wir alle sind „angehalten“, unsere Wohnung nur aus einem triftigen Grund zu verlassen – aber wenn uns nach einem grauen Lockdown-Winter der Frühling so strahlend nach draußen lockt, dann gibt es kein Halten. Einmal kurz auftauchen, wenigstens das!
Doch die Inzidenz fällt nicht mehr, kurz vor der magischen 50 dreht sich der Wind. Und ausgerechnet jetzt, hinein in die Warnungen vor einer dritten Welle, kehren 95.000 Kinder der Klassen 1 bis 3 an die Schulen zurück. Manche werden Ihre Tischnachbarn kaum wiedererkennen, wenn es stimmt, was Jakob Maske sagt: Der Berliner Sprecher der Kinder- und Jugendärzte will festgestellt haben, dass manche der Kleinen während der Lockdown-Wochen „bis zu 25 Kilo zugelegt haben“ (Q: Morgenpost). Aber darum können sich ja ab heute die Mathe-Lehrer kümmern. Und die „B.Z.“ jubelt: „Hurra, heute geht die Schule wieder los.“ Checkpoint-Prognose: In ca. 14 Tagen werden alle rätseln, wie es bloß dazu kommen konnte, dass die Zahl der Infizierten wieder so rasant steigt.
Drei Corona-News aus Berlin:
+ Alle 12 Amtsärzte fordern, die bisherigen Inzidenzkriterien über den Haufen zu werfen – wichtiger, als auf die Zahlen zu starren, sei es, nach Alter und Art des Vorfalls zu clustern. (Q: Tagesspiegel)
+ Michael Müller kündigt einen Stufenplan an – auf der Basis der bisherigen Inzidenzkriterien mit den Grenzwerten 35 und 50. (Q: Stuttgarter Zeitung)
+ 7 von 12 Bezirken meldeten keine Zahlen – als ob es gerade nicht so wichtig sei.
„Basis ist Boss“ lautet der Absender einer Mail, die bei den Berliner Grünen kursiert – es ist ein Aufstand von unten, den die Parteispitze als Angriff verstehen darf. Der Hintergrund: Von den sechs Vorstandsmitgliedern wollen drei in den Bundestag (Nina Stahr, Hanna Steinmüller, Andreas Audretsch) und einer ins Abgeordnetenhaus (Werner Graf). Die Initiative hat den Verdacht, dass der Vorstand deshalb eine schwer kalkulierbare, digitale (hybride) Mitgliederversammlung verhindern will, obwohl sie seit Ende 2020 rechtlich möglich ist. Noch bis zum Mittwoch sammeln die Aufständischen Unterschriften, u.a. Wolfgang Wieland (Ex-Justizsenator), Irmgard Franke-Dressler (Ex-Landesvorsitzende), Johann Müller-Gazurek (Ex-Vorstandsmitglied) und Stephan von Dassel (Bürgermeister von Mitte) haben sich der Forderung nach einer Wahl durch die Mitglieder angeschlossen.
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Wie die SPD auf die „konsequente Vermeidung“ von befristeten Arbeitsverträgen hinarbeitet, indem sie selbst welche anbietet (Wahlprogramm vs. Ausschreibung), hatten wir hier am 19.2. gezeigt. Heute schauen wir mal, wie es Linke und Grüne damit halten.
Linke: „Befristungen müssen gesetzlich eng eingeschränkt werden“, heißt es im Bundesprogramm, und: „Perspektivisch streben wir eine Obergrenze von 35 Stunden, längerfristig von 30 Stunden an.“ In eigener Sache will die Partei da aber lieber nicht vorangehen: Ein ausgeschriebener Job im Berliner Landesverband ist auf ein Jahr befristet, die Wochenarbeitszeit beträgt 38 Stunden. Voraussetzungen u.a.: „Mitgliedschaft in der Partei ‚Die Linke‘“ und „Bereitschaft zur ständigen Weiterqualifizierung“.
Grüne: „Zu viele arbeiten unter schlechten Bedingungen und hangeln sich von einer befristeten Beschäftigung zur nächsten“, steht hier im Bundesprogramm. In der Praxis sind Jobs bei der Partei (bis 40 Wochenstunden) in Kreuzberg und Neukölln laut Ausschreibung im Wahljahr auf ca. zehn Monate befristet, Voraussetzung u.a.: „Du hast seit mindestens zwei Jahren einen Führerschein der Klasse B und verfügst über Fahrpraxis.“
Hm, wozu braucht man als Voraussetzung für einen Job ausgerechnet bei den Grünen („Schöner leben ohne Autos“) Fahrpraxis in der Führscheinklasse B (z.B. in einem Zweitonner-SUV)? Um als schlechtes Beispiel vorauszufahren? Andererseits: Seit meinen wilden Plakatkleberzeiten (nur Punk, keine Politik) weiß ich, dass sich Leimeimer in großer Zahl schlecht mit dem Fahrrad transportieren lassen.
