Mein Wochenende mit
Matthias Kelle, in Berlin lebender Fernseh- und Theaterschauspieler, ist aktuell am Theater Bonn in Volker Löschs Fidelio zu sehen sowie hier in der Rolle des Autohändlers Mirko Schalkowski in der ZDF-Serie Heldt. Foto: Mirjam Knickriem
„Samstagvormittag gehe ich in die Probe am Theater Strahl für „Can Touch This“, einem Tanztheater, bei dem nicht nur während der Vorstellung getanzt wird, sondern schon die Stückentwicklung an tanzenden Körpern geschieht. Thema ist, wie der Name verrät, die Berührung – die Wahrnehmung und Bedeutung von Berühung, sowie das kulturelle Dilemma, dass der Mensch einerseits Berührung schlicht braucht, andererseits sich vor zu viel Nähe schützt und schützen muss. Auch schön ist, dass das Stück für ein junges Publikum gedacht ist, was nicht heißt, dass es irgendein spektakulräres Beiwerk gibt, sondern tatsächliche Lebenswelten junger Menschen auf der Bühne verhandelt werden – Premiere ist am 21.1. um 19.30 Uhr in der Weißen Rose. Danach bin ich beim Bundeskongress der freien darstellenden Künste im HAU2. Um 16.30 Uhr findet hier ein Talk über Macht in der Theaterszene statt – im Kern die Frage, wie Machtstrukturen im Einklang mit eigenverantwortlichem, selbstermächtigtem Handeln funktionieren können. Wahrscheinlich lasse ich den Tag dort auch ausklingen. Am Sonntag brunchen wir im Vux in Neukölln oder im K-Fetisch und gehen um 16 Uhr mit unserem für seine 2 Jahre sehr reifen Sohn (das Stück ist ab 4) ins Theater o.N. (Kollwitzstraße 53) zu den Wichtelmännern. Abends dann ins Ballhaus Ost zu Frauen der Unterwelt. Sieben hysterische Akte von Tine Rahel Völcker.“