Kritik an türkischem Konsulatsunterricht

Nach Jahren ist der Politik jetzt aufgefallen, dass der türkische Konsulatsunterricht - eingeführt 1957 -  irgendwie nicht in die deutsche Schullandschaft passt. 3000 Berliner Schüler werden dabei von staatlichen türkischen Lehrern in türkischer Sprache und in türkischer Heimatkunde unterrichtet, was laut einer EU-Richtlinie auch in Ordnung wäre. Allerdings sieht der Lehrplan auch das Bekenntnis zum Islam und zur türkischen Nation vor. „Besorgniserregend und nicht hinnehmbar“, bezeichnet das die Berliner SPD und ist entsetzt, „dass Regierungen anderer Länder unsere Kinder indoktrinieren“. Ein hausgemachtes Problem: Nicht mal Berlin, die Stadt mit den meisten Menschen türkischer Herkunft, bietet ein Lehramtsstudium für deren Muttersprache an. Und so fehlen natürlich die Lehrer, wie Schulexpertin Susanne Vieth-Entus im Freitag-Tagesspiegel schreibt, die den Türkischunterricht übernehmen könnten.