Architekt entwirft bezahlbare Mini-Wohnungen

Bleiben nur drastische Mittel. Eine Marktlücke schließen – im wahrsten Sinne– will Architekt Van Bo Le-Mentzel. Sein Wohnungsbauunternehmen Gemeinwohlbau plant Mini-Wohnungen mit Mini-Mieten (Porträt hier) und sucht dafür jetzt Baulücken von etwa 15 Metern Breite. „Solche Lückengrundstücke kriegt man schon für 300.000 Euro“, sagt Le-Mentzel dem Checkpoint, er habe bereits passende Häuserspalten in Spandau und Treptow im Visier. Der Plan: Wohnungen im Baukastenprinzip, mit hohen Decken – so dass über das Bad noch eine Schlafnische passt. Finanziert mithilfe von Anlegern.

„Die Idee kommt auch beim Senat gut an“, behauptet Le-Mentzel, „Azubi-Zimmer für 330 Euro warm sind eben ein reizvolles Konzept.“ Einblick gefällig? Le-Mentzel hat ein Tiny-WG-Zimmer in seinem Büro in der Gneisenaustraße als Prototyp verwirklicht und lädt morgen Nachmittag zur Besichtigung ein (Infos hier). „Man kann auch mal probeschlafen!“