Frühling liegt in der Luft! Und bevor bald das erste Grün sprießt, ist jetzt noch Gelegenheit, frisches Grün zu pflanzen. Die Chance sollte Berlin nutzen, schließlich hat das Abgeordnetenhaus mit dem Baumgesetz beschlossen, bis 2040 mehrere hunderttausend Straßenbäume in der Hauptstadt zu setzen. Der Senat will deshalb ein Landesamt für Klimaanpassung gründen, wie Umweltstaatssekretär Andreas Kraus (CSU) am Mittwoch ankündigte. Nötig wären ganze 480 neue Mitarbeiter, damit das Baumamt seiner gesetzlich gestellten Aufgabe gerecht werden könne. Wenn doch Fachkräfte nur auf Bäumen wachsen würden…
Zugleich räumte Kraus mit der Ansage auf, Berlin wolle mit der Pflanzaktion im großen Maßstab auf eine Million Straßenbäume kommen. Geplant seien 240.000 neue Gewächse, um alle 15 Meter einen Schattenspender am Straßenrand stehen zu haben. Macht inklusive der zum Jahresende 439.348 Pflanzen „nur“ etwa 780.000 Bäume.
Zeit wird’s jedenfalls. Denn auch 2025 sind in Berlin wieder 2907 Bäume mehr gefällt als gepflanzt worden, wie eine ganz frische Senatsstatistik zeigt, die dem Checkpoint vorliegt. In welchen Bezirken die Säge besonders oft angesetzt wurde und wo Berlin schon heute grüner wird, lesen Sie heute nur in der Checkpoint-Vollversion. Außerdem erfahren Sie:
+ Wo die Gewobag 24 Euro pro Quadratmeter kalt verlangt
+ Welche Senatsverwaltung durch KI ihre Arbeit erledigen lässt
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Mal wieder dürfte der Baum brennen bei der Berliner CDU im Zusammenhang mit der Fördergeld-Affäre. Mittendrin: Maral Salmassi, Vorständin im CDU-Ortsverband Lichterfelde und Chefin des auf Druck der CDU-Fraktion mit 390.000 Euro geförderten Zera-Instituts. Mit dem Projekt will sie Hass bekämpfen, hat jedoch wie berichtet (CP vom 19.2.) selbst Hass im Netz verbreitet. Den jüdischen Milliardär George Soros etwa nannte sie „Parasit“. Nun schlägt ein „Spiegel“-Bericht darüber erneut medial Wellen. Und ruft selbst Berlins Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson auf den Plan. „Die Äußerungen von Frau Salamassi, die mir zum Zeitpunkt der Fördergeldvergabe nicht bekannt waren, sind als mindestens verstörend zu bezeichnen“, zitiert sie der „Spiegel“. Salmassi selbst hatte die Äußerung gegenüber dem Tagesspiegel als nicht gelungen bezeichnet. Das dicke Ende könnte jedoch noch kommen. Man habe von dem Projekt Zwischenberichte angefordert, sagte Wedl-Wilson, und behalte sich vor, gegebenenfalls Fördermittel zurückzufordern.
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Berliner Philharmoniker live am 05./06./07.03.2026
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Lieber ein Spatz in der Hand als 237 Haushalte mit Dach, findet der BUND. Die Umweltschützer wollen aus Sorge um Spatzen und Zwergfledermäuse die Rodung einer Freifläche im Karlshorster Ilse-Kiez stoppen. Und haben nun vom Verwaltungsgericht vorläufig recht bekommen. Auf der Fläche will die landeseigene Howoge 237 Wohnungen bauen. Jedoch erst wenn sichergestellt sei, dass der Kahlschlag keine Folgen für die Populationen habe, entschieden die Richter. Da ab 1. März wieder Baumschnittverbot herrscht, steht ein neuer Anlauf wohl frühestens im November an. Passend dazu traf sich am Mittwoch das Berliner Wohnungsbündnis unter Leitung des Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner (CDU). Beschlüsse: keine. Besprechungspunkt: das Maßnahmenpaket „EinfachBauenBerlin“.
