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Leseempfehlungen
„Wir flogen hin um den Mond zu entdecken. Aber was wir wirklich entdeckten, ist die Erde,“sagte der Astronaut William Anders einmal. Evolutionsbiologe Matthias Glaubrecht öffnet im Tagesspiegel mit behutsamer Schreibhand eine Perspektive auf unseren Planeten, die vor allem dessen Fragilität hervorhebt. Es gibt zahlreiche Argumentationsweisen, die uns Menschen und unseren Einfluss auf die Welt als verschwindend gering einschätzen, gerade im Hinblick auf die verschwindend kleine Größe der Erde im Universum. Eben aus derselben Außenansicht auf die Erde webt Glaubrecht ein starkes Narrativ der Zerbrechlichkeit alles Besonderen auf dem blauen Planeten. Zur Vertiefung bietet sich sein kürzlich erschienenes Buch „Das Ende der Evolution – Der Mensch und die Vernichtung der Arten“ an (C. Bertelsmann, Hardcover, 1072 Seiten, 38 Euro).
Zur Fragilität der Kopplungen zwischen Mensch und Umwelt empfiehlt sich zudem immer Hannah Arendts „Vita activa oder Vom tätigen Leben“– wer es schon einmal einfach so gelesen hat, kann es mit besonderem Augenmerk auf die Zerbrechlichkeit durchaus gewinnbringend wieder tun. (Piper, 496 Seiten, 14 Euro)