Mein Wochenende mit
Kevin, unser liebstes Wildschwein in der Rotte, kennt jeden Flecken Land in Berlin und Brandenburg. An dieser Stelle gibt er wöchentlich Ausflugstipps ins Umland.
Sie wollen Berlins schnellsten Überblick? Jeden Morgen die wichtigsten Nachrichten der Stadt – mit uns verpassen Sie nichts!
...aber jetzt, wo Sie schon da sind: Testen Sie die Checkpoint Kurzstrecke und lesen Sie Berlins beliebtesten Newsletter mit allen wichtigen Nachrichten und Aufregern der Stadt. Gratis. Von Herausgeber Lorenz Maroldt
Sie wollen Berlins schnellsten Überblick? Jeden Morgen die wichtigsten Nachrichten der Stadt – mit uns verpassen Sie nichts!
...aber jetzt, wo Sie schon da sind: Testen Sie die Checkpoint Kurzstrecke und lesen Sie Berlins beliebtesten Newsletter mit allen wichtigen Nachrichten und Aufregern der Stadt. Gratis. Von Herausgeber Lorenz Maroldt
Kevin, unser liebstes Wildschwein in der Rotte, kennt jeden Flecken Land in Berlin und Brandenburg. An dieser Stelle gibt er wöchentlich Ausflugstipps ins Umland.
„Als Waldbewohner verlassen wir uns auf einige Konstanten. Zum Beispiel: Auf die Nacht folgt der Tag und andersrum. Auf Regen folgt Sonne. Chantal, die sonnige Sau von nebenan, bringt Freude und mit meiner bescheidenen Wenigkeit geht die Verschönerung der Landschaft einher. Neulich fragte mich Grunzhart, der Keiler von gegenüber, weshalb ich ausgerechnet Landschaftsarchitekt geworden bin. Landschaft, sagt er, gebe es schließlich immer weniger, das Motto der Zeit laute Bauen, Bauen, Bauen. Wie ungewöhnlich, dachte ich. Eine unserer Konstanten, ist diese: Fuchs, Dachs oder Kaninchen bauen sich einen Bau. Wir Wildschweine legen höchstens mal den Waldboden aus, frönen sonst dem offenen Weitblick. Auch wenn Chantal und ich in der Vergangenheit mit Bauten experimentiert haben, wie Sie sich vielleicht erinnern. Grunzhart bevorzuge dagegen eine ordentliche Hütte. Das sei modern, ein ganz anderes Lebensgefühl. Er erwäge sogar, ‚nach Hütte’ zu ziehen. Also nach Eisenhüttenstadt, kurz Hütte, die erste deutsche Stadt, die nach dem Zweiten Weltkrieg gebaut wurde. Und zwar als sozialistische Planstadt und Idealstadt, in der Arbeiten, Wohnen und Erholen zusammengehen sollten. Avantgardistische Wohnkultur trifft auf wild ornamentierten, klassizistischen Zuckerbäckerstil. Sehr interessant. Nur das mit dem Arbeiten geht für mich nicht auf: Landschaften umwühlen kann ich da nicht, ist ja alles schon gebaut, steht fix da, völlig konstant. Den Besuch empfehle ich in diesen unsicheren Zeiten gerade deshalb. Und mich empfehle ich, mit freundlichen Grunzen.“ (von Thomas Wochnik)