Doch kein Krieg der Sterne: Jeder darf Gendern in Berlins Schulen

Krieg der Sterne: Sie haben vorgestern die Meldung gelesen, dass der Senat eine „Knallhart-Ansage“ (Tag24) gegen Gendersternchen macht oder ein „Genderverbot“ in der Schule (queer.de) ausspricht? Daran stimmt: nichts. „Das ist eine absolut verkürzte Darstellung“, sagt Martin Klesmann, Sprecher der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie. „Gendern ist zwar nicht klar im Rahmenlehrplan geregelt – das heißt aber nicht, dass es verboten ist.“ Es liegt vielmehr im pädagogischen Ermessen jeder Lehrkraft, welche Form der Gendersprache sie verwendet. Friedrich Merz‘ Lieblingsthema erreicht natürlich trotzdem die Schulen: „Ich habe erlebt, dass ein Lehrer es kritisch kommentierte, dass ein Kind nicht gegendert hat“, sagt die CDU-Abgeordnete und ehemalige Schulleiterin Katharina Günther-Wünsch. Andersherum beschweren sich laut Senat vereinzelt Eltern über Lehrer:innen (ups), die gendern. „Den Sprachkampf sollte man aus der Schule heraushalten“, sagt die Linguistin Carolin Müller-Spitzer. Der Krieg der Sterne…ist aber bislang vor allem: viel heiße Luft.