der Fall ist unfassbar: Eine 16-Jährige berichtet von einer Vergewaltigung in einem Jugendclub in Neukölln und es passiert wochenlang: nichts. Dabei waren die Vorwürfe sowohl dem staatlich betriebenen Jugendclub als auch dem zuständigen Jugendamt des Bezirksamts bekannt, bereits Monate zuvor hatten andere Mädchen von sexuellen Übergriffen im Jugendzentrum in der Wutzkyallee berichtet. Doch weder das Jugendamt noch die Amtsleiterin stellten Strafanzeige.
Im Gegenteil: Das Jugendamt entschied sich offenbar bewusst dagegen, die Polizei zu informieren. Intern wurde das damit begründet, dass durch Ermittlungen die arabischstämmigen Jugendlichen stigmatisiert würden.
Seit einer Woche ist dieser Fall bekannt, gestern forderte Jugendsenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU) die Freistellung der Leiterin des Neuköllner Jugendamts sowie der Mitarbeiter, die von der mutmaßlichen Vergewaltigung wussten. In einem Gespräch mit der Jugendamtsleiterin und der Jugendstadträtin Sarah Nagel (Linke) sei „sehr deutlich“ geworden, dass die Grundlagen des Kinderschutzes und Rechtsvorschriften „deutlich missachtet“ worden seien, sagte Günther-Wünsch.
Jugendstadträtin Sarah Nagel allerdings sieht dafür keinen Anlass. „Die Senatorin sollte wissen, dass es für disziplinarrechtliche Verfahren hohe Hürden gibt“, sagte Nagel dem Checkpoint. „Eine Jugendamtsdirektorin ist keine politische Beamtin in einem Senatsleitungsstab, sondern ordentliche Beamtin im bezirklichen Regelbetrieb. Ich prüfe in alle Richtungen, aber ich halte mich an das Beamtenrecht. Und das sieht keine willkürlichen Freistellungen vor. Wenn im Laufe der Untersuchungen Anhaltspunkte bestehen, dann werde ich auch personelle Konsequenzen ziehen.“
Von Nagel ist auch der Satz aus dem Neuköllner Jugendhilfeausschuss überliefert: „Ich kann natürlich nicht wissen, was ich nicht weiß.“ Na, dann ist ja alles gut.
Genau ein halbes Jahr ist es heute noch bis zur Berlin-Wahl. Und damit diesmal bitte nichts schiefgeht (haben wir ja in Berlin so unsere Erfahrungen), will der Senat lieber kein Risiko mehr eingehen. Wie zum Beispiel mit einer Erhöhung der Anwohnerparkgebühren. Wir erinnern uns: Derzeit kostet die Vignette 10,20 Euro pro Jahr, ein Minusgeschäft für Berlin, da allein die Verwaltungskosten etwa dreimal so hoch sind. Berlins Regierender Kai Wegner hatte sich im Tagesspiegel vergangenes Jahr selbst für eine Erhöhung ausgesprochen (was nicht jedem in der CDU gefiel).
Doch nun verschiebt der Senat das Projekt erneut – auf eine unbestimmte Zeit nach der Wahl, denn: „Systemische Anpassungen“ wie die Gebührenerhöhung seien mit Risiken verbunden, die „im Verhältnis zu einer erfolgreichen Durchführung der Abgeordnetenhauswahlen im September 2026“ nicht zu rechtfertigen seien, heißt es in einer Antwort der Verkehrsverwaltung auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen, die dem Checkpoint vorliegt (Morgenpost berichtete). Wegen der Wahl sei vom 1. Juni bis 12. Oktober eine „Fachverfahrensruhe“ für das Einwohnermelderegister angeordnet, worunter auch eine Gebührenanpassung fallen würde.
Das sei notwendig, um die ordnungsgemäße Durchführung der Wahlen sicherzustellen, sagte Landeswahlleiter Stephan Bröchler dem Checkpoint. Nur zwingend notwendige Software-Anpassungen dürfe es rund um die Wahl geben. „Nicht zeitkritische und nicht zwingend erforderliche IKT-/Software-Anpassungen sind nach einer Abwägung ggf. in dem für das Wahlverfahren besonders kritischen Zeitraum zurückzustellen.“
Tja, hätte man das Projekt nur gleich zu Beginn der Legislatur zeitkritisch vorangetrieben.
