Projekt „Flussbad“ geht den Bach runter: Landesgesundheitsamt sieht Spreekanal als ungeeignet zum Baden

Trübe Aussichten fürs Flussbad: Das LaGeSo hält den Spreekanal für dauerhaft hygienisch belastet. Selbst teure Maßnahmen könnten die nötigen EU-Standards wohl nicht sichern. Von Lorenz Maroldt und Stefan Jacobs.

Projekt „Flussbad“ geht den Bach runter: Landesgesundheitsamt sieht Spreekanal als ungeeignet zum Baden
Credit: IMAGO / A. Friedrichs

Schlechte Nachrichten für Freunde der „Flussbad“-Idee: In ihrer „abschließenden Einschätzung“ stellt das LaGeSo „ein dauerhaft erhöhtes Risiko für die Gesundheit von Badenden im Spreekanal“ fest. Eine Ausweisung des Spreekanals als Badegewässer ist demnach aus Sicht des Landesamts für Gesundheit „in Hinblick auf die hygienische Situation (…) derzeit nicht zu befürworten.“

Der Spreekanal weise „eine starke und häufige Belastung (…) mit potenziellen Krankheitserregern“ auf, insbesondere nach Starkregenereignissen. „Werte mikrobiologischer Parameter liegen zudem dauerhaft oberhalb der unteren Bestimmungsgrenze, was eine Grundbelastung des Gewässers auch im Trockenwetterfall aufzeigt.“

Die Stellungnahme, die dem Checkpoint vorliegt, wurde der Planergemeinschaft sowie den drei beteiligten Senatsverwaltungen am 12.12.25 zugestellt. Darin heißt es, selbst umfassende und kostenintensive Maßnahmen ließen „keine belastbare Prognose zu“, dass die EU-Qualitätsstandards für Badegewässer dauerhaft eingehalten werden könnten. Pläne zur Maßnahmenentwicklung seien zudem „bisher unzureichend dargelegt“ worden.