"Rave the Planet"-Parade zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule

Nicht so beschaulich wie ein Tauchgang in Indonesien, aber ebenfalls autofrei ist heute die Straße des 17. Juni: Die Parade „Rave the Planet“ zieht vom Brandenburger Tor zur Siegessäule und zurück. Bis zu 300.000 Menschen werden bei der dritten Ausgabe des Technospektakels von Loveparade-Gründer Matthias Roeingh alias Dr. Motte erwartet.

Keine reine Eskalation, sondern eine „kulturpolitische Tanz- und Musik-Demonstration“ soll es sein: Unter dem Motto „Love is stronger“ gibt es auch Redebeiträge, unter anderem hat sich Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) via Videoschalte angekündigt. Demonstriert werden soll für „Frieden und den Schutz der elektronischen Tanzmusik“, schreiben die Veranstalter. „Wir möchten, dass ihre kulturellen und gesellschaftlichen Leistungen anerkannt und gewürdigt werden.“

Am Fuß der so (selten) genannten Goldelse wird natürlich auch gefeiert, bis die Wagen wackeln: Rund 260 internationale DJs legen auf knapp 30 „Floats“ auf, so nennen die Veranstalter die umfunktionierten LKW mit den riesigen Musikanlagen. Für einige dieser Floats konnte man Tickets kaufen, Kosten: 100 bis 250 Euro pro Person. Nebenher-Tanzen ist selbstverständlich kostenlos, sofern noch Platz ist. Ist das noch Friede, Freude, Eierkuchen? Was meinen Sie?