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Nicht in die nächste Legislatur verschieben lässt sich die Abgabefrist für die Berliner Olympia-Bewerbung (eine Woche nach der Wahl entscheidet der DOSB). Gerade hat die Konkurrenz in Hamburg ihr finales Konzept vorgestellt und verspricht ein „Sommermärchen“ für die ganze Stadt. Schauen wir doch mal rein: „Herzstück“ soll die Binnenalster werden mit Eröffnungszeremonie auf dem Wasser und einem schwimmenden Basketball-Court. Athleten sollen kurze Wege haben: 85 Prozent der Wettkampfstätten in der Stadt sollen nicht weiter als sieben Kilometer vom zentralen Olympia-Park entfernt sein. Auch Hamburg will vor allem auf bestehende Sportanlagen setzen und im hanseatischen Olympia-Dorf sollen nach den Spielen 9000 Menschen bezahlbaren Wohnraum finden.
Ob die Berliner da neidisch werden? „Für mich ist es ein Gebot des Respektes, mich über die Konzepte der anderen Bewerber nicht zu äußern und öffentlich zu kommentieren“, teilte Berlins Olympia-Beauftragter Kaweh Niroomand mit. Sportlich fair.
Fair & vergnüglich geht es bei der Checkpoint-Revue ganz sicher zu: Am 16. April laden wir endlich wieder zur Show ein: Mit der legendären Kiekste-Show von Lorenz Maroldt, Hits der Checkpoint-Band und Naomi Fearn an der Ukulele, dem ultimativen Berlin-Quiz – und Matze Hielscher als Gast! Wir freuen uns sehr, den Gastgeber von „Hotel Matze“ und „Mit Vergnügen“-Gründer auf der Bühne im PunchLine unterm Potsdamer Platz Theater zu empfangen. Ein paar Restkarten gibt es noch, aber beeilen Sie sich. Für alle anderen gibt es am 4. Juni die nächste Gelegenheit (der Gast wird bald verkündet). Showtime!

Mit Schmink- und Kleidungstipps hat die französische Staatsbahn ihre Mitarbeitenden verärgert. Sie sollten doch bitte „élégance à la française“ verkörpern. Auf die Idee, Eleganz zu verlangen, würde in Berlin wohl keiner kommen. Die BVG macht ihren Mitarbeitern jedenfalls keine Vorgaben zum persönlichen Erscheinungsbild. Komplizierter wird’s bei der Polizei: Beamte dürften sich etwa nicht übermäßig schminken, teilt die Gewerkschaft der Polizei mit. Tattoos sind zwar erlaubt (abgesehen von verfassungsfeindlichen Motiven), aber nicht auf Kopf, Hals und Händen. Trotzdem fand ein Gericht voriges Jahr stichhaltige Argumente, um einer angehenden Beamtin auch Fingertattoos zu erlauben.
Ähnlich anspruchsvoll geht es in den Ordnungsämtern zu: Dienstkleidungsträger „verkörpern letztendlich den staatlichen Ordnungsanspruch“, lässt Friedrichshain-Kreuzberg ausrichten. Bei den Bürgerämtern gibt es wieder andere Prioritäten: „Wir wollen als Amt mit Herz wahrgenommen werden“, heißt es vollmundig aus Reinickendorf. Deshalb gebe es keinen Dresscode – wie auch in anderen Bezirken. Berlin sieht eben immer gut aus.
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Genug vom Rechtsruck? Dann kommt zu unserem Fachtag „Gemeinsam gegen Rechtsextremismus“ am 27.03.2026 ins Abgeordnetenhaus von Berlin! Die Grüne Fraktion Berlin lädt Interessierte und Engagierte ein, sich auszutauschen, gemeinsam voneinander zu lernen und sich gegen Rechtsextremismus zu stärken. Alle Informationen zum Programm und zur Anmeldung hier
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„Um 9.39 Uhr hat der Europäische Gerichtshof die Finanzierung des deutschen Regionalverkehrs am Donnerstag in eine Krise gestürzt“, schreibt Tagesspiegel-Redakteur Caspar Schwietering über das Urteil, mit dem das Wortmonstrum „Trassenpreisbremse“ gestern gekippt wurde. Das könnte die regionalen Verkehrsunternehmen (also die Länder) Milliarden kosten. „Dieses Thema wird auf der kommenden Verkehrsministerkonferenz Priorität haben“, sagte Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) dem Checkpoint. „Wenn sich der Bund nicht sehr umfangreich an den nun entstehenden Kosten beteiligt, bleibt den Ländern in der Konsequenz keine andere Möglichkeit, als in erheblichem Ausmaß Leistungen abzubestellen.“ Oder anders gesagt: Züge abzustellen.
