Mein Wochenende mit
Andreas Stichmann ist Autor u.a. des Romans „Die Entführung des Optimisten Sydney Seapunk“, in dem ausgerechnet der Optimismus zur großen politischen Provokation wird und eine Bewegung begründet.
Am Samstag spiele ich morgens auf der Playstation Fußball. Gegen Mittag richte ich mich auf der Ottomane ein, bitte mir von den Nachbarskindern etwas Ruhe aus, und nehme die neue Ausgabe des „Merkur – Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken“ in die Hand. Da muss man sich beim Lesen konzentrieren, das ist sehr unpoppig geschrieben. Das Cover ist – offensiv brotig – immer das Gleiche, was mir gefällt. Am Abend gehts nach Neukölln, klare Sache: 19.30 Uhr, Alter Roter Löwe Rein, zu einer Veranstaltung namens: „Wenn ich groß bin, werde ich Lyriker*in“. Lyrik ist immer so eine Sache, aber da die Veranstaltung von den Menschen der Lesereihe „Kabeljau und Dorsch“ ausgerichtet wird, wird es toll sein. Bei denen geht es immer lebendig, unterhaltsam und anregend zu. Am Donnerstag schießen sie gleich die nächste Veranstaltung hinterher: Megagolf. Literatur, Grillen, Open-Air-Kino, Minigolf und mehr. Das ist nun wirklich ein Muss! Da geht es so hoch her, dass ich den darauffolgenden Freitag komplett verschlafen werde! Den jetzigen Sonntag aber, der ja vorher noch kommt, werde ich voraussichtlich ohne nennenswerte Aktivitäten verbringen.