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WOW – was für ein Fest!
Der Ball der Wirtschaft 2026 liegt hinter uns – und wir sind noch immer überwältigt von diesem spektakulären Abend! Das VBKI-Team bedankt sich von Herzen bei allen, die dieses Fest so einzigartig gemacht haben - unseren mehr als 2000 Gästen und natürlich unseren engagierten Partnern und Sponsoren. Kleines Dankeschön: Freuen Sie sich auf einen Rückblick voller Bilder, Videos und Emotionen.
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Wie sich die Zeiten ändern: Bei der Wiederholungswahl 2023 musste das Land Berlin seine Bürgerinnen und Bürger noch mit einem unverschämt hohen Erfrischungsgeld (bis zu 240 Euro) locken, um auch ja ausreichend Wahlhelfende in die Lokale zu locken.
Für die Abgeordnetenhauswahl 2026 gibt’s wieder den regulären Satz (bis zu 120 Euro) – trotzdem müssen Sie sich womöglich sputen, wenn Sie am 20. September zum Demokratie-Dienst antreten wollen. Außer Friedrichshain-Kreuzberg haben alle Bezirke bereits mit der Akquise begonnen und überbieten sich nun gegenseitig mit Erfolgsmeldungen.
Neukölln meldet „250 Interessierte“, Lichtenberg 350, Charlottenburg-Wilmersdorf „über 600 Bewerbungen“. Marzahn-Hellersdorf setzt mit „rund 2100 Bereitschaftserklärungen“ einen drauf und wird sogleich von den „ca. 3000 Bereitschaftserklärungen“ aus Tempelhof-Schöneberg überflügelt. Damit wären 75 Prozent des Bedarfs in dem Bezirk gedeckt – eine Quote, die auch Treptow-Köpenick meldet.
Insgesamt plant Berlin für die Wahl mit 40.000 Helferinnen und Helfern. Wenn Sie dabei sein wollen, scheint Eile geboten: Anmelden können Sie sich hier.
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Und hier noch ein paar Lese-Empfehlungen aus der Tagesspiegel-Redaktion:
+ Ursache für andauernde Verspätungen im Berliner Fernbahntunnel: Experte stellt Flughafenexpress FEX als eigene Linie in Frage
+ Schul-Anmeldung für Klasse 7: Campus Rütli als Chance? Ein Guide für gefragte Schulen in Berlin-Neukölln
+ Zweifel am Standard-Rat der Orthopäden: Hilft Bewegung doch nicht gegen Arthrose?
+ Aus dem Aus wurde ein Neuanfang : Berliner Kultrestaurant „Ergüns Fischbude“ zieht von Moabit nach Neukölln
Telegramm
Steht Berlinale-Intendantin Tricia Tuttle vor der Ablösung? Am Donnerstag kommt der Aufsichtsrat der Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin GmbH zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen. Dort könnte das Aus für Tuttle beschlossen werden. Am Mittwochabend solidarisierte sich die Deutsche Filmakademie in einem offenen Brief mit Tuttle. Unterzeichnet wurde die Erklärung unter anderem von Schauspielern und Regisseuren wie Iris Berben, Margarethe von Trotta, Wim Wenders und İlker Çatak, frischgekürter Gewinner des Goldenen Bären.
Wer auch immer Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) kommendes Jahr im Amt nachfolgen wird: Er oder sie wird ihre Amtszeit nicht im Schloss Bellevue verbringen. Der Amtssitz muss für die Grundsanierung acht Jahre geschlossen werden. Die Kosten: 601 Millionen Euro.
