Im Zentrum der Ahnungslosigkeit
Nachtrag zur Unzuständigkeitserklärung des Bezirksamts Mitte in Bezug auf die Verkehrssituation in der Invalidenstraße nach dem Unfall (CP von gestern) – die Pressestelle weist darauf hin, „dass die Berliner Verwaltung für Außenstehende verwirrend sein kann“. Aha. War uns noch gar nicht aufgefallen. Aber hier ein schöner Vorschlag per Twitter von @BikerPankow für eine freundliche Musterantwort bei Bürgereingaben (statt „leider nicht zuständig“) – wie wäre es damit: „Wir haben ihr Anliegen an das zuständige Amt weitergeleitet. Unter dem hier nachfolgenden Link können Sie den aktuellen Bearbeitungsstand prüfen und Name und Kontaktdaten (Email, Telefon) Ihrer Ansprechperson abrufen.“ Ok, ist vielleicht was für die Zeit nach der Eröffnung des BER…
… aber vorher schaue ich noch mal bei Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel vorbei – der schrieb mir gestern:
„Hallo Herr Maroldt, gern lade ich Sie ein, Ihre (Vor)Urteile zum Bezirksamt Mitte vor Ort zu überprüfen. Ins Ordnungsamt mit seinen mehr als 30.000 zu bearbeitenden Mängelhinweisen p.a.? In die Pressestelle, von der auch der TSP gern seine Recherchearbeit erledigen lässt? Oder ins Grünflächenamt, das täglich gegen Klimawandel, Übernutzung und Vandalismus kämpft? Oder gleich ins Zentrum der Ahnungslosigkeit, was die Sorgen und Anliegen der Menschen in Mitte angeht – ins Bürgermeisterbüro? Rerum cognoscere causas – Sie sind uns stets willkommen!“
Prima, das Zentrum der Ahnungslosigkeit schaue ich mir gerne an, auch und gerade als „Mensch in Mitte“ (Randlage). Vielleicht springt dabei ja sogar was raus für unsere Rubrik „Amt, aber glücklich“, oder zumindest ein Date im Bürgeramt (Ausweis ist langsam mal wieder fällig) – heute früh war allerdings in Mitte bis Ende Oktober kein einziger Termin zur Online-Buchung freigeschaltet.