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Und wieder rückt das Mittelalter einen Schritt näher: In Polen weitet sich die institutionalisierte Diskriminierung von LGBTI-Menschen weiter aus.
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Und wieder rückt das Mittelalter einen Schritt näher: In Polen weitet sich die institutionalisierte Diskriminierung von LGBTI-Menschen weiter aus. In vielen Gegenden Polens und in der Regierung gelten lesbische, schwule, bisexuelle, transgender und intersexuelle Menschen als ideologisch fehlgeleitet. Deshalb, so die Meinung vieler Polen, müsse sich die Gesellschaft offen gegen die Verbreitung dieser Ideologie stellen, sonst könnten womöglich irgendwann alle Polen vom geheiligten heterosexuellen Weg abkommen. Dem „Atlas des Hasses“ zufolge liegt die nächstgelegene, ausrücklich LGBTI-feindliche Wojewodschaft keine 250 Kilometer vom Askanischen Platz entfernt. Derweil wuchert das Hass-Virus weiter. Was queeres Leben in Polen bedeuten kann, zeigt zum Beispiel diese Reportage von Vice. Natürlich gibt es auch in Polen Widerstand. Der Schriftsteller Szczepan Twardoch beschreibt seine Eindrücke vom Berliner CSD im Vergleich zum, wie er es nennt, „kleinen CSD“ von Bialystok, in der Welt. An ein ganz anderes Polen zu erinnern wird auch Olga Tokarczuk nicht müde, deren Bücher die Landesgeschichte immer wieder so erzählen, dass sie von Vielfalt, Diversität und Pluralität geprägt ist.