Hätte, hätte, Parkvignette: Berliner Taxibetriebe kämpfen mit Regeln der Parkraumbewirtschaftung

Wo Parkraumbewirtschaftung naht, dräut Ärger. In Neukölln fehlen einem Betrieb Parkvignetten für Taxis mit mehreren Fahrern. Weil der Bezirk keine Ausnahmen machen will – oder kann. Von Stefan Jacobs

Hätte, hätte, Parkvignette: Berliner Taxibetriebe kämpfen mit Regeln der Parkraumbewirtschaftung
Symbolbild: Imago/Kirchner-Media

Hätte, hätte, Parkvignette. Aber jeder nur eine, was für Taxibetriebe wie den von Eckhart Zieschank ein Problem ist. Sein Unternehmen mit 18 Taxen befindet sich in Neukölln, wo Parkraumbewirtschaftung naht. Oft teilen sich zwei Fahrer ein Auto und stellen das auch mal vor ihre Tür, so dass jeder Wagen bis zu drei Vignetten bräuchte. Einst hätten die Bezirksämter noch zwei Stück pro Taxe ausgegeben. Jetzt sei es nur noch eine, Bitten würden freundlich abgelehnt: Xhain verweise auf den Betriebssitz Neukölln, Neukölln taste sich durchs Parkraum-Neuland nur mit Amtshilfe des Bezirksamts TempelSchön, das wiederum auf die Senatsverkehrsverwaltung verweise, die die Sache regeln müsse. Die Verkehrsverwaltung antwortete Zieschank, dass sich ständig irgendwer Ausnahmen wünsche. Die seien aber nicht Senatssache, weshalb man nicht weiter behelligt werden wolle. Ansonsten könne er ja vors Verwaltungsgericht ziehen. „Wir sind Teil des ÖPNV und haben eine Betriebspflicht“, sagt Zieschank, der nicht mehr weiterweiß.