Die Innenverwaltung ist zu der Erkenntnis gelangt, dass das Abgeordnetenhaus nicht zu den „kriminalitätsbelasteten Orten“ gehört (CP vom 10.03.) und deshalb mithilfe von KI videoüberwacht werden sollte (vielleicht lag’s auch am Protest der Abgeordneten). „Eine Festlegung auf den Einsatz der Technik am Abgeordnetenhaus hat es nicht gegeben, sondern lediglich die Option“, heißt es auf Nachfrage. Am Roten Rathaus und auch vor der eigenen Haustüre hält die Innenverwaltung die KI-Videoüberwachung aber weiterhin für notwendig. Mal sehen, wer als nächstes protestiert.
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Was alles möglich und nicht möglich ist, wissen wir in Berlin nur zu gut (Stichwort: Kürzungen). Die FU-Professorin Barbara Vetter erforscht sogar, wie „Möglichkeit“ und „Potenzialität“ philosophisch zu verstehen sind und wurde dafür gerade mit dem Leibniz-Preis ausgezeichnet. Ihre Kernthese liest sich wie eine Botschaft an Berlins Spitzenkandidaten: „Die Kenntnis der eigenen Fähigkeiten und Handlungsoptionen ist für Handelnde die Grundlage ihres Wissens um Möglichkeiten.“ Auch sonst wäre Vetter als philosophische Seelsorgerin für Berlin geeignet. Ihren Aufsatz „Möglichkeit ohne mögliche Welten“ empfehlen wir als Pflichtlektüre für die Finanzverwaltung. Potenzial in der Berliner Wissenschaft scheint trotz schwindender finanzieller Möglichkeiten (Stichwort: Kürzungen) noch zu stecken. Denn TU-Professor Klaus-Robert Müller hat als Experte für maschinelles Lernen gleich noch einen zweiten Leibniz-Preis nach Berlin geholt.

Und noch ein paar Lesetipps aus der Tagesspiegel-Redaktion:
+ Ketamin-Konsum im Alltag: „Für manche ist das niedrigschwelliger, als sich ein Antidepressivum verschreiben zu lassen“
+ Millionen-Projekt am Siemens-Campus: Dieser denkmalgeschützte Berliner U-Bahnhof wird zur Großbaustelle
+ „Wissenschaftlich nicht nachvollziehbar“: Kritik an Millionenförderung für Prestigevorhaben in der Lausitz
Berliner Schnuppen
Telegramm
„Nach unserem Kenntnisstand gab es am 3.1.2026 um 22.37 Uhr ein Telefonat zwischen dem Regierenden Bürgermeister und einem Mitglied der Entscheidungsgruppe des Krisenstabes der Stromnetz Berlin GmbH zum Thema der Krisenbewältigung“, teilte ein Stromnetz-Berlin-Sprecher der dpa gestern mit und erweiterte die Zweifel an Kai Wegners arbeitsreichem Vormittag (Tagesspiegel-Recherche hier, Videokommentar hier). „Darüber hinaus sind keine Gespräche dokumentiert.“
Apropos verstecken: Ostern ist zwar noch gut zwei Wochen hin, aber die Verbraucherzentrale warnt schon vor „unfairen Hasen“. Die sind allerdings nicht gemein, sondern nur teuer (bis zu 50 Euro pro Kilo) und unsozial produziert.
Dann doch lieber für einen guten Zweck einkaufen: Ab heute läuft die Aktion „Eins Mehr“. Bis zum 4. April können Sie in 15 Supermärkten haltbare Lebensmittel oder Hygieneprodukte kaufen und direkt an Ehrenamtliche der Tafel übergeben. Spätestens Ostern gibt’s dann Überraschungen.
Pitches & Pints: Stefan Franzke, Chef von Berlin-Partner, hatte offenbar eine gute Zeit bei der SXSW in Austin/Texas, Zitat: „Wir sind ja ganz gern Hausbesetzer“ (Videobeweis hier).
Bei der Straßenbahn läuft’s derzeit nicht wie geschmiert. Ein Schmierstoff, der das nervige Quietschen etwa in Kurven verhindern soll, hat sich als ungeeignet erwiesen (Q: Anfrage Tino Schopf/SPD). Außerdem wurde erst etwa die Hälfte der modernsten, aber besonders quietsch-affinen Flexity-Bahnen mit Schmiergeräten für die Räder nachgerüstet.
