Mein Wochenende mit
Jemek Jemowit ist im polnischen Gdynia geboren, aufgewachsen ist er in der Berliner Gropiusstadt. Seit zehn Jahren macht er Musik, seit 2013 mit einem speziellen Fokus auf die polnische Gesellschaft.
„Spätestens um 16 Uhr bin ich am Samstag im „West Germany“, wo ich meine Party unter dem Motto Polophobia schmeiße – die ganze Deko muss gemacht werden, mein eigener Soundcheck, dann der der Vorband. Wir werden einen Merchandise-Stand haben, der aufgebaut werden muss – ich habe also viele Gründe, den Großteil meines Tages dort zu verbringen. Unmittelbar vor meinem Auftritt werde ich mich aber sicher zurückziehen, zum Beispiel in die „Rote Rose“, um nochmal durchzuatmen und in Ruhe ein Bier zu trinken – zum Konzert der Vorband „Mir Express“ um neun werde ich aber pünktlich wieder im West Germany sein. Möglicherweise besorge ich mir mein Konzertoutfit noch am selben Tag beim Textilhafen,einer Art Kleiderkammer für Kleidertausch und Textiles Upcycling. Sollte das nicht klappen, werde ich am Sonntag den Trödelmarkt in der Markstraße in Wedding aufsuchen, wo man vom Staubsauger-Ersatzschlauch über brauchbare Lumpen zur kompletten Inneneinrichtung alles bekommt – man muss allerdings gut handeln können, die Händler haben oft blühende Preisfantasien.“