CDU warnt vor Salbeiverkauf

Auf Berliner Ebene geben sich unterdessen die Kandidaten alle Mühe, ihren ortstypischen Beitrag zur Erheiterung des Wahlkampfs zu leisten - beginnen wir mit Frank Steffel, einst von der Agentur Publicis als „Kennedy von der Spree“ vermarktet. Heute würde „Guttenberg von der Panke“ besser passen: Ein Wahlaufruf für den CDU-Abgeordneten im Namen und mit der Unterschrift von Angela Merkel erwies sich als Fälschung (Q: Lars Petersen, „Bild“/„B.Z.“), zusammenkopiert aus Textbausteinen der Bundespartei (Q: „Morgenpost“). Dazu auch der Kommentar von Frank Henkel, CDU-Kandidat in Mitte: „Ich verschicke keine Briefe an Wähler.“ (Q: Interview im Tagesspiegel).

Servicehinweis aus aktuellem Anlass (hier im Bild): Sie bringen immer „Gutenberg" und „Guttenberg“ durcheinander? Ganz einfach: Gutenberg war der Drucker, Guttenberg der Kopierer (Q: „Internet“).   

Auch mit einer Wahlpostkarte hat die CDU kein Glück: „Die Aufweichung der Drogenpolitik ist ein gefährlicher Irrweg“, heißt es auf dem Bild, das zeigt, wie vor einer Backsteinwand ein Tütchen mit Grünzeug gegen 120 Euro von Hand zu Hand geht. Aber was ist drin? Nach Cannabis sieht es nicht aus, eher nach getrockneten Bohnen. Oder, wie der Linken-Abgeordnete Niklas Schrader vermutet: Salbei (als Tee genossen gut zur Beruhigung). So oder so, und selbst wenn es Cannabis wäre: 120 Euro sind zu viel. Ergo: Die CDU kann Ihren Werbedealer getrost in der Pfeife rauchen.