Schon die kurzfristige Absage der Premierenfahrt der neuen Tram war für die BVG peinlich. Der Grund dafür ist es umso mehr: Die Verkehrsbetriebe haben sich verrechnet. Die Last des 50-Meter-Fahrzeugs wiegt schwerer auf dem U-Bahn-Tunnel am Alexanderplatz als gedacht. Wann die BVG die Gewichtsprobleme in den Griff bekommt, ist offen.
Freitag und Samstag herrscht wegen des Verdi-Streiks ohnehin Stillstand bei der BVG. Die große Mehrheit der Checkpoint-Leser ist jetzt schon streikmüde (86 Prozent). Nur elf Prozent haben Verständnis. Drei Prozent fahren S-Bahn.
Ein weniger bunt und weniger laut könnte es bald in Friedrichshain zugehen. Der Besitzer des RAW-Geländes will vier dort angesiedelten Clubs den Betrieb untersagen. Bezirkspolitiker sprechen von einer „Geiselhaft“, mit der der Investor sein Bauprojekt durchsetzen will, berichtet Kollege Robert Klages.
Sprachpolizei mal anders: In Berlin scheitert jeder dritte Polizeibewerber wegen mangelnder Deutschkenntnisse. Von den 10.874 Bewerbern der Jahre 2024 und 2025 bestanden 39 Prozent entweder das elektronische Diktat oder den Deutschtest nicht (Q: schriftliche Anfrage Tommy Tabor, AfD). Ob die Bewerber Abitur hatten oder von der Realschule kamen, machte demnach kaum einen Unterschied.
Berlins bekannteste Gruftis sind zurück und laden zum Tag der offenen Tür: Nach zehn Jahren Planung und sechs Jahren Bauzeit wird die Hohenzollerngruft am Wochenende wiedereröffnet. Am Samstag ist der Eintritt frei (10 bis 18 Uhr).
Krachend scheiterte eine BSR-Kehrmaschine am Dienstag dabei, den Splitt von der Steglitzer Schloßstraße zu fegen. Plötzlich steckte das Fahrzeug in einem Loch im Gehweg. Ein Einzelfall, doch weitere Absacker „können immer wieder auftreten“, teilte das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf auf Checkpoint-Anfrage mit, „insbesondere nach Frost/Tauwechseln durch mangelhafte Verdichtung des Untergrundes.“ Kritisch sei es vor allem vor Fassaden von Neubauten. Ist ja bodenlos!
Kokett: Auf der Instagram-Seite der Finanzverwaltung lächelt dieser Tage eine knuffige Plüschfigur von Stefan Evers. Gibt’s den Finanzsenator jetzt etwa als Kuscheltier? Nicht doch. Technikaffine Mitarbeiter haben mit einem KI-Bildbearbeitungsprogramm rumgespielt. „Das beweist: Auch Finanzpolitik kann freundlich aussehen“, steht in der Unterzeile. Diagnose von Doktor Checkpoint: Die Finanzverwaltung hat KI-Fieber.
Genau zwei Jahre nach seinem Tod würdigt die Freie Universität den Dramatiker und Theaterregisseur René Pollesch mit einer Gastprofessur. Erste Dozentin, die im Namen des ehemaligen Volksbühne-Intendanten lehren darf, ist die Dramatikerin Sivan Ben Yishai. Ihre öffentliche Antrittsvorlesung findet am 21. April statt.
Zitat
„Wir hatten keine Chance gegen die Erdkröte“
Projektentwickler Peter Urban wollte eine Fabrik für Natrium-Batterien in Marzahn ansiedeln. Weil auf dem Gelände aber Wechselkröten (Bufotes viridis) vermutet wurden, steht die Fabrik nun stattdessen in Bayern, berichtet Tagesspiegel-Kollege Thomas Loy.
