Mein Wochenende mit
Kevin, unser liebstes Wildschwein in der Rotte, kennt jeden Flecken Land in Berlin und Brandenburg. In diesen Zeiten bleibt er jedoch lieber im heimischen Bau und kocht, aus Gründen der Selbsterhaltung, feine vegetarische Gerichte.
Wildschwein Kevin – „Die Vorstellung, ein sogenanntes Haustier zu halten, war mir schon immer suspekt, wie Sie sich sicher denken können. Allein, die werte Sau von nebenan, Chantal, bearbeitet mich nun schon seit Wochen, mir doch eines anzuschaffen. Neulich hatte ich die vortreffliche Idee, ihr auf halber Strecke entgegenzukommen, ohne meine Werte preiszugeben und stellte ihr also meinen neuen Mitbewohner vor, den Hallimasch Klaus. Hallimasch Klaus ist ein Pilz von faszinierendem Charakter. Er gehört weder der Flora noch der Fauna an und kann sich von Dingen ernähren, die ich an dieser Stelle gar nicht nennen möchte. Auch sein Gattungsname ist unappetitlich, wenn man die Spekulationen um die Namensherkunft kennt – vor allem wird er Klaus einfach nicht gerecht. Denn Klaus ist nicht nur von edelstem Gemüt und verfügt über ein höchst soziales Wesen, nein, als Halimaschkomplex kann Klaus als Vertreter des größten Lebewesens auf dem Planeten Erde gelten. Wenn man Lebewesen entsprechend definiert. Wie dem auch sei, Chantal war leider nicht begeistert. Was sie von Pilzen hält, zeigte sie mir mit einem vorzüglichen Maronen-Champignon-Ragout, hier das Rezept, das wir gemeinsam verspeisten. Natürlich bei Chantal und nicht vor den feinsporigen Augen von Klaus. Aber gut, so ist wenigstens auch das Haustier-Thema vom Tisch. Mit freundlichen Grunzen!“