280 „Teams“ der Initiative „Deutsche Wohnen & Co. enteignen“ haben am Wochenende mit 40.000 Plakaten die Stadt verklebt (oder auch „verschönert“, wie der Linken-Abgeordnete Michael Efler für Charlottenburg konstatierte). Gegen einige der Aktivist:innen laufen nun Ermittlungen wegen des Anfangsverdachts der Sachbeschädigung und des unerlaubten Plakatierens sowie wegen eines Verstoßes gegen die Infektionsschutzverordnung – sie sind offenbar nicht schnell genug davongefahren.
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Kurz vor dem Ende des Beteiligungsverfahrens zum Umbau des Schöneberger Gasometers (24.2.) wird Euref-Chef Reinhard Müller offenbar etwas panisch: Bereits zum dritten Mal forderte er jetzt per Mail „Freundinnen und Freunde des EUREF-Campus“ dazu auf, „positive Stellungnahmen“ abzugeben: „So kommen nicht nur die Gegner des Projekts zu Wort.“ Um die Fantasie der Angeschriebenen nicht zu überfordern, lieferte Müller dazu gleich ein paar Textbausteine mit (u.a. „Sie könnten beispielsweise begrüßen, dass 2.000 innovative und neue Arbeitsplätze rund um die Energie- und Mobilitätswende in Berlin geschaffen werden und dass eine öffentlich zugängliche Skylounge im oberen Bereich entstehen wird, mit einem tollen Blick über ganz Berlin“). So oder so: Den Bebauungsplan mit der Beteiligungsmöglichkeit finden Sie hier.
Beim Behördenpingpong fahren wir heute zum Auswärtsspiel nach Brandenburg: Am Kleinmachnower See versuchte unsere Leserin Christa Hasselhorst gemeinsam mit anderen Spaziergängern einen verletzten Graureiher (nach § 7, Abs. 2, Nr. 13 Bundesnaturschutzgesetz „besonders geschützte Art“) gegen angreifende Hunde zu verteidigen und telefonisch Hilfe zu holen (hier zu sehen). Der Verlauf:
1. Polizei: „Wir sind nicht zuständig, rufen Sie die Feuerwehr an.“
2. Feuerwehr: „Wir sind nicht zuständig, rufen Sie die Polizei an.“
3. Ordnungsamt: „Wir sind nicht zuständig, rufen Sie die Polizei oder die Feuerwehr an.“
4. Die ehrenamtliche Tierrettung ist ständig besetzt.
5. Beim Tierheim Berlin läuft nur der Anrufbeantworter.
6. Ein Tierarzt in Teltow erklärt, er dürfe nicht helfen.
Am Ende packten beherzte Sparziergänger den flugunfähigen Vogel in einen Karton und fuhren ihn zur Kleintierklinik in Düppel. Als die Helferin später dort anrief und sich nach dem Zustand des Reihers erkundigen wollte, wurde ihr gesagt: „Darüber dürfen wir keine Auskunft geben.“
„Die Kanzlei Luther hat sich in Berlin mit den beiden Notaren Jens Bock und Doreen König verstärkt“, lautete eine beachtete Meldung in Juristenfachmedien Anfang Februar. Die Spezialität der Neuen: Immobiliengeschäfte – ihre Mandanten sind nationale und internationale Immobilieninvestoren, Projektentwickler, Family Offices mit Immobilienfokus sowie Banken und Versicherungen. Alles hoch seriös (hoffentlich). Aber zwischen dem 5. und 7. Februar muss irgendetwas Seltsames passiert sein: Jens Bock und Doreen König melden den Verlust von insgesamt 8 persönlichen Notarsiegeln mit unterschiedlichen Nummern, darunter mehrere „Prägesiegel in Form des Petschafts für Lacksiegel“. Aber sicher gibt es dafür irgendeine wachsweiche Erklärung.