Sie gehören zur Karl-Marx-Allee wie die monumentalen Bauten aus der Stalin-Ära: die riesigen Laternen am Straßenrand. Benannt sind sie nach ihrem Schöpfer, dem DDR-Architekten Richard Paulick (1903–1979). 40 davon sollen demnächst die charakteristischen Keramikplatten an den Masten zurückerhalten. (Quelle: Ausschreibung der Stromnetz GmbH)
Unter Zugzwang stand Lichtenbergs Grünflächenstadträtin Filiz Keküllüoğlu (Grüne): Ein Klettergerüst am Freiaplatz war so marode, dass sie gleich den ganzen Spielplatz sperren ließ. Wegen der Sparauflagen fehlen dem Bezirk die 45.000 Euro für die Instandsetzung. Auch Berlins Haushalt bleibt eine wackelige Angelegenheit.
Aalle Jahre wieder setzt das Fischereiamt Aale aus, um die Bestände in den Berliner Gewässern aufzustocken. Dieses Jahr gesucht: „lebend vorgestreckte europäische Aale“. Falls Sie noch welche übrig haben: Dafür gibt’s 129.000 Euro.
Personalie: Die BSR-Tochter Berlin Recycling hat einen neuen Co-Chef: Er heißt Stefan Bleckwehl, ist Diplom-Ingenieur für Umweltschutztechnik und hat im Bereich Abfallverbrennung/Energietechnik promoviert. Nach mehreren Führungsjobs in der Abfallwirtschaft leitet er nun zusammen mit Bianka Rieder die Berlin Recycling. Tonnenwitze ist er vermutlich gewohnt.
Korrektur: Dass die Justizverwaltung einen Antrag auf Akteneinsicht zu den Dienstreisen von Senatorin Felor Badenberg (CDU) bislang ignoriert hat, trifft nicht zu (CP von gestern). Der Grünen-Abgeordneten Petra Vandrey wurde bereits am Montag mitgeteilt, dass die Unterlagen vorbereitet würden und sie einen Termin für die Einsicht vereinbaren könne. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.
„Es dürfte wohl kaum einen Mieter geben, der mit seinem Vermieter /
seiner Hausverwaltung zufrieden ist“, kommentiert Checkpoint-Leser Klaus Kiesler unsere Umfrage von gestern. Die CP-Stichprobe (nicht repräsentativ) hat etwas anderes ergeben: Fast zwei Drittel sind es doch.
Zitat
„Es ist für mich wie ein Kind, das im Sterben liegt“
Axel Rautenberg, Chef des Kaffeehauses „SowohlAlsAuch“ in Prenzlauer Berg, das nach fast 30 Jahren schließt.
Stadtleben
Verlosung – Doppel-Erlebnis: Bei der Konzertreihe „Live Radiant“ gibt es nicht nur Live-Musik auf die Ohren, sondern auch eine eigens produzierte audiovisuelle 360°-Show – und zwar im Zeiss-Großplanetarium. Am Dienstag steht die französische Sängerin und Schlagzeugerin Anne Paceo auf der Bühne (21 Uhr). Wir verlosen 1x2 Karten! Bewerbung hier, reguläre Tickets 35 Euro, Prenzlauer Allee 80, S Prenzlauer Allee
Essen & Trinken – Für Überraschungen ist das Michelberger Hotel immer gut: Nach einer Streuselkuchen-Meisterschaft überzeugt nun das neue Menü mit absolut zeitgemäßen Neuinterpretationen deutscher Klassiker. Bildschön sind die Teller obendrein – etwa die Schwarzwurzeln mit Chicorée und Fichtenemulsion als monochromes Kunstwerk. Di-Sa 17.30-23 Uhr, Warschauer Str. 39-40, S/U Warschauer Straße
Last-Minute-Jazz – Wer laviert nicht manchmal zwischen Zweifeln und der Sehnsucht nach Erfüllung, himmlisch oder nicht? Den Soundtrack dazu verspricht das Programm „Sacred“, mit dem aktuell Bertrand Gröger mit dem von ihm gegründeten Jazzchor Freiburg auf Tour ist. Morgen gibt’s einen Stopp im Schloss Britz. Bei einigen Liedern singt der Schulchor des Albert-Einstein-Gymnasiums mit (19 Uhr). 25/20 Euro, Alt-Britz 81, Bus Fulhamer Allee
Noch hingehen – Der Boden in den frisch renovierten Ausstellungsräumen des Potsdamer Kunstvereins ist noch provisorisch, egal. Dort hat der nach 23 Jahren neu gewählte Vorstand die erste Ausstellung eröffnet: Erstmalig stellen die Mitglieder (u.a. Florentine Joop, Jasper Precht) eigene Arbeiten aus (noch bis Sonntag). Die Schau „Stadt und Seele“ zeigt schon, wohin es gehen soll: jünger und weiblicher. Fr-So 14-18 Uhr, Eintritt frei, Charlottenstr. 121, Potsdam
Kiekste
Ein oder eine Nachwuchsmusiker:in hat am U-Bahnhof Hallesches Tor ihr Arbeitsgerät vergessen. Wir hoffen, dass beide bald wieder zusammenfinden. Vielen Dank an Leserin Astrid Homberg für den Schnappschuss! Schicken auch Sie uns Ihre musikalischsten Berlin-Momente an checkpoint@tagesspiegel.de und nehmen Sie an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – Aroser Allee (Reinickendorf): In Richtung Barfusstraße ist in Höhe der Genfer Straße (bis Ende April) der rechte Fahrstreifen gesperrt.
