Mein Wochenende mit
Burkhard Götze, stummfilmbegeisterter Leiter und Dirigent des Metropolis Orchesters Berlin mit Verbindungen nach Brandenburg / Foto: Daniel Wandke
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Burkhard Götze, stummfilmbegeisterter Leiter und Dirigent des Metropolis Orchesters Berlin mit Verbindungen nach Brandenburg / Foto: Daniel Wandke
„Ich wohne in Pankow, nahe am Park, was mir manchmal schon etwas zu ländlich ist. Im Herzen bin ich Charlottenburger, aber was man mittlerweile mit Berlin verbindet, findet man meiner Meinung nach am ehesten in Neukölln und Friedrichshain. Ich gehe zum Beispiel gern ins Bottega N.6, ein unprätentiöser Italiener in der Richardstraße mit sehr leckerem Essen. Dieses Wochenende muss ich jedoch dringend einige Lieder von Chansonnier Sebastian Krämer für ein Streichorchester einrichten, denn ich begleite ihn und sein Programm im Januar in der Bar Jeder Vernunft als Dirigent. Außerdem treiben mich die neuen Projekte des Metropolis Orchesters Berlin um. Das von mir vor knapp drei Jahren gegründete Stummfilmorchester wird im Februar einige ganz besondere Konzerte geben: Wir begleiten die restaurierte Filmfassung von „Das Cabinet des Dr. Caligari“ an dem Ort, wo der Film vor 100 Jahren gedreht wurde, in der ehemaligen Filmstadt Weißensee, heute Theater im Delphi. Wir sind Berlins erstes Kino-Orchester seit der Stummfilmzeit und stecken gerade viel Herzblut in unser Projekt, das bisher ohne Kulturförderung auskommen muss. Am Sonntagabend freue ich mich auf das Mahler Chamber Orchestra im Kammermusiksaal der Philharmonie, mit dem großartigen Holger Groschopp als Solist am Klavier, bevor in der nächsten Woche die Proben für die Weihnachtskonzerte der Brandenburger Symphoniker beginnen, denen ich als Posaunist angehöre.“