Wolkenverhangene, verregnete 6°C

Pflegedienstleister lädt Bordellchef zur Impfung einGrüne fordern Mallorca-Rückkehr-QuarantäneGrundschule in Kladow macht wegen Corona dicht

die Corona-Zahlen heben genauso steil ab wie die Zusatzflüge nach Malle: Fünf Bezirke liegen inzwischen über einer Inzidenz von 100 (Neukölln, Reinickendorf, Tempelhof-Schöneberg, Spandau und Mitte), insgesamt liegt Berlin bei 94,8. Und für alle, die meinen, das liege nur daran, dass mehr Leute getestet werden: Auch die Zahl der belegten Intensivbetten steigt wieder, und mit ihr die Zahl der Menschen, die beatmet werden müssen.

Geradezu atemlos versuchen andererseits immer mehr Menschen, noch einen Platz an der Sonne zu bekommen – angestachelt von Leuten wie „Daniel von lastminute.de“: „Das Warten hat ein Ende!“, lockt er per Newsletter, „Mallorca ohne Reisewarnung – Buche jetzt Deinen Osterurlaub“. Und weil die 300 Extraflüge, die Eurowings rasch organisiert hatte, schon wieder ausgebucht sind, legt die Lufthansa-Tochter gleich nochmal 50 drauf. Auch Condor, Tuifly und Ryanair schieben ihre Maschinen massenweise aufs Rollfeld. Als Bordlektüre empfehlen wir hier nochmal unseren Text „Über den Wolken hat die Bar noch offen“ (Abo) – sagen Sie nicht, wir hätten Sie nicht gewarnt.

Berlins Grüne fordern unterdessen, die Ballermann-Heimkehrer in Quarantäne zu schicken, und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder will zumindest eine Testpflicht am Urlausende durchsetzen. Aber bis das beschlossen ist, sind die Ostereier längt gegessen.

Mehr zu Söder, der CSU und der CSU gleich – jetzt schauen wir erstmal kurz in den Mailverkehr des Geschäftsführers eines großen Berliner Bordells.

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Die Geschichte beginnt am 22. Januar 2021. An jenem Freitag verschickt die Berliner Gesundheitsverwaltung drei Blanko-Impfeinladungen an ein großes Berliner Pflegeunternehmen – vorgesehen sind die nummerierten Unterlagen für Personen, „die im Rahmen von Pflegediensten regelmäßig ältere oder pflegebedürftige Menschen behandeln, betreuen oder pflegen“. So steht es auf jeder der Einladungen (Kopien liegen dem Checkpoint vor).

Am 9. Februar, zweieinhalb Wochen später, leitet die Pflegedienstleiterin die Blanko-Unterlagen per Mail an den Geschäftsführer des Pflegeunternehmens weiter. „Lieber G.“ (Name vom CP abgekürzt), schreibt sie, „wie versprochen die 3 Einladungen zur Impfung“ (Kopien aller zitierten Mails liegen dem Checkpoint vor).

Eine halbe Stunde später sendet der Geschäftsführer des Pflegeunternehmens die Einladungen weiter an den Chef des großen Berliner Bordells – und zur Sicherheit gleich an zwei verschiedene Mailadressen. Der Text dazu: „Deinem Bruder, seiner Frau und für dich. Ich erkläre es dir dann morgen um 13 Uhr. Drucke es aus bitte.“

Pflege-Geschäftsführer G. bestreitet, dass die Impftermine, die für seine Pflegekräfte vorgesehen waren, vom Bordellchef, dem Bruder und dessen Frau genutzt wurden. Dazu könne er eine eidesstattliche Versicherung und schriftliche Nachweise vorlegen. Zur Erklärung der Mails im vertrauten Ton bietet er uns bei zwei Telefonaten gleich zwei verschiedene Fortsetzungen der Geschichten an:

1) Es war ein Irrtum. Bei einem Blick in die Mitarbeiterliste habe er gemerkt, dass die drei ja gar keine Mitarbeiter seien. Da habe er die Sache gestoppt.

2) Er hat mit dem Bordellchef über einen Catering-Service für Seniorenheime verhandelt. Er habe dann aber von der Idee, den Anbieter für die Lieferungen impfen zu lassen, abgesehen und andere Schutzlösungen gefunden.

So oder so – es gibt eine dritte Fortsetzung der Geschichte. Demnächst hier, in Ihrem Checkpoint.

