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Leseempfehlungen
Leises Grün – erinnert zunächst an das Wachstum von Gras. Und wer das Gras beim Wachsen beobachtet, hat sicherlich vor allem eines: Zeit. Womöglich eine Ewigkeit. Es ist kein Zufall, dass das silent green Kulturquartier diesen Namen trägt, handelt es sich bei dem Gebäude doch um das ehemalige Krematorium Wedding. Vor dem Hintergrund der Totenstille wirken die Eruptionen des Programms nochmals lebendiger. Und wenn Eileen Myles zu Besuch kommt, wird der Kontrast maximale Wirkung entfalten. Die US-amerikanische Ikone des Feminismus, queerer Literatur und Gegenwartslyrik, bekannt für eine ausufernde Sprache und exorbitanten Assoziationsreichtum liest am Sonntag um 18.30 Uhr aus ihrem Roman „Chelsea Girls“, eben im silent green (auf Englisch, 8 Euro). Auch hierzulande hat sie nicht wenige Leser, obwohl kaum einer ihrer Texte bislang auf Deutsch erhältlich ist. Manchmal soll auch der Weg über die Sekundärliteratur ein guter Einstieg sein. Zum Beispiel Interviews: Für die Zeit hat Lara Konrad eines mit Eileen Myles im Sommer geführt. Für den Merkur Hanna Engelmeier.