Als im Checkpoint eines Tages selbstironische Anzeigen der Flughafengesellschaft zum damals noch unfertigen BER erschienen, gab es besorgte Fragen aus der Leserschaft: Habt Ihr Euch etwa verkauft? Die Antwort haben wir Tag für Tag gegeben, mit jeder neuen Meldung von der Pannenbaustelle. Die Redaktion arbeitet unabhängig von der Anzeigenabteilung, nicht nur bei uns. Dennoch dürfte es heute im „Neuen Deutschland“ ordentlich scheppern. Anlass ist dort eine Werbung im Reichsbürgerstil – vor dem Hintergrund schwarz-weiß-roter Fahnen heißt es da in der Tageszeitung, die sich stolz „sozialistisch“ nennt:
„Für Sie als Leser von nd alles drin!“ Es geht um „eine der beliebtesten Gedenkprägungen Deutschlands ‚Kaiser Wilhelm I.‘ mit 24-Karat-Gold-Veredelung“. Und dazu („Gratis!“): „Sie erhalten eine persönliche Besitzurkunde. Diese Urkunde dokumentiert ganz offiziell Ihr Eigentum. Zudem garantiert Ihnen unser Echtheits-Zertifikat die Echtheit Ihrer offiziellen Gedenkprägung.“ Jedem ND-Leser sein 40-Millimeter-Reichsbürgergebiet! Echt jetzt! Doch das kommt in der Leserschaft nicht überall gut an. Für Regina Kittler, stv. Fraktionsvorsitzende der Linken, ist das jedenfalls eine Grenzüberschreitung, und: „echt ein Kündigungsgrund“.
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Streit um das Hohenzollernerbe: Entfernt den Adelspomp aus den Museen! Die Briten haben Spaß mit den Royals, wir Ärger mit den Hohenzollern. Ein Abgesang auf die Ex-Kaiserfamilie, deren Reichtum auf Kosten des Volkes entstand. Von Frederik Hanssen.
Telegramm
Hier ein wichtiger Hinweis zur Meldung „SPD-Vorsitzende sieht gravierende Versäumnisse beim Ausbau digitaler Bildungsangebote“: Saskia Esken spricht nicht über das Jubiläum „25 Jahre sozialdemokratische Bildungspolitik im Senat“, nein: Sie meint das Wirken von CDU-Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (laut Wikipedia seit knapp drei Jahren im Amt).
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Michael Müller wurde von der SPD in Charlottenburg-Wilmersdorf mit 88,1 % zum Bundestagskandidaten gewählt. Spitzenkandidatin für die Abgeordnetenhauswahl ist Franziska Becker, Bildungsstaatssekretärin Beate Stoffers steht auf Listenplatz 7. Die bisherige Stadträtin Heike Schmitt-Schmelz soll als Bürgermeisterkandidatin antreten.
Die Spandauer CDU ist auf den Hund gekommen, genauer gesagt: auf den Bürohund. Die Partei setzte durch, dass Wuffi und Waldi unter den Verwaltungstischen des Bezirks wedeln dürfen, Voraussetzung: Sie sind gut erzogen und beißen dem Bürgermeister nicht in die Wade.
Dazu eine kleine Checkpoint-Umfrage: Welcher Hund eignet sich Ihrer Meinung nach am besten als Wappentier der Wegner-CDU? Nur ernst gemeinte Zuschriften bitte an checkpoint@tagesspiegel.de.
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Stichworte, die mit dem Rockerclub „Bandidos“ im Sachzusammenhang genannt werden: Rechtsextremismus, Zwangsprostitution, Drogenhandel, Organisierte Kriminalität, Hinrichtung, Erpressung, Massaker, Mord. Und hier eine Bandidos-Meldung aus der „Berliner Zeitung“:
„Die als besonders freiheitsliebend bekannten Mitglieder des Rockerclubs Bandidos MC haben auf ihrer Website ein Statement zu den Corona-Verordnungen veröffentlicht: ‚Die Einschränkungen durch Corona, die von einem kleinen Regierungsestablishment in europäischen Staaten vorgenommen werden, wirken sich auf zahlreiche Menschen hinsichtlich ihres Verhaltens im gesellschaftlichen Leben äußerst negativ aus. (…) Nicht zuletzt tun die Regierungen dies durch das Schüren von Ängsten vor dem Virus.‘“
Also, falls Ihnen demnächst ein freiheitsliebender Bandido ein Abo der „Berliner Zeitung“ mit gezückter MP aufdrängen will, denken Sie daran: Er kann nichts dafür – Merkel ist schuld.
Huch, Wohnungsleerstand in Berlin? Mehr als sechzig Wohnung in der Lankwitzer Eisenbahnsiedlung sind seit inzwischen bis zu einem Jahr frei, aber sie werden nicht vermietet – die Erklärung: Die „Deutsche Wohnen“ braucht sie für geplante Sanierungsmaßnahmen als „Ausweichquartiere im direkten Umfeld“. Das Bezirksamt, sagt die DW, hat zugestimmt.