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Morgen startet der Live-Stream von MaerzMusik - Festival für Zeitfragen auf Berliner Festspiele on Demand. In den kommenden 10 Tagen dabei sind PHØNIX16, Orquesta Experimental de Instrumentos Nativos, Ensemble Modern, Zafraan Ensemble, ensemble mosaik, Quatuor Bozzini, Ensemble Extracte, Éliane Radigue, Juliet Fraser und viele andere mehr. 
Informationen und Festivalpass
 

Der moralische Absturz der Unionsfraktion alarmiert jetzt auch die FDP: Marco Buschmann, 1. PGF der Liberalen, sieht in einer „vertraulichen Analyse“ (6 Seiten, liegt dem Checkpoint vor) auf CDU und CSU wegen ihres Affären-Umgangs „eine politische Explosion“ zukommen. Titel des Papiers: „Deutschlands liberale Demokratie vor politischen Korruptionsschäden schützen“. Die Lage der Union beschreibt Buschmann so: „Erst Strahlenkranz, dann Pulverfass!“ Die positive Wahrnehmung Merkels habe der Union einen „Heiligenschein“ verschafft, unter dem ihr eine starke „Kompetenzvermutung“ zugewachsen ist. Der harte Kontrast zwischen Vertrauensvorschuss und Wirklichkeit sei jetzt „Sprengstoff mit Zerstörungskraft“. Den Eindruck, dass Politik käuflich ist, hält Buschmann für fatal: Es ist für ihn „der gefährlichste Angriffsvektor des destruktiven Populismus“.

Eine der Empfehlungen Buschmanns lautet: mehr Transparenz: Dazu folgender Hinweis: Das Abgeordnetenbüro von Jens Spahn hat unsere Anfrage nach den Namen der zwölf Jünger, pardon, spendierfreudigen Unternehmer, denen eine gesellige Corona-Mahlzeit mit dem Minister je 9999 Euro wert war (genau 1 Euro unter der Veröffentlichungsschwelle), noch immer nicht beantwortet (oder besser gesagt: komplett ignoriert). Vielleicht gab Spahn den Herrschaften ja, so wie einst Helmut Kohl, sein Ehrenwort.

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Deutschlands beliebteste Pflege­profis 2021.
Bis zum 30.4. können Patienten und deren Angehörige oder auch Arbeits­kolleg*innen ihre Favoriten für die Wahl zu „Deutschlands beliebtesten Pflege­profis“ vorschlagen. Schirmherr ist der Pflege­bevoll­mäch­tigte des Bundes, Andreas Westerfellhaus. Der Online-Wett­bewerb des PKV-Verbands findet zum dritten Mal statt. www.deutschlands‍-‍pflegeprofis.de

Die Affären der Union wirbeln auch die Entscheidung über deren Kanzlerkandidaten durcheinander – anders als so manches Maskengeschäft, läuft das jetzt nicht mehr wie geschmiert. Die Parteichefs Armin Laschet und Markus Söder bangen jeden Morgen, ob die nächste Bombe bei der CDU hochgeht oder bei der CSU (gestern waren mal wieder die Bayern dran). Unserer Unions-Experte Robert Birnbaum hat die Chancen und die Fähigkeiten der beiden hier für Sie gecheckt (Abo). Und was meinen Sie?

Umfrage zur Unions-Kandidatur

Auch die Grünen haben sich noch nicht entschieden, wen Sie im Bundestagswahlkampf an die Spitze stellen. Unser Korrespondent Felix Hackenbruch, der vom Checkpoint ins Hauptstadtbüro gewechselt ist, meint: Annalena Baerbock hat die Wahl, ob sie Kanzlerkandidatin wird – oder ihrem Co-Vorsitzenden Robert Habeck den Vortritt lässt (Abo). Aber jetzt haben erstmal Sie die Wahl:

Umfrage zur Grünen-Kandidatur

Telegramm

Die Mary-Poppins-Grundschule in Kladow hat nach mehreren Corona-Fällen wieder komplett dichtgemacht. Frage an die Bildungsverwaltung: Wie viele Fälle gibt es denn aktuell an den Schulen? Antwort der Bildungsverwaltung: Fragen Sie am Freitag nochmal. (CP-Hinweis: Eine stadtweite Statistik war bis zur Schließung der Schulen vor Weihnachten gängige Praxis und wurde seitdem nicht wieder aufgenommen).

Wie kam es zum Krach im Senat (CP von gestern)? Die Wirtschaftssenatorin hatte eine Vorlage für Öffnungsbeschlüsse erwartet (u.a. Außengastronomie, Wochenmärkte, mehr Treff-Haushalte, Ende der Terminbuchung im Einzelhandel und der Beschränkung des Sortiments), die Gesundheitssenatorin und der Regierende Bürgermeister hielten das für zu früh – besprochen wurde (im Einvernehmen mit der Senatskanzlei) nur eine „Synopse“. Fazit (vorläufig): Zwischen „Chaos“ (Grüne) und „klare Linie“ (SPD) ist viel Abstand – aber politisch gesund ist das nicht.

