beim Volksentscheid 2014 war die Mehrheit gegen eine Randbebauung des Tempelhofer Feldes mit 64,3 Prozent eindeutig. Doch die Stimmung hat sich gedreht, wie eine repräsentative Civey-Umfrage für den Tagesspiegel zeigt. Demnach sind jetzt 58 Prozent dafür. Regiermeister Kai Wegner (CDU) bekräftigte am Freitag seine Bebauungsabsicht – bei einer Veranstaltung des Baugewerbes. 2026 wolle er die Berliner:innen erneut befragen lassen. Aus Sicht des BUND wird das THF-Gesetz schon jetzt ausgehöhlt: Im Umweltausschuss am Donnerstag hätten SPD und CDU beschlossen, Flächen am Columbiadamm mit Unterkünften für Geflüchtete juristisch vom Feld abzuschneiden. Laut dem Umweltverband ließen sich die mobilen Quartiere auch ohne Gesetzesänderung unterbringen – auf dem Vorfeld der Hangars. Fazit des BUND zum aktuellen Stand: „Das Trojanische Pferd bekommt Beine.“
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Am 21.3. feiert das HKW ab 19:00 mit A Participatory Planet das Wissen der Pflanzen. Lässt sich die Frage des Wachstums neu denken, weg vom Kapital und hin zu sozialen, kulturellen und erdverbundenen Bedürfnissen? Einem Panel-Gespräch über uralte Pflanzen und Bottom-up-Bewegungen weltweit folgt ein Konzert von Hani and the Moon und ein DJ-Set von Barış Cengiz.
Eintritt frei!
Fußgänger sowie Rad-, Auto-, Motorrad- und Straßenbahnfahrer haben eines gemeinsam: Sie waren laut Polizeibilanz für 2023 an mehr Verkehrsunfällen beteiligt, als sie selbst verursacht haben. Bei Lkw- und Busfahrern sind die Verursacherquoten zwar etwas höher als die Betroffenheit, aber längst nicht so, dass das die Diskrepanz bei den anderen erklären würde. Diese Lücke schließen die „Sonstigen“, die zwar nur in 6,8 Prozent der Unfälle involviert sind, aber mit einer Verursacherquote von 11,4 Prozent hervorstechen. Sind es also in Wahrheit E-Scooter-Piloten, Wohnmobilisten und Baggerfahrer, die Berlins Straßen wirklich unsicher machen? Nein. Laut Polizei resultiert die hohe Verursacherquote der „Sonstigen“ aus den mehr als 33.000 angezeigten Unfallfluchten mit unbekannt gebliebenen Verursachern. Und weil das so ist, sind für die Polizei „aus diesem statistischen Wert keine Konsequenzen ableitbar“, heißt es auf CP-Anfrage.
Die von CDU-Kultursenator Joe Chialo ventilierte und weithin unterstützte Idee, die Zentral- und Landesbibliothek ins Gebäude der Galéries Lafayette zu quartieren, kann bei Sozialdemokraten offenbar Aggressionen wecken. Weil die Verkehrsverwaltung in einer Presseinfo zur Online-Beteiligung am Verkehrskonzept für Mitte beispielhaft die Frage nach einer „Fußgängerzone in der Friedrichstraße, insbesondere für den Fall, dass die Zentral- und Landesbibliothek (ZLB) ihren Standort dorthin verlegen wird“ genannt hatte, erkundigte sich Martin Matz (SPD) jetzt via parlamentarischer Anfrage, warum der Senat den Fokus auf eine „nicht im Ansatz finanzierbare und niemals vom Haushaltsgesetzgeber in Betracht gezogene Variante für einen künftigen Standort der ZLB“ richte statt auf Verkehrsdinge. Antwort der Verwaltung: Das Beispiel beruhe auf Beiträgen von Portalnutzern und sei nicht vom Senat vorgegeben worden. Es kommentiert Taylor Swift: „You need to calm down, you’re being too loud.“
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Der Karrierebus geht wieder auf Tour
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Telegramm
Regiermeister Kai Wegner hat jetzt einen groben Plan B, um Berlin auch ohne das absehbar verfassungswidrige Sondervermögen in Richtung Klimaneutralität umzubauen: Landeseigene Unternehmen und private Partner sollen den Job machen und Kredite aufnehmen, erfuhren meine Kolleg*innen Anna Thewalt und Christian Latz. Wegner verweist aufs Beispiel der für Schulneubau zuständigen Howoge. Zugleich stellte er klar, dass die so finanzierte Infrastruktur im Eigentum des Landes bleiben solle.
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In der Komödie „Kleine schmutzige Briefe“ fliegt der Oscar®-Gewinnerin Olivia Colman („The Crown“) und der Oscar®-Nominierten Jessie Buckley („Frau im Dunkeln“) allerhand Anstößiges um die Ohren. Von Regisseurin Thea Sharrock („Ein ganzes halbes Jahr“) und den Produzenten von „Three Billboards“ und „Banshees of Inisherin“. Ab 28. März in vielen Berliner Kinos.
Das Bewerberfeld um den stellvertretenden SPD-Landesvorsitz füllt sich: Am Samstag wurden Mathias Schulz (Mitte) und Fabian Fischer (Neukölln) von ihren Kreisverbänden nominiert. Außerdem wollen Sinem Taşan-Funke und Kevin Hönicke sowie erneut Michael Biel antreten.
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Kirill Petrenko dirigiert Straussʼ »Elektra«. Eine Frau im Ausnahmezustand: Elektra ist getrieben von Trauer, Schmerz und Hass. Sie will den Tod ihres Vaters rächen, der von ihrer Mutter und deren Liebhaber ermordet wurde. Die Tragödie der griechischen Königstochter war ein idealer Opernstoff für Richard Strauss. Die Berliner Philharmoniker und Kirill Petrenko spielen die konzertante Version am 04. und 07. April live in der Philharmonie Berlin. ?? Jetzt Tickets sichern!
Zitat
„Ich habe ‚Nawalny‘ auf den Wahlzettel geschrieben.“
Julia Nawalnaja, nachdem sie am Sonntag in der russischen Botschaft in Berlin abgestimmt hatte. Offiziell hat Wladimir Putin bei der „Wahl“ mit knapp 88 Prozent sein bisher bestes Ergebnis geholt.
Encore
Der Berliner Naturschutzbund NABU hat für Gartenbesitzer und Balkoñeros den Wettbewerb „Raupenreich“ gestartet. In so einem Reich wachsen beispielsweise Thymian, Salbei und Himbeeren, aber auch Brennnesseln. Und wozu? Das „Raupenreich“ ist gewissermaßen der Prolog zur Kampagne „Faszination Falter“. Denn wer die Raupe nicht ehrt, ist den Schmetterling nicht wert.
Dieser Checkpoint ist dank Thomas Lippold (Recherche), Sophie Rosenfeld (Stadtleben) und Johannes Boldt (Frühproduktion) bestens gediehen. Morgen entfaltet sich hier Robert Ide. Kommen Sie gut in die Woche!