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Ihr Corona-Hilfe ist noch nicht da? Beschweren Sie sich nicht bei der IBB, beschweren Sie sich bei den „Robotics“, die dort eingesetzt werden. Menschen greifen hier nur noch bei „Auffälligkeiten“ in den Prüfprozess ein – und Verspätungen, das wissen Sie, sind in Berlin keine Auffälligkeiten, sondern der Normalzustand (auch bei künstlicher Intelligenz). (Q: Finanzverwaltung, Anfrage MdA Sebastian Czaja).
Pfff… auf den schnellen Blick in einer Ausschreibung eben aus Versehen doch glatt „Vertikalautosklaven“ gelesen und die wüstesten Gedankenblitze gehabt (das geht beim Aufschreiben sogar unbeanstandet durchs Korrekturprogramm). Gemeint sind aber natürlich „Vertikalautoklaven“, und zwei Stück davon sucht die Hochschule für Technik („inkl. Zubehör“). Falls Sie also noch zwei Schnellkochtöpfe
(auch das sind Vertikalautoklaven) und als Zubehör einen Sack Kartoffeln übrig haben… die Kantine macht ja sicher irgendwann wieder auf (aber vielleicht haben wir das auch falsch verstanden).
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Tagesspiegel-Podcast „Gyncast“, Folge 21: Der Beckenboden – Garant für starke Gefühle
Wir brauchen ihn beim Niesen, Heben, Pinkeln, Schwangersein und Gebären – dennoch können 30 Prozent aller Frauen* diesen Muskel nicht bewusst ansteuern. Schade, denn er kann auch zu intensiven Orgasmen verhelfen. Dr. Mandy Mangler klärt in ihrer völlig unzensierten Sprechstunde auf.
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Zwei Website-Tipps:
Wie wäre es heute mal mit einem Marsspaziergang? Wissenschaftler:innen der FU haben eine interaktive Landkarte entwickelt – sie zeigt den Landeplatz des Nasa-Rovers. Die Aufnahmen wurden aus Orbitbildern, Geländedaten und 3D-Panoramabildern des sogenannten Jezero-Kraters und seiner Umgebung erstellt
Oder vielleicht lieber ein Atelierbesuch? Stephanie Neumann und Alsino Skowronnek haben über ein Jahr lang die Arbeit und die Netzwerke von 150 Berliner Künstler:innen in der Pandemie recherchiert und visualisiert.
Zitat
„Dem schlechten One-Night-Stand die Nummer geben? Ja! Für Kontaktrückverfolgung.“
Plakataufschrift in Kreuzberg (Teil einer mehrsprachigen Kampagne von Studierenden der Kunsthochschule Weißensee, Fachgebiet Visuelle Kommunikation, in Kooperation mit dem Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg).
Tweet des Tages
Wir wollen keine Käseglocke über Friedrichshain-Kreuzberg.
Antwort d. Red.: Aus dem Interview von Julius Betschka mit der FDP-Spitzenkandidatin Ann Cathrin Riedel für die Bundestagswahl im Bezirk.
Stadtleben
Tee zelebrieren – Und an die Küsten Cornwalls sehnen: Weil Roadtrips durch England noch in weiter Ferne weilen, greift das Kreuzberger Reisebüro BITS zum Rührstab – und lässt statt frisch gedruckter Flugtickets schicke Cream Tea-Boxen über den Tresen wandern. Butter- und Rosinenscones backt Inhaber Wulf Scheunert höchstpersönlich, wie meine Kollegin Corinna von Bodisco in ihrem neusten Bezirks-Letter verrät: Dazu gibt’s Marmelade und Clotted Cream im Einweckglas, obendrauf wartet originaler Yorkshire-Tee auf seine Tassen. Einmal „Tea for Two“ zur Fernweh- und zur Brexit-Therapie ist für acht Euro in der Friesenstraße 20 abzuholen – oder im Päckchen ins Homeoffice zu ordern. Mo-Fr 12-20 Uhr, Vorbestellung unter der 030/6875339.
Noch weiter reist unsere Genussredaktion, die es gleich bis nach Peru verschlägt: Zum Rezept für feurige Ceviche mit Tigermilch und Süßkartoffeln klicken Sie sich hier entlang.
Von den Rätseln des Weltraums zum Spaziergang im Kiez: Das ganze Stadtleben gibt's mit Tagesspiegel-Plus-Abo.
Das Pandemie-Ding
Zeiten ändern sich und Corona ändert die Zeiten. In den kommenden Wochen wollen wir an dieser Stelle Gegenstände zeigen, die während der Pandemie an Bedeutung gewonnen haben. Heute: Jo Bork und der Farbpinsel.