Wir kommen zur neuen Serie „Parteien werfen einander Wahlkampf vor“, heute: Neukölln.

Teil 1: CDU-Stadtrat Falko „Lambo“ Liecke schimpft über Franziska Giffey – obwohl Kontaktreduzierung „noch immer das beste Mittel gegen die Pandemie“ sei, mache die Ministerin heute „einen Wohlfühltermin in einer Neuköllner Kita und Schule.“

Teil 2: Die Fraktionen von SPD, Grünen und Linken „verurteilen dieses demokratieschädliche Verhalten der CDU“ – es geht darum, dass die Liecke-Partei (der Stadtrat ist Kreisvorsitzender) für heute eine BVV-Sondersitzung durchgesetzt hat, um drei ihrer Punkte zu besprechen.

Haben Sie auch Probleme? Dann wenden Sie sich doch bitte vertrauensvoll an Ihre Lokalpolitik – da ist immerhin noch Leidenschaft spürbar.

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Die neue BVG-Chefin Eva Kreienkamp spricht heute in unserem Newsletter „Queerspiegel“ mit Sebastian Goddemeier u.a. über ihre Erfahrungen als lesbische Führungskraft – und homophobe Übergriffe in Bus und Bahn. Einen hat sie selbst erlebt: „Ich habe mich geküsst und bin angeschnauzt worden“, erzählt sie. Und dann? „Ich habe zurückgeschnauzt!“ Der Checkpoint bestätigt hiermit die Berlineignung von Eva Kreienkamp. Zur kostenlosen Anmeldung für den Queerspiegel geht’s hier.

Vier seltsame Geräte bekam das Carl-von-Ossietzky-Gymnasium gerade vom Senat geliefert, und die ganze Schule rätselte, was das wohl ist: Neue Kohle-Öfen? Die versprochenen W-Lan-Router? Doch nicht etwa… doch, genau das: Corona-Luftfilteranlagen, die vom Design auch gut ins Museum der Industriegeschichte passen würden: 85 kg schwer, Lautstärke 65 db, jährliche Wartungskosten 3000 Euro (hier können Sie mal einen Blick drauf werfen). In einem Elternbrief kündigt die Schulleiterin jedenfalls an, dass sie die Dinger nicht in den Klassenräumen aufstellen lässt. Dort laufen allerdings längst 21 Geräte, die von den Eltern bezahlt wurden.

Dazu auch die aktuelle Luftfilterlieferstatistik:

Von der Bildungsverwaltung beschaffte Geräte: 1874.
Zahl der Berliner Klassenräume: 16.000.
Tage seit der ersten Corona-Schulschließung: 366.

Bildungssenatorin Sandra Scheeres bekam übrigens gestern Post von der Datenschutzbeauftragten (Geschäftszeichen 5511.346.2) – auf 9 Seiten zerlegt Maja Smoltczyk den Referentenentwurf zur Änderung des Schulgesetzes. Das Fazit steht gleich am Anfang: „Leider erfüllen die von Ihnen vorgeschlagenen Regelungen jedoch noch nicht die datenschutz-rechtlichen Anforderungen, die an entsprechende Rechtsgrundlagen zu stellen sind.“ Da werden wohl einige zum Nachsitzen verdonnert.

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54.395 private Schusswaffen sind in Berlin registriert – die Innverwaltung sagt hier, wem sie gehören: „Jägerinnen und Jägern, Sportschützinnen und Sportschützen, Erbinnen und Erben, Altbesitzerinnen und Altbesitzern.“ Dazu kommen „Bewachungsunternehmerinnen und -unternehmer, Waffensammlerinnen und Waffensammler sowie Waffensachverständige.“ Wer von denen einen Schuss hat, blieb leider offen. (Anfrage: MdA June Tomiak, Grüne)

Bevor sich ein Schuss lösen konnte, löste die Polizei in Plänterwald ein Schülertreffen auf: Zwanzig teils bewaffnete Kinder und Jugendliche hatte sich hier getroffen, um einen Streit „endgültig zu klären“, wie es in der Meldung heißt. Da blieb dann wohl noch eine Rechnung offen.

