Zweiter tödlicher Tram-Unfall am Sterndamm, aber keine Abhilfe in Sicht

Die Polizei weiß noch immer nichts Genaueres über die Umstände, unter denen in der Nacht zu Freitag in Johannisthal ein Mann von einer Straßenbahn überfahren worden ist. Im November war keine 200 Meter entfernt eine 13-Jährige beim Queren der Gleise auf dem Mittelstreifen des Sterndamms tödlich verunglückt. Bei der Begutachtung der Unfallstelle wurde festgestellt, dass dort – zwischen einem Gymnasium und einer Bushaltestelle gelegen – „ein Trampelpfad auf einen nicht unerheblichen Querungsbedarf hinweist“.

Als „kurzfristige Abhilfe aufgrund offenkundiger Fußwegbeziehungen und Frequentierung durch Schüler“ wurde ein sogenanntes Z-Gitter empfohlen, also ein Durchlass, der die Aufmerksamkeit Richtung Gleise lenkt. Der Stand nach mehr als fünf Monaten: Kein Gitter, kein Beschluss, noch nicht einmal ein abgestimmter Plan zwischen Senat, Bezirk und BVG.