Mein Wochenende mit
Victor Kümel macht mit Kabeljau & Dorsch Lesungen junger Literatur in ungewöhnlichen Settings und aktuell den Podcast „Call for Fiction“, der die Gegenwart als Fiktion betrachtet. Foto: Shirin Moayeri
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Victor Kümel macht mit Kabeljau & Dorsch Lesungen junger Literatur in ungewöhnlichen Settings und aktuell den Podcast „Call for Fiction“, der die Gegenwart als Fiktion betrachtet. Foto: Shirin Moayeri
„Freitagnachmittag geht der Podcast online, danach kann ich eine Pause gebrauchen. Zum Beispiel für etwas Yoga mit Adriene oder einen Spaziergang. Ich wohne nahe der Sonnenallee und laufe ganz gerne Samstag oder Sonntag den Kanal hoch. Bei der Gelegenheit versorge ich mich in der Trattoria Vigata mit einer warmen Mahlzeit to go. Da man zurzeit gar keine Livemusik zu Ohren bekommt: Auf der Brücke in der Lohmühlenstraße, an der der Flutgraben in den Landwehrkanal fließt, befindet sich ein schöner Spot für Straßenmusik, an dem ich schon öfter sehr gute Darbietungen gehört habe. Ansonsten werde ich dieses Wochenende schon mit der nächsten Podcastfolge beschäftigt sein, die wir wahrscheinlich schon Sonntag aufzeichnen werden. In der Reihe geht es darum, die Gegenwart wie einen dystopischen Roman zu behandeln und ihn mit literaturwissenschaftlichen Mitteln zu erforschen. Das Gefühl, sich plötzlich in einem zu befinden, ist ja allgegenwärtig. Wir fragen uns, inwieweit hier wirklich ein neues Kapitel der Geschichte aufgeschlagen wird und welche Hinweise sich darin für das Folgekapitel finden lassen. Wir reden mit Leuten, die sich mit dem Erzählen auskennen und mit Dystopien, sowie mit Leuten, die besondere Perspektiven auf die Ereignisse entwickeln. Später auch mit Betroffenen, es soll allerdings kein Expertenpodcast zur Krise werden. Am Ende jeder Folge benennt unser Gast den folgenden, weshalb eine Vorproduktion nicht möglich ist und das Format immer eine gewisse Aktualität beibehält.“