Mein Wochenende mit
Kevin, unser liebstes Wildschwein in der Rotte, kennt jeden Flecken Land in Berlin und Brandenburg. An dieser Stelle gibt er wöchentlich Ausflugstipps ins Umland.
„‚Komm! ins Offene, Freund!‘, rief Chantal, die Sau von Nebenan, in der Frühe mir neulich zu. ‚Die Mauern stehn, Sprachlos und kalt, im Winde Klirren die Fahnen!‘ Langeweile gehört nicht dazu, wenn sich Chantals nächtliche Zeilen in den Tag Wege bahnen. Ein Garten, erklärte sie, sei nur dann ein guter, wenn er auch bei schlechtem Wetter strahle. Der in Branitz, vom Fürsten von Pückler, übertreffe darin alle. ‚Wohlauf‘, rief ich zur Antwort ihr entgegen, ‚der Nachttau bleibt nicht lang auf unsren Wegen liegen. Muss nur noch die schläfrigen Glieder etwas dehnen und biegen. Sofort losgehen kann es. Wir sind schließlich nichts; was wir suchen, ist alles!‘ Vielleicht deucht Ihnen bereits: Wir wandelten auf Hölderlins Wegen. Der Dichter mochte das Spazieren und wir spazieren mit Vorliebe im Regen. Das empfehle ich, dass man sich vom Wetter nichts lasse verhunzen. Und mich empfehle ich, mit freundlichen Grunzen.“