Die Polizeigewerkschaften würden sich wohl am liebsten auch mal duellieren – bisher treffen sie sich allerdings nur vor Gericht, wie ein aktueller Fall zeigt: GdP-Sprecher Benjamin Jendro hatte Putins Propagandasender „RT Deutsch“ ein Interview zur Rolle der Tschetschenen in der Organisierten Kriminalität gegeben, Jörn Badendick vom Polizeiberufsverband Unabhängige schrieb dazu bei Twitter auf Russisch: „Du Esel, wenn du schon Putins Sender ein Interview gibst, dann wenigstens auf Russisch. Dann wirkst du international und nicht korrupt“ (Das ganze Drama gibt’s hier zu sehen).

Jendro zeigte Badendick an, die Staatsanwaltschaft beantragte einen Strafbefehl – doch jetzt urteilte das Amtsgericht Tiergarten: keine Beleidigung, keine Schmähkritik, keine Herabwürdigung. Und die Kosten des Verfahrens? Die trägt das Land Berlin (den Spott gibt’s umsonst dazu).

Aus der Reihe „Amt, aber unglücklich“: Am 6. Januar beantragte ein Berliner ein Führungszeugnis – dringend, für den Arbeitgeber. Die Eingangsbestätigung kam bereits am 7. Januar zurück. Rückfrage zwei Monate später: Wo bleibt denn das Führungszeugnis (der Arbeitgeber drängelt massiv)? Antwort des Bürgeramts Friedrichshain-Kreuzberg: Das Antrag werde selbstverständlich „zeitnah bearbeitet“. Konkret sieht das so aus: „Gern teile ich Ihnen mit, dass Ihr Antrag am 1.3.2021 (!) an das Bundesamt für Justiz in Bonn weitergeleitet wurde und dort bearbeitet und antragsgemäß versandt wird. Auf die Bearbeitungszeiten haben wir keinen Einfluss.“

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Tagesspiegel-Podcast „Gyncast“, Folge 22: Abtreibung – Was ich davor wissen muss
Jährlich werden in Deutschland gut 100.000 Schwangerschaften abgetrieben.
Welche Fragen erwarten ungewollt Schwangere beim verpflichtenden Beratungsgespräch? Was bedeuten die Paragrafen 218 und 219a? Und welchen Einfluss hat das dominante Narrativ von Schuld auf die Entscheidung?
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Innenstaatssekretär Torsten Akmann hielt gestern im Verfassungsschutz-Ausschuss eine Wutrede: Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg erinnere ihn an „eine Bananenrepublik“ – er habe sich „in den kühnsten Träumen nicht vorstellen können, dass eine Verwaltung in unserem Land sich so verhält.“ Einmal dürfen sie raten, worum es ging… richtig! Um die Rigaer Straße.

Heinrich Strößenreuther ist bekannt als „Berlins erfolgreichste Nervensäge“ – und schien wegen des von ihm initiierten Fahrrad-Volksentscheids grüner zu sein als die Grünen. Jetzt ist er in die CDU eingetreten (die Gründe dafür hat er unserem Kollegen Robert Kiesel hier genannt). Die Koalition habe viel versprochen, aber wenig gehalten, sagt er, und: „25 Kilometer Pop-up-Radwege sind ein Witz.“

Apropos Radwege: Wir hatten Sie gefragt, wo noch Verbesserungsbedarf ist – aber das war wohl ein Fehler: Unsere Mailbox bekam die Klappe nicht mehr zu, und CP-Kollegin Nadine Voß sortierte stundenlang die genannten Straßen den Bezirken zu. Am Ende stand fest: Es sind zu viele, um sie hier veröffentlichen zu können. Das Ergebnis fasste unser „Leute“-Newsletter-Chef Markus Hesselmann dann treffend so zusammen: „Fast alle.“

Zitat

Das Bezirksamt wird beauftragt, dafür Sorge zu tragen, dass die Planung für Bebauung und Gestaltung des Parks am Gleisdreieck nach Ende des Beteiligungszeitraums und Abwägung öffentlicher und privater Belange nicht absurd ist.“

Aus einem Antrag des Bezirksverordneten Torben Denecke (Die Partei).

 

Tweet des Tages

Wenn Jens Spahn jetzt anfängt, die Packungsbeilagen von anderen Medikamenten zu lesen, sind wir verloren.

@ Pe_Kast

Stadtleben

Essen to go – Es wird wohl noch ein Weilchen dauern, bis wir wieder, eingedeckt mit 20 Kerzen des Modells Jubla und der dringend notwendigen Kaktus-Sammlung, entspannt im Ikea-Restaurant sitzen und die wohlverdienten Köttbullar mit Preiselbeeren verspeisen können. Bis dahin bietet sich allerdings Möllers Köttbullar an. Als erstes deutsches Köttbullar-Restaurant hat es das Kreuzberger Etablissement geschafft, selbst Exilschweden glücklich zu machen. Die einzig zu treffende Entscheidung: mit Fleisch oder vegan, in jedem Fall kostet es 7,50 € und nie war das Schlesi so schwedisch. Mo-Do 12-20.30 / Fr 12-21.30 / Sa und So 13-21 Uhr in der Köpenicker Straße 190, U-Bhf Schlesisches Tor

Das ganze Stadtleben gibt's mit Tagesspiegel-Plus-Abo.