Kiekste
Die Wand am Europasportpark an der Landsberger Allee in Prenzlauer Berg hat beschlossen, heute zurückzugucken. Entdeckt und genknipst von Checkpoint-Leser Jörg Farys. Vielen Dank! Schicken auch Sie uns Ihre schönsten, kuriosesten und überraschendsten Berlin-Momente an checkpoint@tagesspiegel.de und nehmen an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – „Meinem Bellachen zum 61. Geburtstag alles Gute, Gesundheit, Zufriedenheit und noch ein langes Leben! Dein Mausi“ / Brigitte Grothum (91), Schauspielerin („Drei Damen vom Grill“), Filmproduzentin und Regisseurin / Hannes Jaenicke (66), Schauspieler (u.a. „Der Amsterdam-Krimi“) / Stefan Jürgens (63), Schauspieler und Musiker, verkörperte in sechs Folgen den Berliner „Tatort“-Kommissar Robert Hellmann / Alexander Slotty (42) Politiker (SPD), Staatssekretär für Bauen in der Berliner Senatsverwaltung, zuvor Staatssekretär für Bildung / Jaecki Schwarz (80), Schauspieler (u.a. als Hauptkommissar Schmücke im „Polizeiruf 110“) / „Valentin Weiß (16): Happy Birthday mit einem großen Strauß guter Wünsche! Der Geburtstagskuss muss in diesem Jahr eine weite Strecke zurücklegen, von Götz nach Auckland! In Liebe deine Großeltern“
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn oder der Lieblingskollegin zum Geburtstag, den Großeltern zum Hochzeitstag oder einem Sportverein zum Jubiläum im Checkpoint gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de. +++
Gestorben – Helga Buchwald, * 9. Juli 1934, verstorben am9. Februar 2026 / Dieter Riedel, * 21. August 1940, verstorben am 10. Februar 2026
Stolperstein – Helene Valfer geb. Herz (*1873) war verheiratet und hatte mindestens eine Tochter: Erna. Am 28. August 1942 wurde sie von den Nazis ins Ghetto Theresienstadt deportiert, wo sie am 26. Februar 1943 starb. Ihre Sterbeurkunde weist eine chronische Rückenmarkserkrankung als Ursache aus, sehr wahrscheinlich führten aber die unmenschlichen Lebensumstände im Lager zu ihrem Tod. An Helene Valfer erinnert ein Stolperstein in der Gotha-Allee 17 in Westend.
Encore
Wir schließen mit einer Meldung aus der Kategorie „Unnützes Wissen für die nächste Parkplatzsuche“. Der Steglitz-Zehlendorfer Bezirksabgeordnete Gregor Habbel (FDP) wollte es in puncto Parkautomaten-Produktivität mal ganz genau wissen. Dank seiner BVV-Anfrage steht nun fest: Der Bezirk hat 217 Parkscheinautomaten, drei sind nach Verkehrsunfällen zerstört, zwei defekt.
Der Tüchtigste steht am Parkplatz Martin-Buber-Straße, hat 48.493 Parkscheine verkauft und damit mehr als 89.000 Euro Umsatz generiert. Der Tadeligste (Berlinickestr. 1) hat es im vergangenen Jahr auf gerade einmal 13 verkaufte Parktickets und 47,30 Euro gebracht. Mangelt es dem an Arbeitsmoral?
Das Bezirksamt beschwichtigt auf Checkpoint-Anfrage: „Eine Baustelle versperrt seit geraumer Zeit die Durchfahrt für PKW. Dadurch erreichen zahlungspflichtige Kunden kaum dieses Gebiet.“ Die vorhandenen Parkplätze würden aber durch berechtigte Anwohnende genutzt. Wäre das auch geklärt.
Einen goldenen Privatparkplatz hat sich heute Kollege Daniel Böldt für seine Beiträge verdient. Gleich daneben parkt Christoph Papenhausen. Fürs Stadtleben drehte Antje Scherer eine Runde durch Berlin und im Frühdienst drehte Jaqueline Frank an der Parkscheibe. Morgen sind hier Lorenz Maroldt und Margarethe Gallersdörfer auf Kontrollgang durch Berlin. Bis bald
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