Hipp.
Bis bald!