Das Pandemie-Ding

Zeiten ändern sich und Corona ändert die Zeiten. In den kommenden Wochen wollen wir an dieser Stelle Dinge zeigen, die während der Pandemie an Bedeutung gewonnen haben. Heute: Frauke Ohnholz und der Sprachkurs.

„Ich habe mich recht spontan entschlossen, einen Online-Sprachkurs beim Institut français zu buchen. Heute Morgen fiel mir dann auf, dass das Zweitbeste an diesem Kurs ist, dass wir täglich über drei Stunden zusammen sind und Corona noch kein einziges Mal erwähnt haben.“

Was ist Ihr Pandemie-Ding? Wir freuen uns über Fotos (möglichst im Querformat) inklusive einer kurzen Begründung an checkpoint@tagesspiegel.de.

Berliner Gesellschaft

Geburtstage – Suzan Anbeh (51), Schauspielerin und Model / „Liebe Gabriela, alles, alles Liebe und Gute zu diesem besonderen Geburtstag! Schade, dass du ihn nicht gebührend feiern kannst. Herzlich M&S“ / Karin Hausen (83), Pionierin der Frauen- und Geschlechterforschung / Kay Kohlmeyer (71), Professor für Archäologie an der HTW / Maximilian Mittelstädt (24), Verteidiger bei Hertha / Wilson Gonzalez Ochsenknecht (31), Schauspieler / Peter Senftleben (75), SPD-Politker, ehem. Stadtrat für Jugend und Familie in Reinickendorf: „Alles Liebe zum Geburtstag von deiner Frau und deinen Kindern“ / Anne Will (55), Fernsehjournalistin 

Sie möchten jemandem zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.

Gestorben Dr. med. Fritz Hübotter, * 23. Mai 1924, Arzt / Elke Meilicke, * 11. Juli 1940 / Erich Meilicke, * 16. Februar 1928 / Ernst Richter, * 19. Februar 1936, Leitender Verwaltungsdirektor i.R.

Stolperstein – Zur Erinnerung an Bertha Jacobowitz wurde in der Sybelstraße 35 ein Stolperstein verlegt. Von diesem Wohnort wurde sie zu einem unbekannten Zeitpunkt nach 1939 vertrieben, um zunächst zwei Straßenecken weiter unterzukommen. Von dort wurde sie im Alter von 84 Jahren vom Anhalter Bahnhof nach Theresienstadt deportiert, wo sie heute vor 78 Jahren ermordet wurde.

Encore

Sie kennen das: „Alle 11 Minuten verliebt sich ein Single…“ – aber wie geht‘s weiter? Mit „auf“? Mit „über“? Mit „mit“? Teresa Roelcke, die für diese Checkpoint-Ausgabe mitrecherchiert hat, meinte sich genau zu erinnern: Es hieß doch korrekt „über Parship“, oder? Aber warum steht da heute überall auf den Plakaten „mit Parship“? Hat das was zu tun mit der Frage, ob jemand „an Corona“ oder „mit Corona“ leidet oder stirbt?

Hm, was sagt denn die Pressestelle dazu? Das hier: „Dass Ihnen diese kleine Veränderung unseres Claims aufgefallen ist… tatsächlich ging es uns darum, den Satz einfach mehr nach partnerschaftlicher Begleitung der Singles, die mit uns ihre Liebe suchen, klingen zu lassen.“ Wäre das also auch geklärt.

Wir wünschen Ihnen jedenfalls einen partnerschaftlichen, liebevollen Tag, ob mit „mit“ oder ohne „mit“. Hauptsache drunter und drüber – und am Ende gemeinsam obenauf. Von Team Checkpoint waren heute Teresa Roelcke, Alexander Fröhlich, Georg Ismar, Juliane Reichert und Kathrin Maurer dabei, morgen früh begrüßt Sie hier Robert Ide. Bis dahin,

Lorenz Maroldt

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Seit 2014 berichten wir exklusiv aus Berlins Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Wir stellten Berlins marode Schulen vor, bis die Politik reagierte. Wir standen vor dem Bürgeramt, bis es wieder Termine gab. Wir recherchieren hartnäckig und gründlich.

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