„Plötzlich hat man ganz viel Zeit und Lust, sein ‚home‘ in sein ‚castle‘ zu verwandeln und den Zustand des ‚homestaying‘ zu genießen.“
Was ist Ihr Pandemie-Ding? Wir freuen uns über Fotos (möglichst im Querformat) inklusive einer kurzen Begründung an checkpoint@tagesspiegel.de.
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Ayda (5), „Einen sonnigen Geburtstag im Schrebergarten wünschen Opa Robert und Oma Gerti – sobald wir geimpft sind, sehen wir uns wieder!“ / Jeanette Biedermann (41), Popsängerin und Schauspielerin / „Liebe Ulla K., herzlichen Glückwunsch zu Deinem neuen Lebensjahr! Bleibe gesund, damit wir bald wieder Ausflüge in die Umgebung unternehmen können. Fühle Dich umarmt! Brigitte“ / Maria Kotsev, Tagesspiegel-Volontärin und ehemalige Stadtlebenschreiberin – Alles Liebe vom Team Checkpoint! / Christa Luft (83), Wirtschaftswissenschaftlerin, DDR-Wirtschaftsministerin (1989-90) / Jürgen Nöldner (80), ehem. Fußballspieler (DDR-A-Nationalmannschaft) / Claudia Pechstein (49), Eisschnellläuferin und Polizeihauptmeisterin der Bundespolizei / Sebastian Peine (19), Bezirksschülersprecher von Marzahn-Hellersdorf. „Es gratuliert herzlich Miguel Góngora.“ / Christa Weltecke, „Schnuppen-Liebhaberin und Nusskuchen-Bäckerin. Herzliche Glückwünsche von deinen Hilfsgärtnern“ / Peter Zwegat (71), TV-Schuldnerberater / „Ein Jahr voller ARdreNalinE, ein Jahr voller Genuss mit Dir!! Danke dafür!! Deine TT“ / Nachträglich: Dott. Arch. Christoph Kohl (60), „All the Best for the Rest!“
Sie möchten jemandem zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.
Gestorben – Prof. Dr. Manfred Baerns, * 23. Juli 1934 / Karin Reuther, * 10. April 1948 / Dorte Schulz, * 26. April 1932, Studiendirektorin i.R. / Günter Julius Semler, * 6. Juli 1929 / Heinz-Rüdiger Ziemke, * 1. Dezember 1939
Stolperstein – Helene Simonsohn (geb. 1864 in Bernburg) lebte in der Neuwieder Straße 55 in Karlshorst. Am 19. November 1942 deportierten sie die Nationalsozialisten nach Theresienstadt, wo sie drei Monate später ermordet wurde. Am heutigen Tag jährt sich ihr Todesdatum zum 78. Mal.
Encore
Und hier kommt der Gewinner unserer Checkinale: The Golden Checkpott goes to... „Billy Elliot“!
„Ich kenne fast keinen anderen Film, der mein Herz so sehr erwärmt“, sagt Schauspieler Jannik Schümann über seinen Favoriten, den er auf der Checkinale präsentierte – die Checkpoint-Leserschaft stimmte zu und wählte das Debüt von Regisseur Stephen Daldry aus dem Jahr 2000 mit 40,5 % aller Stimmen zum besten Film.
Die Geschichte des Jungen, der lieber tanzen als boxen will und so die familiäre und gesellschaftliche Ordnung binärer Geschlechterrollen auf den Kopf stellt, hat auch 21 Jahre nach Erscheinen des Films nicht an Aktualität verloren: Anfang Februar outeten sich 185 queere Schauspieler:innen und forderten in einem Manifest mehr Diversität und Akzeptanz in der Filmbranche. Und im Fußballmagazin „11 Freunde“ sicherten 800 Profi-Kicker:innen in einer Solidaritätsbekundung ihre Unterstützung bei Coming-Outs im Fußball zu.
Wir danken allen Jurorinnen und Juroren für Ihr Engagement und Ihre Vorschläge – und wir danken unseren Leserinnen und Lesern für Ihre Teilnahme an der Abstimmung. Wir hoffen, dass es Ihnen genauso viel Spaß gemacht hat wie uns – und dass wir im nächsten Jahr alle zusammen wieder zur Berlinale können.
Thomas Lippold wühlte sich für die heutige Checkpoint-Ausgabe durch etliche Dokumente, Lotte Buschenhagen konnte dem Stadtleben trotz Pandemie wieder viel abgewinnen, und Kathrin Maurer ist früh aufgestanden für die Produktion. Morgen begrüßt Sie hier Anke Myrrhe. Bis dahin,
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