Nahverkehr – S-Bahn – S46, S47, S8, S58 und S9: Von 22 Uhr bis Montagmorgen, ca. 1.30 Uhr, ist der Verkehr zwischen Schöneweide und Neukölln bzw. Treptower Park unterbrochen.
Demonstration – Für heute sind zwölf Demos angemeldet (Stand 19.3., 15 Uhr), u. a. „Persische Neues Jahr Norouz“: 2.000 Teilnehmende, „OIPM“, Platz des 18. März (15–23 Uhr)
„Protest gegen Krieg in Iran“: 1.500 Menschen, Alexanderplatz (15.30-18.30 Uhr)
„3. Horrorstraßen-Demo Für sichere Fahrradwege an den Hauptverkehrsstraßen“: 100 Demonstrierende, „ADFC“, Koppenplatz, Jannowitzbrücke, Kottbusser Tor, Urbanstr., Axel-Springer-Str., Pariser Platz (17–21 Uhr)
Sonnabend – Angemeldet sind 30 Demos, u. a. „Keine Windräder und kein Wohnungsbau auf Landschaftsschutzgebieten, Hände weg von der Elisabeth-Aue“: 200 Menschen, P&R Pankow Heinersdorf, Triftstr., Rosenthaler Weg/Provenceweg (10–15.30 Uhr)
„Lauf mit für die baskische Sprache! – Die Korrika ist ein solidarischer Staffellauf (...)“: 300 Menschen, „Deutsch-Baskischer Kulturverein Gernika“, Moritzplatz, Oranienstr., Audre-Lorde-Str. 76 (12–14.45 Uhr)
„Newroz Kundgebung Gegen Rassısmus – Unterdrückung – Anti Semitismus und Krieg (...)“: 1.500 Teilnehmende, „Kurdische Gemeinde zu BB“, Oranienplatz (13–19.30 Uhr)
Sonntag – Angemeldet sind neun Demos, u. a. „Stoppt Hinrichtungen im Iran/Solidarität mit den Bürgerprotesten im Iran“: 30 Teilnehmende, Podbielskiallee 67 (11–18 Uhr)
„Demo zum 45. Geburtstag des SEZ für den Erhalt“: 200 Demonstrierende, „SEZ für alle“, Landsberger Allee 77 (13–15 Uhr)
„Nächster Halt: Sonntag! – Für demokratischen Zusammenhalt und eine lebenswerte Zukunft für alle“: 50 Menschen, „Pro Democracy“, Bebelplatz (16–17.30 Uhr)
Gericht – Wegen Schwarzarbeit mit Millionenschaden kommen zwei 63- und 47-Jährige auf die Anklagebank. Als Geschäftsführer einer Berliner Abbruchfirma sollen sie Arbeitnehmer illegal beschäftigt und dadurch Sozialversicherungsbeiträge nicht abgeführt und Lohnsteuern hinterzogen haben. Die Staatsanwaltschaft hat gegen das Unternehmen die Einziehung von rund 2,2 Millionen Euro beantragt (9.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal A820).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – „Van harte gefeliciteerd, liebe Ella! Von Herzen wünschen Dir Deine Eltern, Großeltern und alle Freundinnen und Freunde hier in Berlin alles Liebe, Gute, viel Erfolg und einfach eine gute Zeit, trotz Uni-Stress, heute an Deinem 20. Geburtstag. Wir denken an Dich in Maastricht!“ / Lucy Gündel (23), Rückraumspielerin bei den Füchsen Berlin / Bahar Haghanipour (42), Politikerin (Grüne), MdA und Vizepräsidentin des Abgeordnetenhauses / Ann-Kathrin Hipp (im Herzen Styles), Checkpoint-Chefin in Elternzeit: „Team Checkpoint lässt Dich hochfliegen, bleib immer fröhlich und gesund!“ / „Ed Koch (77), seit 50 Jahren ehrenamtlicher Herausgeber von paperpress und Vorsitzender des Paper Press Gedenkstättenfahrten e. V. – Herzlichen Glückwunsch, Gesundheit und Energie für die nächsten Jahre. Liebe Grüße vom Team des Tempelhofer Forum e. V.“
