Sie wollen Berlins schnellsten Überblick? Jeden Morgen die wichtigsten Nachrichten der Stadt – mit uns verpassen Sie nichts!
...aber jetzt, wo Sie schon da sind: Testen Sie die Checkpoint Kurzstrecke und lesen Sie Berlins beliebtesten Newsletter mit allen wichtigen Nachrichten und Aufregern der Stadt. Gratis. Von Herausgeber Lorenz Maroldt
Sie wollen Berlins schnellsten Überblick? Jeden Morgen die wichtigsten Nachrichten der Stadt – mit uns verpassen Sie nichts!
...aber jetzt, wo Sie schon da sind: Testen Sie die Checkpoint Kurzstrecke und lesen Sie Berlins beliebtesten Newsletter mit allen wichtigen Nachrichten und Aufregern der Stadt. Gratis. Von Herausgeber Lorenz Maroldt
Leseempfehlungen
Lesestücke der Woche
Nach dem missglückten Versuch, die Meinungsfreiheit in Spandau mit Springerstiefeln ins Backstage-Aus zu treten, wie wäre es da zum Wochenende mit ein wenig Punk? Und zwar in leiser und langsamer Darreichungsform, als sogenannte Longread-Lektüre. Gleich fünfzehn essenzielle Bücher zum Thema empfiehlt diese ganz gute englische Liste, die meisten davon sind auch in deutscher Sprache erhältlich. Zum Einstieg. Fehlt was? Ja, mehr Gegenwart, ja, Panik: Futur II. Das Buch ist literarisch weit mehr als eine Bandbiographie, schert sich wenig um die Normen biographischen Schreibens und das ist gut so. Es geht um (Post-)Punk und ein wenig davon in der Form zu spiegeln ist keine schlechte Idee, zumal wenn es so gut funktioniert wie hier.
Ein T-Shirt mit der Aufschrift „Punk’s not dead“ dürften alle schon mal gesehen haben. Wer sich fragt, wieso Punk überhaupt für tot gehalten werden könnte, werfe einen Blick in Ernst MohrsPunkökonomie. Mohr zeichnet nach, wie jedes dem Markt noch so ferne Unterfangen, sobald es erfolgreich wird, doch früher oder später von ihm eingeholt, gewinnbringend assimiliert und letztlich Mainstream wird.
Was also bleibt vom Punk, nachdem der Kapitalismus sich ihn einverleibt hat? Mit der Frage im Hinterkopf lässt sich der Roman Miami Punkvon Juan S. Guse ganz gut, wenn auch etwas gegen den Strich lesen. Mit Punk als Etikette im Titel führt die hier erzählte Geschichte ins kalifornische Miami, mitten in eine nahende Naturkatastrophe und weiter in einen von Kindheitserinnerungen getriebenen Eskapismus in die virtuelle Realität der Games und Gamer – hier sorgen Form und Sprache für die Strahlkraft, die einen problemlos durch das sonst dystopische, über weite Strecken plotlose Setting trägt. Wie sowas funktioniert? Aléa Torik a.k.a. Claus Heck hat das Prinzip in seinem Blog bereits vor Jahren recht anschaulich kommentiert.