Warum die „sonstigen“ Verkehrsteilnehmer auf Berlins Straßen die unfallträchtigsten sind

Fußgänger sowie Rad-, Auto-, Motorrad- und Straßenbahnfahrer haben eines gemeinsam: Sie waren laut Polizeibilanz für 2023 an mehr Verkehrsunfällen beteiligt, als sie selbst verursacht haben. Bei Lkw- und Busfahrern sind die Verursacherquoten zwar etwas höher als die Betroffenheit, aber längst nicht so, dass das die Diskrepanz bei den anderen erklären würde. Diese Lücke schließen die „Sonstigen“, die zwar nur in 6,8 Prozent der Unfälle involviert sind, aber mit einer Verursacherquote von 11,4 Prozent hervorstechen. Sind es also in Wahrheit E-Scooter-Piloten, Wohnmobilisten und Baggerfahrer, die Berlins Straßen wirklich unsicher machen? Nein. Laut Polizei resultiert die hohe Verursacherquote der „Sonstigen“ aus den mehr als 33.000 angezeigten Unfallfluchten mit unbekannt gebliebenen Verursachern. Und weil das so ist, sind für die Polizei „aus diesem statistischen Wert keine Konsequenzen ableitbar“, heißt es auf CP-Anfrage.