Sonnabend – „Freudentag: Liebe Bärbel-Mutti-Oma, aus der Nähe und der Ferne, herzliche Glückwünsche zum 85.! Gesundheit und Frohsinn wünschen Schwager, Schwester, Nichte, Kinder und Kindeskinder mit allen Schwiegers sowie der Rest der Großfamilie“ / „Prüfen, Beraten, Berichten, dafür steht der Rechnungshof von Berlin und allen voran Präsidentin Karin Klingen. Sie feiert heute ihren 60. Geburtstag. Alles Liebe und Gute von Ihrem Team!“ / Klaus Lederer (52), Politiker (parteilos, zuvor Die Linke), MdA, bis 2023 Senator für Kultur und Europa sowie Bürgermeister von Berlin / Oliver Rohrbeck (61), Schauspieler, Synchron- und Hörbuchsprecher („Die drei ???“)
Sonntag – „Die hanseatische Berlinerin, HDF-Kino-Chefin Christine Berg, leidenschaftliche Filmfrau, kluge CDU-Akteurin und wunderbare, parteigrenzenlose Freundin, wird 60. Glückwünsche aus der heimlichen Heimat Lübeck“ / „Gratuliere, lieber Roland F.! Trotz allen Kummers hast du die 75 geschafft! Auf weitere, möglichst glückliche Lebensjahre! Deine Monika!“ / Lorenz Maroldt (aka Sir Lorenz): Checkpoint-Mastermind & Tagesspiegel-Herausgeber: „Alles Gute von Deinem Lieblingsteam, Hoch die Tassen und Feliz Navidad (oder wie heißt das auf Französisch?)“ / Luca Schuler (27), Stürmer bei Hertha BSC
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn oder der Lieblingskollegin zum Geburtstag, den Großeltern zum Hochzeitstag oder einem Sportverein zum Jubiläum im Checkpoint gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de. +++
Gestorben – Dr. Bert Hanke, * 17. Mai 1966, verstorben am 27. Februar 2026 / Fred Marquardt, * 11. April 1944, verstorben am 15. Februar 2026 / Andreas Reidemeister, * 26. April 1937, verstorben am 25. Februar 2026 / Wolfgang Rubert, * 4. Juli 1950, verstorben am 25. Februar 2026 / Jürgen Schwitters, * 9. September 1941, verstorben am 9. Februar 2026
Stolperstein – Jakob Mendel Schenkein (*1891) war Uhrmacher und führte ein Juweliergeschäft. Er war verheiratet mit Berta Weinsteiner, das Paar hatte zwei Töchter. Im Oktober 1938 wurde Jakob Mendel von der Gestapo verhaftet und nach Polen verschleppt. Seine Frau floh mit den Kindern nach England, in der Hoffnung, ihr Mann würde nachkommen. Er wurde vermutlich am 20. März 1942 erschossen. An Jakob Mendel Schenkein erinnert ein Stolperstein in der Erich-Weinert-Str. 3 in Prenzlauer Berg.
Encore
Schadenfreude ist uns fremd, doch auch anderswo läuft’s grad nicht rund. In Frankfurt am Main haben Dutzende Rolltreppen aufgegeben, 70 sind es im gesamten Netz, allein 20 im Hauptbahnhof. Die Reparaturen könnten noch lange dauern. Wir bleiben kurz stehen und nicken voller Mitleid rüber.
Superschnell abgeliefert haben Daniel Böldt, Margarethe Gallersdörfer, Christoph Papenhausen und Sönke Matschurek (Recherche & Hinweise). Das Stadtleben hat Antje Scherer ins Rollen gebracht, Clara Kreuzberg alles ordentlich repariert (Produktion). Morgen begleitet Sie hier Sönke Matschurek ins Wochenende.
Bis bald!
