BVG fährt wieder zuverlässiger – zumindest ein bisschen
Aktuelle Durchsage der BVG: „Die Zuverlässigkeit steigt“ – demnach sind in allen drei Betriebsbereichen weniger Fahrten ausgefallen. Na, das schauen wir uns doch mal genauer an (Vergleich 2. Halbjahr 24 / Januar bis Mai 25):
+ Beim Bus stieg die Zuverlässigkeit der BVG zufolge von 98,4% auf 99%.
+ Der Trambetrieb verbesserte sich von 95,8% auf 97,3%.
+ Bei der U-Bahn kommen 93,6% der planmäßigen Züge (zuvor 92%).
Zum besseren Verständnis von „planmäßiger Zuverlässigkeit“ hier noch zwei Hinweise: Erstens bedeutet das nicht, dass die Busse, Trams und U-Bahnen auch pünktlich kommen (sie fallen nur weniger oft aus, bei der U-Bahn betrifft das aber immer noch fast jeden 15. Zug), und zweitens hatte die BVG wegen der vielen Ausfälle ja auch den Takt verlängert.
BVG-Chef Henrik Falk sagt dazu: „Die Stabilisierung braucht Zeit, aber erste Fortschritte sind sichtbar. Die Richtung stimmt.“ Letzteres freut uns natürlich, denn wer will schon in Rudow ankommen, wenn auf der Anzeigetafel Spandau steht. Und vielleicht trösten die „ersten Fortschritte“ Sie ja auch darüber hinweg, wenn es mal wieder heißt: „Derzeit können wir Ihnen nicht alle Fahrten anbieten“ (passend dazu gab’s gestern Abend gleich wieder eine Betriebsstörung auf der U8). Was sind Ihre Erfahrungen? Schreiben Sie’s uns an checkpoint@tagesspiegel.de. (Einen ausführlichen Zustands- und Hoffnungsbericht zur BVG finden Sie hier.)